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Zur ’never ending story’…

…entwickelt sich die Geschichte des ‚Transrapid‘. Obwohl 1978 erstmals als Konsortium ‚Magnetbahn Transrapid‘ gegründet, ist es bis heute – also 28 Jahre danach – nicht gelungen, in Deutschland einen offiziellen Linienverkehr zu installieren.
Yosemite, Wikimedia CommonsDa waren die Chinesen mit ihrem Lizenz-Transrapid schneller: Vertrag 2001, Probebetrieb 2002, offizieller Start 2004. Gleichzeitig entwickelt China seit 2003 ein ähnliches Produkt und möchte noch 2006 die ersten Testfahrten machen. Denn interessant wird es erst, wie sich die Technik bei Strecken von mehreren hundert Kilometern bewährt. Der Linienverkehr von Shanghai zum Flughafen Pudong ist nämlich nur 30 Km lang, das ist weniger als die 31,5 Km lange Teststrecke im Emsland (BRD).
Die jetzige deutsche Regierung hat zwar eine Absichterklärung abgegeben, ein Transrapidprojekt in Deutschland zu fördern, aber das sagt noch wenig.
So interessant es wäre, eine ‚berührungslose‘ Schwebebahn in den Echtbetrieb zu bringen, stehen offenbar die Kosten in keiner Relation zum Ertrag. Und wenn konventionelle Schienenfahrzeuge in Japan z.B. schon Geschwindigkeiten von mehr als 400 Km/h erreichen, wirken die für den Transrapid versprochenen 550 Km/h auch nicht mehr so toll.

Von wegen radikal…

Bei näherer Beschäftigung mit dem Thema habe ich festgestellt, dass der von mir auf der Seite ‚Was bedeutet RI?‘ angeführte Umstieg von der Kutsche zum Auto gar nicht soooo radikal war. Das rührt daher, dass der Mensch sich meist an dem orientiert, was er vorher hatte. Ein Beitrag von Dr. Günther Oetzel/Universität Karlsruhe hat mich drauf gebracht. Es dauerte relativ lange bis die kutschenähnlichen Gestelle Seitenwände, Dach, Türen, Scheiben und Scheinwerfer bekamen, um halbwegs dem heutigen Automobil zu ähneln. Die ersten Modelle hießen sogar noch pferdelose Kutsche und sahen auch so aus. Gottlieb Daimler baute ebenso einen Kutschenwagen. Außerdem stieg man damals nicht in das, sondern auf das ‚Automobil‘, wie es dann bald hieß. Automobile wurden aber bereits schon die dampfgetriebenen Fahrzeuge genannt. Die erste selbstfahrende Dampfmaschine ordnet Wikipedia dem Jesuitenpater Ferdinand Verbiest Ende des 17. Jahrhunderts zu.

Radikal allerdings als Unterschied zur Pferdekutsche war, dass vorne kein Pferd mehr war.