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Interaktiv im Hörsaal

Gestern habe ich in der Konferenz der Lehrbeauftragten an der Fachhochschule Salzburg thematisiert, wie man die StudentInnen aktiver während einer Vorlesung einbinden kann. Heute finde ich durch Zufall im Ideentower Blog dazu eine sehr interessante Lösung, die der Frankfurter Pharmazieprofessor Theo Dingermann einsetzt: Er lässt seine StudentInnen mittels eines Ted-Systems Feedback zu bestimmten Fragen geben, wie im nachfolgenden Video zu sehen ist.

[youtube -YFNYDq2ZTM]

Es hatte ihn bei Fragen an das Auditorium immer schon gestört, dass meist ein ‚harter Kern‘ die Antworten gab, während die eher Schüchternen durch den Rost fielen. Und so kam er auf die Idee mit dem Interactive Voting System (IVS), das sonst bei Hauptversammlungen oder Parteitagen eingesetzt wird.

Auch sonst ist Prof. Dingermann recht aktiv, wenn es darum geht seinen Unterricht interessanter zu gestalten: Auf Wunsch der StudentInnen hat er z.B. Kontrollfragen am Ende jeder Vorlesung eingeführt. Außerdem stellt er seine Vorlesungen für die Studenten ins Internet.

Zahl 2, nimm 1

Hier soll einmal eine Marketingaktivität vorgestellt werden, die dem üblichen ‚Naturalrabatt'(=Nimm 2, zahl 1) diametral entgegengesetzt ist. Und fast wie der Stein der Weisen anmutet: Bei Burkhard Schneider habe ich gelesen, dass es die im Jahr 2007 lancierte Aktion ‚Give one – get one‘ für das von Nicholas Negroponte initiierte Projekt ‚One Laptop Per Child (OLPC)‘ auch heuer geben wird, diesmal können sogar Europäer mitmachen. Allerdings nur über die britische Amazon-Site.

Der für Entwicklungsländer konzipierte sogenannte ‚100Dollar-Computer‘ (der immer noch fast 200 Dollar kostet) ist ein tolles Ding und soll hauptsächlich über Schulen an die Kinder gebracht werden.
In Österreich hat sich ein Team gebildet, das dieses Projekt unterstützt. Der OLPC XO war auch 2008 auf der Cebit in Hannover zu sehen. Dazu gibt es ein Video:

[youtube yE5xHk4W9hM]

Da man verhindern möchte, dass sich Menschen aus ‚reichen‘ Ländern mit preisgünstigen Laptops eindecken, andererseits aber noch nicht genügend Sponsoren aufgetrieben werden konnten, um die nötige Menge dieser Laptops spenden zu können, lautet das Konzept: Du kannst in Europa einen Laptop OLPX XO um ca. 320 Euro kaufen und zahlst in Wirklichkeit 2 Stück – einen bekommst du und einen ein Kind in einem Entwicklungsland.

In diesem OLPC XO sind übrigens einige tolle Dinge verwirklicht:

– er braucht fast überhaupt keinen Strom (und lädt sich über Solarzellen auf),

– er ist sehr stabil und hält diversen Witterungseinflüssen stand,

– das Display ist auch bei starker Sonneneinstrahlung lesbar (und als eBook-Reader verwendbar),

– er ist absolut für Kinder zwischen 6-12 Jahren konzipiert und sehr intuitiv bedienbar (auch für Kinder, die noch nicht lesen können),

– er kann einfach mit anderen Laptops aus der Klasse (oder dem Dorf) verlinkt werden,

– er kann mit dem Internet verbunden werden.

Aktualisierung Juni 2012: Negroponte setzt in Zukunft auf Tablets, da diese von Kindern intuitiv zu bedienen sind und keine Anleitung durch Erwachsene benötigen.

[ASIT-Prinzip: Task Unification – Verbinden von Funktionen]
[TRIZ-Lösungsprinzip Nr. 5: Vereinen/Koppeln, Nr. 26: Kopieren]