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Die Gefahr rechtzeitig erkennen

theben-co2-sensor.jpgDen Beweis, dass aus Innovations-Workshops sogar manchmal radikale Innovationen entstehen, liefert mir ein Kollege, Innovationsberater Götz Schaude aus Rastatt. In einem Workshop unter seiner Leitung für die Firma Theben wurde ein CO2-Sensor entwickelt, der zu große Kohlendioxid-Belastung wie auf einer Ampel anzeigt (siehe nebenstehendes Bild)  bzw. bei Bedarf dem Raum Frischluft zuführt. Was besonders in Krankenhäusern und Schulen wichtig ist, denn dort wird auf Luftgüte besonderer Wert gelegt.

Das Messverfahren war prinzipiell schon bekannt, jedoch gab es noch keine marktgerechten und preislich für breitere Einsatzfelder attraktiven Serienprodukte. Anstelle der Verwendung von speziellen und daher sehr teuren Infrarotquellen wurde im Gerät die Messung unter Verwendung von einfachen Glühlampen so optimiert, dass „bezahlbare“ Serienprodukte entstanden sind. Dadurch kam eine neue Technologie zum Einsatz. Und diese Innovation hat der Firma Theben geholfen, ihre Position als Lieferant von intelligenten Systemen für die Gebäudeautomation zu festigen.

[Foto: Theben]

Fernsteuerung revolutioniert Überwachung

Wir steuern schon eine Menge im Haushalt fern: den Fernseher, die Stereoanlage, die Jalousien und sogar die Zentralheizung lässt sich per Telefon ein- und ausschalten. Mittlerweile werden jedoch schon ganze Industrieanlagen ferngesteuert, manchmal aus einer mehrere hundert Kilometer entfernten Schaltzentrale, die vielleicht sogar in einem anderen Land liegt. Die Firma Linde leistet hier Pionierarbeit, die Siemens-Tochter Simatic engagiert sich mit Softwarelösungen und wittert einen Milliardenmarkt.

Vor Jahren hat mich schon fasziniert, dass Telefonanlagen durch Fernwartung gepflegt und teilweise sogar repariert werden konnten. Zumindest wusste ein Techniker schon, bevor er zum Kunden losfuhr, welche Platine er mitnehmen sollte, um sie zu ersetzen. Dies funktioniert heute bei Kreuzfahrtschiffen ähnlich: Wenn ein Teil ausfällt, registriert dies das Kontrollzentrum und organisiert die Anlieferung des zu ersetzenden Teils im nächsten Hafen. Auch U-Bahnen brauchen keinen Fahrer mehr.

Dass jedoch bereits ganze Fabriken wie von Geisterhand aus großer Entfernung gelenkt werden, war mir neu. Dies haben wir Satelliten und dem Internet zu verdanken. Webcams liefern ja auch schon Lagebilder von der Verkehrssituation oder vom Wetter. Beim Ausbau der Fachhochschule Salzburg in Urstein konnte man sich ständig über den Fortgang der Baumaßnahmen informieren.

[Quelle: bizforward]

Computer über die Haut steuern

FH-Student Robert Maier hat mich darauf aufmerksam gemacht: Microsoft und Wissenschafter der Pittsburgh University arbeiten an einer gänzlich neuen Computersteuerung namens ‚Skinput‘. Mittels eines Beamers in einer Manschette am Oberarm wird z.B. eine Tastatur auf den Unterarm oder die Hand projeziert, dort können die Tasten durch einfaches Antippen der Haut bedient werden. Aber auch ohne projezierte Tasten funktioniert das System: Durch Tippen auf verschiedene Stellen des Armes können unterschiedliche Befehle erzeugt werden. Oder Sie tippen auf einzelne Finger und erteilen damit jeweils einen anderen Befehl. Das Ergebnis sehen Sie dann wieder auf einem Bildschirm, den Sie beliebig projezieren können. FOCUS-online hat einen Ausschnitt aus dem Originalvideo als deutsche Version auf youtube gestellt.