Schlagwort-Archive: Roboter

Toll, was Google-Roboter schon können!

Google forscht auf vielen Gebieten. Was die neue Roboter-Generation schon kann, ist wirklich beeindruckend! Auf unwegsamem Gelände, gefoppt und niedergestoßen, alles verkraftet dieser Automat. Und das, ohne ärgerlich zu werden! Die Einsatzmöglichkeiten für solche „persönlichen Diener“ sind natürlich bestechend. Besonders für immer wiederkehrende Tätigkeiten, die für Menschen auf Dauer eher lähmend sind, bringen diese neuen Helfer Entlastung. Nachdem dieser Vorteil seit Jahren/Jahrzehnten in der Wirtschaft genutzt wird, ist es Zeit, dass Roboter auch (zu einem leistbaren Preis) im Haushalt Einzug halten.

Medizinische Roboter im Vormarsch

Schon im Januar 2007 hatte ich darüber berichtet, wie Roboter Ärzte unterstützen, nicht ersetzen.
Medizinische Roboter sind hauptsächlich dadurch bekannt geworden, dass man z.B. über eine in Deutschland durchgeführte Operation, bei welcher der Operateur auf einem anderen Kontinent sitzt, natürlich vortrefflich berichten kann. Sogar Versuche für Roboteroperationen im Weltraum wurden schon gemacht. Profaner ist jedoch der Klinikalltag, bei dem Roboter seit vielen Jahren bereits Operateure dort unterstützen, wo Roboter das kleinste Zittern menschlicher Hände ausgleichen können und wo es auf höchste Präzision bei kleinstem Raum ankommt. Heute werden speziell die amerikanischen daVinci-Roboter für Prostataoperationen bei Männern und Gebärmutterentfernungen bei Frauen eingesetzt. Solche Operationen sind zwar noch knapp 2.000 EUR teurer als die herkömmlichen minimal-invasiven, aber es lässt sich damit natürlich gut für die betreffende Klinik werben. Japanische Roboterfirmen dringen auch verstärkt in den Medizinbereich vor und bieten Roboter an, die in Laboren die Blutanalysen machen.

http://www.youtube.com/watch?v=vgg03SDy6Zs
[youtube vgg03SDy6Zs]

Roboter für Klein- und Mittelbetriebe

Die amerikanische Firma Rethink Robotics hat einen Roboter namens Baxter vorgestellt, der ohne Softwareprogramm für spezielle Aufgaben in einer Firma eingeschult werden kann, nur indem man ihm vorzeigt, was er machen soll. Er ist sogar mit gesundem ‚Roboterverstand‘ ausgerüstet. Der befiehlt ihm, langsamer zu werden, wenn ein Mensch in seine Nähe kommt. Und er bleibt sofort stehen, wenn er mit einem Menschen in Berührung kommt. Kaum geliefert und ausgepackt, kann man ihm in weniger als einer Stunde beibringen, was er zu tun hat. Da er sehr schnell lernt, kann er auch verschiedene Tätigkeiten in unterschiedlichen Räumen an einem Tag ausführen. Er ist also universell einsetzbar. Und kostet nur ca. USD 22.000,00. Was für einen zweiarmigen Roboter nicht viel ist.

http://www.youtube.com/watch?v=rjPFqkFyrOY&feature=player_embedded
[youtube rjPFqkFyrOY&feature=player_embedded]

Für Roboterfreaks hier noch zwei Videos: Der Asimo von Sony kann schon erstaunlich viel, z.B. Geige spielen, er kann aber auch fallen . Ich finde ihn toll, das einzige was mich stört ist sein ‚bekackter‘ Gang. Die Halbhocke im Gehen und Stehen ist offenbar dem Gleichgewicht geschuldet. Möglicherweise würde er umfallen, wenn er aufrecht steht.

Wie Rollstuhlfahrer stehen statt zu sitzen

Einen tollen Ansatz zur Erhöhung der Mobilität für Rollstuhlfahrer habe ich bei Creax gefunden:
Ein Roboter hilft dem Rollstuhlfahrer aufzustehen und fährt ihn stehend umher.
1. Der Fahrer kann beide Hände benützen und viele Tätigkeiten ausüben, die ihm bisher nicht möglich waren.
2. Jeder Wirbelsäulengeschädigte sollte pro Tag etliche Aufstehübungen machen, die den meisten sehr schwer fallen. Sobald aber der Rollstuhlfahrer damit alle möglichen Dinge in der Wohnung erledigen kann, werden diese Übungen automatisch absolviert und Kreislauf, Blutdruck sowie Gleichgewicht verbessert.
3. Das Gerät (erinnert stark an Segway) benötigt nur 1/3 der Bodenfläche eines herkömmlichen Rollstuhls und ist daher sehr wendig.
4. Es ist eine starke psychologische Hilfe, da viele sozialen Kontakte auf Augenhöhe ermöglicht werden.

Kleingeister melden natürlich sofort: Zu schwer, um es mitzunehmen. Geht nicht über Schwellen oder unebenen Boden geschweige denn über Treppen. Kostet sicher zuviel. Vielleicht kippt es doch…

Nichtsdestotrotz: Das könnte die Basis für einen externen Stützkörper sein, der sicher noch leichter und flexibler werden wird – wahrscheinlich eines Tages als vollelektronische Rüstung Gehbehinderten eine wunderbare Hilfe sein kann!

Sehen Sie sich das Video an. Es besteht aus einem kurzen Part zum Einstieg und einem längeren Teil, falls Sie Details wissen möchten.


[youtube _gb5poTdUMg]

Sieht aus wie ein Korkenzieher

mikro-roboter.jpgSchon längere Zeit habe ich nichts mehr aus dem medizinischen Bereich berichtet. Jetzt habe ich bei ‚more inspiration‚ etwas Interessantes entdeckt: Roboter in Bakteriengröße, die zu medizinischen Zwecken im menschlichen Körper eingesetzt werden sollen, z.B. um Blutgefäße von Ablagerungen zu befreien.

Allerdings berichten die Forscher, dass die punktgenaue Steuerung dieser Miniroboter noch perfektioniert werden muss, um diese ganz sicher an den jeweils gewünschten Einsatzort zu bugsieren.

Diese Miniroboter sind so klein, dass sie nur unter dem Mikroskop gesehen werden können. Schweizer Forscher am Institut für Robotics und intelligente Systeme der ETH Zürich haben sich Bakterien zum Vorbild genommen. Nur sollen diese ‚künstlichen Bakterien‘ (Artificial Bacterial Flagella ABF) statt krank zu machen das genaue Gegenteil bewirken, nämlich heilen!

Durch leichten Magnetismus von verwendetem Nickel können diese ABFs durch Flüssigkeiten hindurchgesteuert werden. Natürlich ließen sich dann auch medizinische Substanzen im Körper herumtransportieren oder Zellstrukturen durchdringen, die aus heutiger Sicht nicht so leicht zu  penetrieren sind.

[Foto: ScienceDaily]