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Radikal in der Personalentwicklung

Gute Mitarbeiter braucht man meistens dringend in der Firma. Kaum sind sie einmal zwei Wochen auf Urlaub, gehen sie schon an allen Ecken und Enden ab! Da gehört schon eine gehörige Portion Mut dazu, solche Mitarbeiter gezielt von der Firma in die Welt hinaus zu schicken. Bei der deutschen Firma Wittenstein läuft ein Projekt namens ‚Pioniere auf der Walz‘. Dabei können sich Mitarbeiter aussuchen, wohin sie bis zu drei Monate lang reisen möchten. Sie sollen das mit dem Ziel tun, etwas im Ausland kennen zu lernen, was sie brennend interessiert. Das Unternehmen zahlt ihnen ihren Lohn weiter, berappt auch die Reisekosten und legt pro Monat nochmals € 1.500,00 drauf. Unglaublich!?!


[youtube r6za65k-mGY&list=FL5KuAKrD1kJaIxzGtmgvObg&index=0&feature=plcp]

Weil Wittenstein mehr als die Hälfte seines Umsatzes im Ausland macht, sollen Mitarbeiter angeregt werden, fremde Menschen und deren Lebensbedingungen zu erforschen. Voller neuer Erkenntnisse kehren sie nach Hause zurück und können so interessante Impulse für ihre Arbeit von außen mitbringen. Was ist nun neu daran, denn die Walz ist ja seit Jahrhunderten bekannt?

Das Radikale daran ist, das die uns bekannte Walz von Gesellen nach abgeschlossener Lehre begonnen hat und Voraussetzung für die Zulassung zum Meister  war. Und jetzt schickt Wittenstein Mitarbeiter auf die Reise, die schon mitten im Berufsleben stehen. Die Wandergesellen mussten auf der Reise darben, Wittensteins Pioniere haben ein gesichertes Einkommen und einen Bonus.

Einer dieser Pioniere ist übrigens nach Israel gereist, um ein Projekt zu erforschen, das hier im Blog schon beschrieben wurde, nämlich das Konzept der Elektroautos ‚Better Place‘.

[Quelle: Der Blog von Förster & Kreuz]

In 12 Minuten von Zürich nach Bern!

Das Thema ‚Magnetschwebebahn‘ wird in Europa mit mildem Lächeln quittiert, vor allem seitdem der letzte Versuch, ein Transrapid-Projekt von München zum Flughafen in Erding zu installieren, gescheitert ist. Deshalb möchte ich Ihr Augenmerk auf ein anderes Projekt richten, das gewisse Nachteile des Transrapid vermeidet, indem es unter die Erde in Vakuumröhren ausweicht: Es handelt sich um die Swissmetro, auch das Flugzeug ohne Flügel genannt. Details am besten im Video, auch wenn dieses schon 2001 gedreht wurde und nicht mehr alle Dinge stimmen (z.B. die erste Strecke soll Zürich-Bern werden, damals hieß es noch Zürich-Basel).

http://youtube uCRGJmAEiOM

Im Jahr 2007 berichtet Swissmetro nicht viel Neues. Möglicherweise ist Ihnen die Rekordfahrt des französischen TGV vom 3.4.2007 mit 574,8 kmh in die Glieder gefahren!

http://youtube 8skXT5NQzCg

Die Konkurrenz eines schon bestehenden Netzes in punkto Geschwindigkeit ist für Swissmetro natürlich groß. Aber die Auswirkungen eines Zuges, der mit rund 570 kmh durch die Landschaft rast, sind schon im Video zu erahnen. Abgesehen von der ungeheuren Lärmentwicklung zieht der Zug alles Mögliche wie ein Staubsauger mit sich.

Deshalb bleibt meines Erachtens die unterirdische Variante weiter interessant. In zahlreichen Blogeinträgen wird das Für und Wider kommentiert. Als größte Hürde (Kostenfaktor) wird die Aufrechterhaltung eines Vakuums in den Röhren gesehen. Sollte es jemals Realität werden, ist es auf jeden Fall eine Radikale Innovation, auch wenn hier nur (!) eine Magnetschwebebahn mit einer Art Rohrpostsystem kombiniert wird (Ich weiß schon, dort wird Druckluft verwendet, bei Swissmetro Vakuum oder Teilvakuum). Aber beide transportieren etwas sehr schnell durch Röhren.