Schlagwort-Archive: Operation

Kleinster Herzschrittmacher der Welt

Gerade wurden 4 Exemplare davon erstmals im Linzer AKH eingesetzt. Aber nicht wie bisher in eine Tasche unter der Haut, sondern über eine Punktion in der Leiste durch eine Vene bis ins Herzen vorgeschoben. Der Schrittmacher der amerikanischen Firma Medtronic hat etwa die Größe einer Vitamintablette und kleine Widerhaken, mit denen er im Herzen ‚angehängt‘ werden kann. Die Linzer Ärzte hatten sich in einem aufwändigen Auswahlverfahren gegen hunderte anderer Bewerber durchgesetzt und den Zuschlag für die ersten Versuche ‚am Menschen‘ erhalten, nachdem sie bereits erfolgreich an Schweinen bewiesen hatten, dass sie den Vorgang wirklich gut beherrschen.


[youtube uJRdQUTHs_Y]

Für die Patienten ist das nun nicht mehr eine Operation im herkömmlichen Sinn, der Aufwand vergleichbar mit der Einführung eines Stents. Im besten Fall kann der Patient nach einem Tag bereits aufstehen und das Spital verlassen. Außerdem fällt das Gefahrenpotential herkömmlicher Schrittmacher weg wie Infektionsgefahr oder dass ein Schlauch die Lunge perforiert. Die Batterie soll 10 Jahre halten, bald soll es auch Batterien mit 15-jähriger Laufzeit geben. Allerdings eignet sich der Micra (so der Name des Winzlings) nur für Patienten mit geringen Indikationen für einen Schrittmacher, nicht jedoch für solche, die einen Zweikammern-Schrittmacher brauchen.

Bleibt noch die Frage offen: Wie tauscht man diese Mini-Schrittmacher nach 10-15 Jahren aus, wo sie doch mit Widerhaken im Herzen hängen?

Zähne in einer Stunde…

Foto: Franco Giovanella, Brazil…verspricht ein computergestütztes Verfahren namens ‚NobelGuide‘. Ich habe gedacht, ich sehe nicht recht, als ich auf den Artikel in News 39/06 aufmerksam wurde. Mit meinen vor einigen Jahren eingesetzten Zahnimplantaten bin ich hochzufrieden, der Weg dorthin dauerte allerdings rund 4 Monate. Das Zahnfleisch musste aufgeschnitten und ausgeklappt werden. Dann kam die ‚Einheilzeit‘ bis endlich das Implantat eingesetzt werden konnte. Heute geht das alles in einer einzigen Behandlung. Und Sie können auch sofort danach wieder essen. Angeblich sogar in einen Apfel beißen.

Entwickelt wurde das neue Verfahren von Nobel Biocare, dem Weltmarktführer bei innovativen Dentallösungen. Was bisher während der Operation an Denkarbeit vom Zahnarzt zu leisten war, wird im Vorfeld durch ein computergestütztes CAD/CAM-Verfahren vorbereitet. Der Arzt arbeitet mit einer für ihn angefertigten Bohrschablone, die auch sicherstellt, dass der Nerv nicht verletzt wird. Und nach 1 Stunde wandert der Patient frohgemut aus der Ordination. Näheres bei http://www.nobelsmile.at/de_at/

Für 2030 könnte die Forschung angeblich soweit sein, dass im Labor künstliche Zähne gezüchtet werden können, die auf der DNA des jeweiligen Patienten basieren!