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Das Telefon im Wandel der Zeit

Das Telefon, ursprünglich als sinnloses Spielzeug belächelt, später zum größten ‚Automaten’ der Welt mutiert, hat unsere Gesellschaft radikal verändert. Sich über Kontinente hinweg mit anderen Menschen in Verbindung setzen zu können, hat neben dem privaten Bedarf natürlich auch das Geschäftsleben erheblich beeinflusst. Und zur Globalisierung beigetragen. Informationen im Sekundentakt um die ganze Welt zu schicken, wirkt sich auf Geldgeschäfte, Kriegsschauplätze und Forschungsprojekte gleichermaßen aus.

Wurde das Festnetz früher noch manuell verbunden (durch das Fräulein vom Amt), konnte man diesen Luxus später nur mehr im Hotel, in der Firma oder in einem sehr rückständigen Land genießen.

Das Telefon hing zuerst an der Wand, stand dann am Tisch und ist heute größtenteils mobil (bei manchen hängt es nur mehr am Ohr oder in einer Halterung).

Einschneidende Veränderungen waren außerdem:

Vom Einzeltelefon zur Telefonanlage

Anrufbeantworter (Mensch oder Maschine)

Umstellung von der Wahlscheibe auf eine Nummerntastatur

Umstellung vom Analog- zum Digitaltelefon

Entwicklung des Schnurlostelefons

Entwicklung des Mobiltelefons

Entwicklung des Smartphones

Außerdem dient in vielen Fällen die Telefonleitung als Kontakt zum Internet. Mittlerweile auch die mobile Telefonleitung. Dieser verdanken wir auch die boomenden Smartphones, die sich zu Allzweckgeräten entwickeln.

Digitale Fotografie

Gerade habe ich einem Kollegen das Prinzip der disruptiven Innovation erklärt, die einen Markt mit einer neuen Technologie von unten aufrollt. Anfänglich ist die neue Technologie noch mit vielen Macken behaftet und wird von den etablierten Firmen nicht ernst genommen. So geschehen im Bereich der digitalen Fotografie. Jahrelang wurde sie von Kodak und Konsorten belächelt und war auch wirklich in der Qualität nicht vergleichbar. Aber nach und nach wurde die Qualität besser, solange bis eine gewisse Käuferschicht mit relativ geringen Qualitätsansprüchen auf digital umstieg. Und mit den Erfahrungen der ständig steigenden Käuferschar wurde die Qualität jedes Jahr besser und besser. Neue Verwendungszwecke wurden entdeckt und die Vorteile der Bearbeitung erkannt. In dem Moment wo Profis sich diese Vorteile zu eigen machten, war es um die Fotografie alten Stils geschehen. Sie konnte sich noch kurze Zeit mit Qualitätsverbesserungen halten, aber diese wurden irgendwann unbezahlbar. Die digitale Fotografie hatte das Massengeschäft übernommen.

Über den Einbau in Mobiltelefone wurden neue Kundenschichten gewonnen. Anfänglich zwar auch mit Kameras zweifelhafter Qualität. Selbst das iPhone 3G (obwohl durchaus eine starke Marke) hat sich bei seiner ersten Kamera nicht mit Ruhm bekleckert. Das neue iPhone 4 besitzt jetzt schon eine 5 Megapixel-Kamera, die sehr schöne Bilder macht. Und Videos in HD-Qualität.

So macht kombinieren Spaß!

Robert Basic schreibt gestern in seinem Blog ‚Basic Thinking‘ über ein Multifunktionsgerät namens Modu. Er selbst hat es bei LunchoverIP gefunden. Eigentlich ist es ein Mobiltelefon (erfunden durch den Israeli Dov Moran). Der Clou ist aber, dass ein cooles Teil als Zentraleinheit wirkt, das durch Einschieben in unterschiedliche ‚Mäntel bzw. Jacken‘ zu einer Spielkonsole, einem MP3-Player, einem Navi, einem Laufmessgerät, einem Bürotelefon, einem Kindertelefon usw. wird. Damit soll verhindert werden, dass man sich ein Telefon anschafft, dass nur in einem Lebensbereich optimal wirkt. Hier ein kurzes Video zu diesem Thema, in dem man sehr schön die unterschiedlichen ‚Jacken‘ und Verwendungszwecke sehen kann.

Modu will vorerst die ‚Jacken‘ selbst herstellen, später ist durchaus an Beteiligung Dritter gedacht.
Mehr über Modu auf deren Blog.

[TRIZ-Lösungsprinzip Nr. 5=Kopplung (Vereinen) und Nr. 6=Universalität]