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Lass‘ ein wesentliches Teil weg…

emonsdoppeldeckerlkw.jpg…ist einer der Ansätze von ASIT (Advanced Systematic Inventive Thinking), um Innovationen anzudenken. Dort wird es

Objektentfernung (Subtraction oder Trimming) genannt. Die anderen sind Vereinheitlichung, Multiplikation, Division und Symmetriebrechen.

Ein gutes Beispiel für das Weglassen eines wesentlichen Teils – nämlich starrer Achsen bei einem LKW – habe ich bei CREAX gefunden. Das dient dazu, die Ladefläche des LKW extrem absenken zu können und dadurch eine Art ‚Doppeldecker‘ zu ermöglichen, der 54 Europaletten oder 87 Rollcontainer fassen kann. 21 Tonnen sind möglich. Jedes Rad hat Einzelaufhängung. Die Firma Emons in Holland hat dieses Konzept 2WIN entwickelt, das eine wesentlich bessere Ausnutzung eines LKWs garantiert. Die Fahrer können durch den eingebauten Lift die Ware selbst aus- und einladen oder z.B. direkt von einer Rampe in den oberen Bereich einstapeln. Sogar ein kleiner Stapler wird mitgeführt.

[ASIT-Prinzip ‚Objektentfernung‘]

Container sind eine tolle Erfindung

ContainerDie Möglichkeit, jede nur erdenkliche Ware in einem einheitlichen Behälter zu transportieren, hat die Transportwirtschaft seinerzeit revolutioniert. Laut Wikipedia hat sich der US-Amerikaner Malcolm P. McLean im Jahr 1937 damit beschäftigt, wie man die doch eher mühseligen Umladearbeiten auf Seehäfen verkürzen könnte. Das Löschen einer Schiffsladung hat früher oft mehrere Tage gedauert. Wie so oft, hat sich das eigentliche Endresultat erst etappenweise entwickelt: Zuerst verlud McLean komplette LKWs, später schlankte er auf Anhänger samt Aufbau ab, um in der dritten Etappe nur mehr die Aufbauten selbst zu verladen. Jetzt wurden die Aufbauten noch standardisiert, stapel- und verriegelbar gemacht – und schon war eine Erfindung geboren, die die Transportwirtschaft weltweit revolutionieren sollte. Galten ursprünglich nur amerikanische Maße, so erfreut sich heute doch der ISO-Container der größten Verbreitung.

Mittlerweile gibt es gigantische Containerschiffe: die dänische Emma Maersk schafft 11.000 20-Fuß-Standardcontainer (TEU) und kann in Bremerhaven in 16 Stunden be- und entladen werden. Die Standardisierung hat natürlich auch den weiteren Transportweg auf Bahn und LKWs erheblich vereinfacht. Trotzdem haben sich durch Spezialisierungen mittlerweile wieder eine Unzahl von Spezialcontainern entwickelt, die auf das jeweils zu transportierende Gut abgestimmt sind. Aber auch andere Formate wurden überlegt, z.B. der 45-Fuß-Container, weil dieser die LKW-Chassis besser ausnutzt und vielleicht den klassischen LKW-Sattelaufleger einmal ablösen soll.

[Foto: Wikipedia ]

Pack die Pisse in den Tank!

Foto: peter -petrov- zelei - hauser, BudapestIn Abwandlung eines altbekannten Werbespruchs („Pack den Tiger in den Tank“) macht sich die österreichische OMV nun für ein Produkt stark, das sie unter dem Namen ‚AdBlue‘ vertreibt. Bei LKWs wird in einen zusätzlichen Tank die Harnstofflösung AdBlue eingefüllt, die dann automatisch in das Abgassystem eingedüst wird. Durch eine spezielle Technik (Selective Catalytic Reduction) werden schädliche Partikel stark reduziert. Außerdem soll auch noch Treibstoff eingespart werden können.

Nicht ganz klar ist, warum die OMV das Produkt ‚AdBlue‘ nennt. Nein, es ist auch nicht gelb, wie man vermuten könnte, sondern farblos, da der Harnstoff mit vollentsalztem Wasser vermischt wird. Kryptisch vermeldet die OMV einfach: „Die Zukunft ist blau“. Obwohl doch bei der OMV alles blau/grün ist!

Dass Harnstoff für den Boden nützlich sein muss, merke ich jedes Mal, wenn der Bauer am Nachbarsgrund die Jauche verteilt und uns mit furchtbarem Gestank einnebelt. Bevorzugt sucht er sich dafür das Wochenende aus! Was ich allerdings nicht wusste: Dass Harnstoff der Industrie schon seit langem als Schadstoffkiller dient. Am meisten im Düngemittelbereich und bei Futtermittelzusatz. Aber auch in der Kunststoff-, Textil- und Pharmaindustrie.