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Automatisch ans Ziel

Wer wird schneller die Zulassung durch die Behörden erhalten, das fahrerlose Auto oder das fahrerlose Schiff? Google hat es in einigen amerikanischen Staaten schon geschafft, ist aber kein richtiges Auto mehr. Der Ansatz von Google ist recht radikal, denn sie lassen gleich das Lenkrad und einige andere Dinge weg, die wir von einem Automobil gewohnt sind. Wenn auch Google mit seinem Fahrzeug schon seit längerer Zeit durch die Gegend tourt, so tippe ich doch eher auf Containerschiffe. Angeblich sollen diese völlig ohne Mannschaft an Bord von einem Ort zum anderen gelotst werden. D.h. eigentlich selbständig fahren bzw. alles den Computer entscheiden lassen. Erst wenn außergewöhnliche Umstände eintreten, soll ein Mensch als Lotse per Fernsteuerung die Verantwortung übernehmen.


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Einige Automobilhersteller fahren schon mit Versuchs-Autos durch die Lande. Trotzdem: Nach etlichen Gesprächen im Bekanntenkreis weiß ich: Die meisten haben arge Bedenken, das Lenkrad aus der Hand zu geben. Auch Autotester berichten vom mulmigen Gefühl, wenn sie tatenlos zusehen müssen, wie das Auto selbständig blinkt und anschließend ausschert, um einen LKW zu überholen. 

Das fahrerlose Auto…

…gibt es zwar noch nicht, aber mehr und mehr elektronische Systeme nehmen dem Autofahrer bestimmte Aufgaben ab oder unterstützen ihn bei der Fahrt. Seit vielen Jahren gibt es bereits den Tempomat, der die Geschwindigkeit automatisch regelt. Seit einiger Zeit wird dieser auch mit Abstandhalter angeboten, allerdings bisher nur bei teureren Fahrzeugen. Kommt man dem Vordermann zu nahe, bremst das System sanft ab. Schert jemand aus der Nachbarkolonne aus, bremst das System schon etwas abrupter. Kolonnenfahren im Stadtverkehr (Stop an Go) erledigt das System ganz alleine, der Fahrer kann sogar die Hände vom Lenkrad nehmen.

Es ist übrigens toll, was es alles schon gibt: Müdigkeitswarner, Lichtassistent, Nachtsichtassistent, Notbremsassistent, Parkassistent, Spurhalteassistent, Spurwechselassistent und Verkehrszeichenassistent. Eine schöne Übersicht, welche Automarke was anbietet, gibt es bei www.bester-beifahrer.de.

Das kommt meinen Vorstellungen schon sehr nahe: Ich möchte mich z.B. nach der Autobahnauffahrt in Salzburg in eine Fahrzeugkolonne einreihen und 300Km bis Wien fahren, ohne dass ich selbst aktiv werden muss. Erst bei der Autobahnabfahrt greife ich wieder zum Lenkrad. Also etwas, das Flugzeuge schon seit Jahrzehnten beherrschen. Natürlich sind im Luftraum die Abstände zum Nachbarflugzeug viel größer, aber dafür sind auch die Geschwindigkeiten höher.

Aktualisierung Juli 2013: Mein Traum wird wahr: Die Briten experimentieren noch 2013 mit fahrerlosen Autos!
[Quelle: futurezone.at]