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IKEA Guerilla Marketing

Spannend, was IKEA sich alles für ‚Radikale Innovationen‘ in Bezug auf Guerilla Marketing einfallen lässt. Wobei die Anwendung von ‚Guerilla Marketing‘ selbst schon für viele Firmen eine radikale Innovation darstellt. IKEA dekorierte z.B. in Manhattan Bushaltestellen, Gehsteige und Wiesen, stellte gefüllte Trinknäpfe für Hunde zur Verfügung und behängte Haltestangen in der U-Bahn mit Topflappen-Handschuhen (siehe Video). Im Frühjahr wurden Haltestellen in der Pariser Metro mit IKEA-Möbeln ausgestattet (siehe Video).

In Köln mischten sich 7 als Kartons verkleidete Teilnehmer in einen Karnevalsumzug und deren Helfer verteilten blaue IKEA-Tragetaschen, um für eine neue IKEA-Filiale zu werben (siehe Video).

Eine andere Idee von IKEA, die für starke Aufregung sorgte: Man nehme einen Film mit weltbekannten Schauspielern, statte einen Zuschauer im Kino mit einer speziellen Dia-Projektionslampe aus und lasse diesen ca. 3 Mal während des Films Produktnamen und -preise auf die entsprechenden Gegenstände im Film projezieren, um danach am Ausgang den IKEA-Katalog zu verteilen. Die Kommetare zu diesem Video reichen von ‚Gigantisch‘ bis zu ‚So eine Sauerei!‘.  Die Idee ist eher abgefahren, es könnte sich um einen Fake handeln. Oder der erste IKEA-Kinokatalog ist nur ein netter Werbefilm.

[youtube pxwZJH2S86g]

Sicher ein Fake dürften allerdings die von einer anderen Möbelkette (Conforama) über Paris per Fallschirm abgeworfenen Möbel sein (siehe Video). Vielleicht auch nur ein getürkter Werbefilm. Zumindest waren dann alle angeblich abgeworfenen Möbelstücke (samt Tragegurten und Fallschirmen) in den Auslagen der Conforama-Filiale am Pont-Neuf zu bewundern.

Hotelzimmer der Zukunft

Kaum aus dem Süden zurück, fasziniert mich eine Meldung, die ich bei Burkhard Schneider gefunden habe:

hotelzimmer-der-zukunft.jpg

Lindner Hotels und die Fraunhofer Gesellschaft Duisburg aus Deutschland entwickeln gemeinsam in Future Labs verschiedene Perspektiven, wie die Hotelzimmer der Zukunft aussehen werden. Runde Formen, Relax-Räume in der Mitte, Roboter zur Bedienung und Zimmer, die den unterschiedlichsten Anforderungen (von Einzelzimmer bis zur Familiensuite) jeweils angepasst werden können. D.h. der Gast stellt sich seinen Zimmerwunsch in Modulbauweise zusammen. Um in diesem Konzept möglichst hohe Flexibilität anbieten zu können, müssen einige Gewohnheiten von früher über Bord geworfen werden, sprich: es muss radikal gedacht werden! Wie mache ich aus einer Dusche einen Waschtisch, aus dem WC ein Bidet, aus dem Bett vielleicht sogar eine Badewanne? Alles soll in der Wand verschwinden, aber das braucht viel Platz (der viel kostet). Ein Konzept der individuellen Möblierung habe ich an anderer Stelle in diesem Blog schon beschrieben.

Das entspricht ganz dem Trend der Industrie, jedem Kunden sein individuelles Produkt zu liefern. Wer dies zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten hinkriegt, wird in Zukunft vorne mit dabei sein. Interessant ist, dass ab November Testpersonen die verschiedenen Zukunftsmodelle im Duisburger inHaus ausprobieren können und deren Anregungen in die weitere Entwicklung einfließen.

[Foto: LAVA/Fraunhofer]