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Computer über die Haut steuern

FH-Student Robert Maier hat mich darauf aufmerksam gemacht: Microsoft und Wissenschafter der Pittsburgh University arbeiten an einer gänzlich neuen Computersteuerung namens ‚Skinput‘. Mittels eines Beamers in einer Manschette am Oberarm wird z.B. eine Tastatur auf den Unterarm oder die Hand projeziert, dort können die Tasten durch einfaches Antippen der Haut bedient werden. Aber auch ohne projezierte Tasten funktioniert das System: Durch Tippen auf verschiedene Stellen des Armes können unterschiedliche Befehle erzeugt werden. Oder Sie tippen auf einzelne Finger und erteilen damit jeweils einen anderen Befehl. Das Ergebnis sehen Sie dann wieder auf einem Bildschirm, den Sie beliebig projezieren können. FOCUS-online hat einen Ausschnitt aus dem Originalvideo als deutsche Version auf youtube gestellt.

Der Schreibtisch im Computer

Robert Maier, Student an der FH Salzburg, hat mich darauf hingewiesen:

http://www.youtube.com/watch?v=M0ODskdEPnQ

[youtube M0ODskdEPnQ]

Jetzt habe ich endlich die gewohnte Unordnung vom Schreibtisch auch im Desktop! Aber was für eine Verbesserung: Ich brauche nur ein Suchwort einzugeben und schon findet das System meine Info, die ich so dringend brauche. Auch kann ich die Stöße, die ich am Schreibtisch staple, verkleinern und hin und her schieben. Ich kann Seiten blättern und bestimmte Unterlagen auch an eine Pinnwand heften, damit ich mich sofort daran erinnere. Ich kann Dokumente bzw. einzelne Blätter falten und- kurz vor dem endgültigen Wegwerfen – auch zerknüllen! Ich kann sie mit einem ‚Lasso‘ einfangen, nach unterschiedlichsten Prinzipien ordnen und eigene Stapel bilden für Dokumente, die ich gemeinsam aufbewahren möchte. Natürlich können Sie sagen: Das kann ich doch am Schreibtisch auch! Aber die digitale Umsetzung ermöglicht bedeutend mehr als mit Dokumenten auf Papier möglich ist. Und sie setzen keinen Staub an!

Wenn Sie sich zum Probieren die kostenlose Betaversion von BumpTop herunterladen, kann es Ihnen allerdings passieren, dass Ihre alten Treiber die 3D-Animationen nicht umsetzen können. BumpTop schlägt Ihnen zwar verschiedene Varianten vor, aber den richtigen Treiber zu finden (ohne dafür Geld auszugeben) ist nicht so einfach. Ich habe es bis jetzt noch nicht geschafft!

Zahl 2, nimm 1

Hier soll einmal eine Marketingaktivität vorgestellt werden, die dem üblichen ‚Naturalrabatt'(=Nimm 2, zahl 1) diametral entgegengesetzt ist. Und fast wie der Stein der Weisen anmutet: Bei Burkhard Schneider habe ich gelesen, dass es die im Jahr 2007 lancierte Aktion ‚Give one – get one‘ für das von Nicholas Negroponte initiierte Projekt ‚One Laptop Per Child (OLPC)‘ auch heuer geben wird, diesmal können sogar Europäer mitmachen. Allerdings nur über die britische Amazon-Site.

Der für Entwicklungsländer konzipierte sogenannte ‚100Dollar-Computer‘ (der immer noch fast 200 Dollar kostet) ist ein tolles Ding und soll hauptsächlich über Schulen an die Kinder gebracht werden.
In Österreich hat sich ein Team gebildet, das dieses Projekt unterstützt. Der OLPC XO war auch 2008 auf der Cebit in Hannover zu sehen. Dazu gibt es ein Video:

[youtube yE5xHk4W9hM]

Da man verhindern möchte, dass sich Menschen aus ‚reichen‘ Ländern mit preisgünstigen Laptops eindecken, andererseits aber noch nicht genügend Sponsoren aufgetrieben werden konnten, um die nötige Menge dieser Laptops spenden zu können, lautet das Konzept: Du kannst in Europa einen Laptop OLPX XO um ca. 320 Euro kaufen und zahlst in Wirklichkeit 2 Stück – einen bekommst du und einen ein Kind in einem Entwicklungsland.

In diesem OLPC XO sind übrigens einige tolle Dinge verwirklicht:

– er braucht fast überhaupt keinen Strom (und lädt sich über Solarzellen auf),

– er ist sehr stabil und hält diversen Witterungseinflüssen stand,

– das Display ist auch bei starker Sonneneinstrahlung lesbar (und als eBook-Reader verwendbar),

– er ist absolut für Kinder zwischen 6-12 Jahren konzipiert und sehr intuitiv bedienbar (auch für Kinder, die noch nicht lesen können),

– er kann einfach mit anderen Laptops aus der Klasse (oder dem Dorf) verlinkt werden,

– er kann mit dem Internet verbunden werden.

Aktualisierung Juni 2012: Negroponte setzt in Zukunft auf Tablets, da diese von Kindern intuitiv zu bedienen sind und keine Anleitung durch Erwachsene benötigen.

[ASIT-Prinzip: Task Unification – Verbinden von Funktionen]
[TRIZ-Lösungsprinzip Nr. 5: Vereinen/Koppeln, Nr. 26: Kopieren]

Flexible Tastatur

In der Entwicklung von Computertastaturen kann man sehr gut Vorgänge erkennen, die Genrich Altshuller schon vor vielen Jahren in seinen Evolutionsprinzipien erarbeitet hat.

iFrog von FrogPadWar die erste Tastatur (an Schreibautomaten) noch mit dem ComputerFlexitastatur.jpg verbunden, wurde die nächste Generation schon vom Hauptgerät abgetrennt. Die vorerst gerade und feste Variante wurde plötzlich ergonomischer und teilte sich in der Mitte. Heute ist die Tastatur oft gar nicht mehr durch Kabel mit dem eigentlichen Computer verbunden, sondern kann mittels Bluetooth von ganz woanders im Raum bedient werden. Aber die wirklich radikalen Veränderung sind Einhandtastaturen und flexible Tastaturen.

LasertastaturUnd das Nonplusultra ist die virtuelle Tastatur (nach Altshullers TRIZ mit dem eingebautem Widerspruch): Sie ist da, aber doch nicht da. Weil sie sich eines ‚Felds‘ bedient. D.h. Sie schreiben auf einer Tastatur, die auf eine glatte Fläche projiziert wird. Anfänglich noch gewöhnungsbedürftig, weil der gewohnte Tastaturwiderstand fehlt (der uns meldet, dass wir diesen Buchstaben erfolgreich gedrückt haben). Aber so etwas kann man ja auch akustisch rückmelden.