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Eine Karte für alle

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Was meine Studenten an der Fachhochschule Salzburg bereits in unterschiedlichen Semestern als Projektarbeit erfunden haben, wird jetzt gerade in Amerika Wirklichkeit und soll Mitte dieses Jahres endgültig an den Start gehen: Die universelle Karte, die alle anderen Kredit- und Kundenkarten vereint. Mittlerweile ist ja der Wust an Kreditkarten, den jeder mit sich herumschleppt, schon wirklich ärgerlich geworden. Deshalb bin ich schon sehr gespannt, ob diese Lösung, die angeblich bei der Vorausbestellung nach 40 Minuten schon 50.000 USD Umsatz erreicht hatte, auch außerhalb der USA klaglos funktioniert.

[Aktualisierung 1.9.2014] Coin wird gerade an seine Unterstützer ausgeliefert. Wie befürchtet, funktioniert es nur mit Magnetstreifen, nicht mit Chipkarte. Da aber in Europa nahezu nur mehr mit Chipkarten gearbeitet wird, habe ich meine Vorbestellung storniert. Das war problemlos möglich und innerhalb einer Woche bekam ich von VISA die gesamten von mir eingezahlten 55 USD wieder gutgeschrieben. Da sich die Zeichen mehren, dass Apple mit dem iPhone in den Bezahlmarkt einsteigen wird, bin ich darüber nicht böse und sehe dort eine noch bequemere Möglichkeit. Allerdings kann es sein, dass Coin dadurch in ein bis zwei Jahren stark in Bedrängnis kommen wird. Denn wenn Apple eines beherrscht, dann ist es „einfache Bedienung“. Und über iTunes hat Apple schon Millionen von Kreditkartendaten, sogar in einem geschlossenem System!

Leider lässt sich derzeit in die Karte namens „One Coin for All“ noch keine wiederaufladbare Batterie einbauen. Deshalb wird die Lebensdauer der Karte auch nur mit ca. 2 Jahren angegeben und diese muss dann wieder neu gekauft werden. Was bei einem angestrebten Preis von 100 USD doch heftig ist. Die Vorausbesteller bekommen die Karte allerdings noch um 55 USD inklusive Zustellung.

Die Funktionen sind im folgenden Video recht schön beschrieben.


[youtube w9Sx34swEG0]

[Quelle: bizforward]

Crowdfunding ist in aller Munde

Geld einsammeln und von Banken unabhängig sein, dafür gibt es heute im Internet bereits zahlreiche Portale. Aber nirgends geht die Post so ab wie auf kickstarter.com. Erst 2009 von 3 jungen Burschen in Amerika gegründet, kann auf dieser Plattform weltweit Geld eingesammelt werden für unterschiedlichste Projekte:

Filme, Spiele, Musik, Veranstaltungen, Design und  Technologie können so um Unterstützung werben. Als optimal hat sich eine Frist von 30 Tagen herausgestellt, in der die vom Einreicher angepeilte Summe ihre ‚backer (Unterstützer)‘ gefunden haben muss. Der Fantasie, was die Unterstützer für welche eingesetzte Summe bekommen, sind keine Grenzen gesetzt! Ob für 1$ („Nennung auf unserer Homepage“ oder „Unser Dank wird euch ewig nachschleifen“) bis zu mehreren hundert $ („Ehrenplatz bei der Uraufführung“) ist alles drin.

Seit 2009 haben 4,3 Mio Menschen bereits mehr als $661 Mio für rund 43.000 Projekte eingesetzt. Es heißt alles oder nichts: Bleibt das Projekt unter der gewünschten Summe, gibt es gar nichts. Ein Projekt kann allerdings später nochmals (verbessert) eingereicht werden. Immerhin haben bisher beachtliche 44% der eingereichten Projekte diese Hürde geschafft! Es kann aber auch enorm überzeichnet werden, wie z.B. die smart watch Pebble, für die $100.000 gesammelt werden sollten und nach 5 Wochen waren es über $10 Mio!

Oder der schicke 3D-Drucker Buccaneer für jeden Schreibtisch, der seine Funding-Grenze von $100.000 bereits nach 10 Minuten erreicht hatte. Er sammelt noch 12 Tage lang Geld ein und wird in den nächsten Tagen wahrscheinlich die Grenze von $1 Million überspringen. Resultat: $1.438.765 erreicht, muss allerdings jetzt ca. 3.400 3D-Drucker liefern.

Hier zeigt sich auch das Risiko für den Unterstützer: Dass nämlich bei einer solcher Überzeichnung die versprochene Ware sicher nicht zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt geliefert werden kann. Aber das ist meist für fanatische Unterstützer einer Idee kein Problem. Und selbst wenn die Einreicher am Ende ihr Projekt nicht gefördert bekommen, so haben sie um sehr wenig Geld einerseits einen guten Markttest erhalten und andererseits über die Kommentare oft auch noch wertvolle Verbesserungsvorschläge aus der ‚crowd‘.

[Quelle: Best-practice-business.de]