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Der (Badezimmer)Spiegel als Display

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Die Innovationsagentur HYVE in München arbeitet an einem Spiegel namens MEE, der eine Reihe komplett neuer Funktionen bietet:

Beauty – Man kann sich von vorne (vergrößert) und von hinten sehen

Healthcare – Über die Fußmatte abwiegen, das Gewicht anzeigen bzw. die Entwicklung der letzten Wochen ist am Spiegel dokumentiert. Auch der Mund kann vergrößert abgebildet werden. Medizinische Daten können über das Internet an den Hausarzt versendet werden.

Infotainment – Wetterlage, Aktienkurse, Fernsehen von der Badewanne aus…

Communication – Nachrichten für den Partner, Mails, Tagesplanung mit Terminen usw.

Die Designer von HYVE sind sehr an Endverbraucherwünschen und -reaktionen interessiert und laden Sie daher zu einem kurzen Feedback ein auf
http://surveys.hyvelive.de/08_Mee/p1.php

Die sehr professionelle Kurzumfrage ist auch mit einer Gewinnchance verbunden!

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Radikal kombinieren

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Durch das Kombinieren von 2 Dingen, die man normalerweise als nicht zusammengehörig vermutet, entstehen immer wieder kreative Innovationen. Manche davon sind allerdings wirklich radikal:

Waschmaschine über der WC-Schale
Das gebrauchte Waschwasser kann zur Toilettenspülung verwendet werden. Wem das zu abartig erscheint, der kann sich vielleicht erwärmen für

Waschmaschine/Trockner im Stuhl
Durch ein spezielles Verfahren aus Wasserdruck und ionisierter Luft ist kein eigener Trockner nötig.

Bierfass (flach) in der Kühlschranktür eingebaut
Warum mit einzelnen Flaschen herumschlagen, die in der Türe doch nur kippen?

Überwachungskamera im Ventilator
Ist in Firmen schon üblich, warum nicht auch im privaten Heizlüfter?

Lautsprecher/Radio/Aromatherapie/Mehrfarben-Licht
Gleich 4 Anwendungsbereiche und 7 verschiedene Lichtfarben: Sehr platzsparend!

Kabelloses Radio im Badezimmerspiegel
unterstützt das morgentliche Trällern im Bad!

Bräunungslampe in der Dusche
lässt Bekannte vor Neid erblassen, weil Sie so schön braun sind.

Eine ähnliche Idee wurde von Studenten in meiner Übung ‚Kreativität und Innovation‘ gestern geboren: Nachdem Leute, die nächtelang vor dem Computer sitzen, immer als Bleichgesichter herumlaufen, wäre es doch angebracht, einen Bildschirm mit eingebauter Bräunungslampe anzubieten. Computerfreaks würden dann als Freizeithelden braungebrannt beneidet werden!

[Quelle: This Old House via Creax]

[Osborn-Checkliste: Kombinieren]
[ASIT-Prinzip: Unify]
[TRIZ-Lösungsprinzip Nr. 5: Vereinen/Kopplung]

Hotelzimmer der Zukunft

Kaum aus dem Süden zurück, fasziniert mich eine Meldung, die ich bei Burkhard Schneider gefunden habe:

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Lindner Hotels und die Fraunhofer Gesellschaft Duisburg aus Deutschland entwickeln gemeinsam in Future Labs verschiedene Perspektiven, wie die Hotelzimmer der Zukunft aussehen werden. Runde Formen, Relax-Räume in der Mitte, Roboter zur Bedienung und Zimmer, die den unterschiedlichsten Anforderungen (von Einzelzimmer bis zur Familiensuite) jeweils angepasst werden können. D.h. der Gast stellt sich seinen Zimmerwunsch in Modulbauweise zusammen. Um in diesem Konzept möglichst hohe Flexibilität anbieten zu können, müssen einige Gewohnheiten von früher über Bord geworfen werden, sprich: es muss radikal gedacht werden! Wie mache ich aus einer Dusche einen Waschtisch, aus dem WC ein Bidet, aus dem Bett vielleicht sogar eine Badewanne? Alles soll in der Wand verschwinden, aber das braucht viel Platz (der viel kostet). Ein Konzept der individuellen Möblierung habe ich an anderer Stelle in diesem Blog schon beschrieben.

Das entspricht ganz dem Trend der Industrie, jedem Kunden sein individuelles Produkt zu liefern. Wer dies zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten hinkriegt, wird in Zukunft vorne mit dabei sein. Interessant ist, dass ab November Testpersonen die verschiedenen Zukunftsmodelle im Duisburger inHaus ausprobieren können und deren Anregungen in die weitere Entwicklung einfließen.

[Foto: LAVA/Fraunhofer]

Immobilien ohne Provision

iMaklerAufruhr bei Deutschlands Maklern: Wieder einmal wagt es ein Unternehmer, die über viele Jahrzehnte übliche Vorgangsweise zu durchbrechen. Wer jemals etwas am Immobiliensektor kaufen oder verkaufen wollte, hat versucht, sich irgendwie um die Maklerprovision zu drücken. Es ist auch wirklich nicht ganz einzusehen, warum ein Makler für die nahezu gleiche Arbeit jeweils am Wert der Immobilie bezahlt werden soll. Genau wie eigentlich nicht einzusehen ist, warum ein Anwalt oder Notar nicht nach seinem Arbeitsaufwand, sondern nach dem Wert des Vertrages honoriert werden soll.

Harald Blumenauer aus Bad Soden hat mit seiner iMakler GmbH einen neuen Weg beschritten:

– vom Käufer verlangt er gar nichts

– vom Verkäufer verlangt er fixe EUR 995,00 inkl. Mwst.

Dafür bekommt dieser auch noch eine Bewertung durch einen unabhängigen Sachverständigen.

Wie macht er das nur? Er verlagert den zeitraubendsten Teil der Maklerleistung auf den Verkäufer, nämlich die Besichtigungen. Weil dieser sein Objekt und dessen Umgebung am besten kennt. Angeblich kaufen Kunden rascher, wenn der Besitzer das Objekt gezeigt hat. Gepaart mit einem durchdachten Internetkonzept möchte Blumenauer, der seit mehr als 40 Jahren im Maklergeschäft tätig ist, damit die Branche revolutionieren. Hat der Kunde erst einmal Vertrauen gefasst, erkennt er meist, dass zum Verkauf doch mehr gehört, als nur das Objekt zu zeigen. Und bei Zusatzleistungen geht der iMakler natürlich gerne zur Hand.

[Foto: iMakler]

Für viele Situationen offen bleiben

Solarhaus.jpgEin gutes Beispiel für das TRIZ-Lösungsprinzip Nr. 3 (Örtliche Qualität=Jeder Teil eines Objektes soll seine Funktion optimal erfüllen) hat mir Blog-Zuträger Bernward Kahmann aus Kassel geliefert. Es ist dies ein interessantes ‚Haus der Zukunft‘, das die TU Darmstadt im Herbst 2007 beim internationalen Bauwettbewerb „Solar Decathlon“ des U.S.-Energieministeriums im Maßstab 1:1 vor dem Weißen Haus ausstellen wird. Für den Wettbewerb mussten einige sehr strenge Regeln erfüllt werden. Unter anderem ist die Grundfläche des Hauses auf 75m² begrenzt. Um hier größtmöglichen Komfort zu gewährleisten, schreibt dafacto
„entwickelten die Wissenschaftler ein kluges Wohnkonzept: Alle Möbel sind in die Bodenplattform integriert und lassen sich bei Bedarf vollständig verstauen, um ein pures Raumerlebnis und Platz für Feste zu machen. Der geschlossene Kern mit Küche und Bad ist auf ein Mindestmaß reduziert, bei Bedarf kann er ausfahren und zum Duschen oder für Koch-Events vergrößert werden. Bei der Wahl der Materialen stehen nachwachsende, naturnahe oder recyclebare Stoffe im Vordergrund.“

Radikal an diesem Konzept finde ich, dass ansonsten fixe Raumgrößen wie Küche oder Bad beliebig verändert werden können und die Möbel bei Bedarf im Boden verschwinden. Auch das Energiekonzept ist interessant, wird doch die benötigte Energie in der Bodenplattform gespeichert, verarbeitet und verteilt.

Heute beim Frühstück…

Foto: Gerrit Prenger, Netherlands…sind wir darauf zu sprechen gekommen, dass es allein schon im Laufe unseres Lebens zu einigen radikalen Veränderungen gekommen ist. Wer nach dem zweiten Weltkrieg in Wien aufgewachsen ist, kann sich noch gut daran erinnern: Das ‚indische‘ Klo= jenseits des Ganges, jeweils eines oder zwei pro Stockwerk, Wasser nur bei der ‚Bassena‘ am Gang. War das eine Revolution, als es erstmals (kaltes) Wasser ‚in der Wohnung‘ gab! Das Klo war Foto: Arjun Kartha, Indiaimmer noch draußen. Der nächste ‚Hit‘ war warmes Wasser (mittels Elektroboiler) in der Wohnung. Und dann die ausziehbare Badewanne oder die nachträglich eingeflickte Dusche – es gab ja nur einen einzigen Wasserablauf im Raum (der meist Vorzimmer und Küche in einem war). Teurere Wohnungen hatten da schon Toiletten in der Wohnung, meist mit Fenster zum Gang und eiskalt.

Auch die Geschichte der Heizung ist interessant: Vorerst nur in der Küche (Holzofen), dann auch ein Ölofen im Wohn-/Schlafzimmer. Wir haben das Heizöl noch von der Foto: sanja gjenero, Croatianächstgelegenen Tankstelle im Kanister nach Hause geschleppt, später dann ins Haus geliefert bekommen und im schmalen Kellerabteil eingebunkert. Was war das für eine Erleichterung als die ‚Gasetagenheizung‘ kam! Der nächste Schritt war eine gemeinsame Heizanlage im Keller pro Wohnhaus. Heute gibt es durch die Fernheizung nur mehr eine Anschlussstelle und die eigentliche Heizung ist weit entfernt.