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Trauen wir uns 2014 mehr als bisher?

Man braucht sich nur im Alltag umzusehen und findet überall Dinge, die irgendwie noch besser funktionieren könnten. Aber auch solche, wo man sich fragt, warum es dafür noch gar keine wesentlich bessere Lösung oder überhaupt eine Lösung gibt. Manche Ideen entstehen erst, wenn sich ein Trend durchsetzt.

Wenn es z.B. immer mehr Leute gibt, die sich weiterbilden möchten, um im Beruf weiter zu kommen, dann ist es klar, dass viele davon aus unterschiedlichsten Gründen dafür nicht irgendwohin fahren können. Oder nur nachts für Weiterbildung Zeit haben. Daher wird ‚Online-Education‘ immer bedeutender und es braucht dafür wirklich gute Lösungen, die das Lernen am Computer (am Tablet, am Telefon) erleichtern.

Wenn unüberschaubare Mengen von Daten gesammelt werden, dann entsteht auch hier ein Bedarf, aus den gesammelten Daten etwas zu machen. Wer hier interessante Lösungen anbietet, kann damit sicher viel Geld verdienen.

Auch beim Thema ‚Mobility‘ verschmilzt z.B. das Auto mit elektronischen Dingen, die den Fahrer unterstützen. Das Auto selbst nützt auch das Internet und Satelliten, um im Notfall rasch Hilfe herbeiholen zu können. Oder auch, um mit Nachbarautos zu kommunizieren.

Offline und Online wachsen immer stärker zusammen: Der Online-Handel steigt rasant an. Da die online gekauften Waren zugestellt werden müssen, sind ganz neue Logistikkonzepte gefragt. Nicht umsonst experimentiert Amazon mit Drohnen.


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Trauen wir uns wirklich zu, unseren ersten Reflex („So ein Blödsinn!“) in die Schranken zu verweisen und zu überlegen, was passieren müsste, um so eine Idee zu verwirklichen? Mehr Mut, mehr Optimismus und mehr Vertrauen, es doch noch zu schaffen, wünsche ich uns allen für 2014.

Radikale Innovationen dauern lange

Mehrfach hatte ich ja schon darüber berichtet, dass radikale Innovationen meist nicht von einem Tag auf den anderen passieren. Dafür ist ‚Otto Normalverbraucher‘ nicht gebaut. Und auch der Risikofaktor ist für die meisten Firmen zu hoch. Meist entwickelt sich eine radikale Innovation über Jahre hinweg (und hinterlässt manchmal auch ein paar Firmenleichen auf dem Weg). Nach langer Zeit der Weiterentwicklung ist dann der Abstand zur ursprünglich ‚alten‘ Version so groß, dass der Unterschied wirklich radikal erscheint.

Genau das beobachte ich seit einiger Zeit beim Übergang vom Papier-Buch zum elektronischen Buch. Im November 2008 hatte ich von den ersten Erfolgen von Kindle und Konsorten berichtet. Auf der Frankfurter Buchmesse wurde die steigende Bedeutung des eBuchs immer deutlicher. Und seit  ich die beiden Videos von eReader 2.1  (Teil 1) (Teil 2) gesehen habe, ist mir das unheimliche Potenzial noch stärker bewusst geworden. Hier nur einige Vorteile:

– Du kannst im Hoch- oder Querformat lesen.
– Du kannst händisch umblättern oder den Text in stufenlos einstellbarer Geschwindigkeit ablaufen lassen (wichtig für alle Fitnessfreaks, die am Hometrainer nicht fernsehen sondern lesen möchten).
– Du kannst den Hintergrund wählen.
– Du kannst die Buchstabengröße bestimmen (das derzeitige Angebot an Papier-Büchern in großer Schrift ist beschämend gering!).
– Du kannst den gesamten Text nach bestimmten Begriffen durchsuchen.
– Wenn du ein Wort nicht verstehst: Drauftippen und das Lexikon liefert die Erklärung.
– Du kannst einzelne Zeilen und Absätze hervorheben.
– Wenn du neue Bücher bestellst und du wählst eines an, dass du schon gespeichert hast, zeigt die Software das sofort durch ein Häkchen an (wir haben gerade vor Weihnachten 2 Bücher gekauft, die wir schon hatten – der totale Überblick fehlt).
– Es sind auch mehrere Downloads gleichzeitig bzw. knapp hintereinander möglich, d.h. man muss nicht warten bis das erste Buch komplett geladen ist, bevor das nächste beginnt.

Und all das funktioniert auf meinem iPhone. Ich muss mir daher nicht unbedingt einen eReader kaufen. Obwohl der größere Bildschirm und die eTinte natürlich wesentlich größeren Komfort bieten! Ich kann sogar gratis im App Store ‚Kindle for iPhone‚ herunterladen, um unterwegs schnell ein eBook bei Amazon zu kaufen. Für mich ist übrigens ein eReader ohne Internetanschluss in Zukunft ein absolutes NoGo!

Ich bin ja schon gespannt, ob Apple tatsächlich 2010 mit einem eigenen eReader herauskommt!?!