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Nachhaltiges Projekt zur Stromerzeugung

Die Firma HUSK Power Systems hat in der Provinz Bihar (Indien) eine Reihe von Anlagen in ländlichem Gebiet installiert, mit denen Strom aus Reishülsen gewonnen werden kann. Dieser Strom kommt sofort der ländlichen Bevölkerung in den Dörfern zugute. Einen interessanten Artikel dazu habe ich in der ZEIT online gefunden. Die Reishülsen konnten bisher für nichts anderes verwendet werden, wenn sie verrotten, setzen sie eine Unmenge an klimaschädlichem Methan frei. Es tritt hier also eine echte win-win-Situation für die Bauern ein.

Ein ähnliches Projekt gibt es in Brasilien: Dort wird allerdings in größeren Dimensionen gedacht. Es wurde dafür sogar Geld in Deutschland eingesammelt. Ein größeres Kraftwerk wurde in der Umgebung von 20 Reismühlen errichtet. Ein zusätzliches Geschäft macht der Betreiber damit, dass sein Kraftwerk hilft, CO2-Emissionen zu vermeiden. Dafür erhält er CO2-Zertifikate, die er wieder zu Geld machen kann. Dieses Projekt wurde allerdings als Geldanlage aufgezogen, das Projekt in Bihar ist (ohne mehrere Zwischenstationen) wirklich für die Ärmsten der Armen.

[Quelle: Der Glocalist]

Natürlicher Kunststoff – ist das nicht ein Widerspruch?

Unsere Welt ist mit Plastik gefüllt, das uns noch Generationen lang begleiten wird…


[youtube NUrKzTfobR8]

Das österreichische Unternehmerehepaar Ute und Johann Zimmermann möchte das ändern und hat sich in den Kopf gesetzt, Produkte aus sogenanntem natürlichen Kunststoff zu erzeugen. Es hat für sein relativ junges Unternehmen absichtlich die daraus entstehende Abkürzung NaKu gewählt und schützen lassen. DI Zimmermann kommt aus der Kunststoffbranche, die Vision einer Kreislaufwirtschaft hat ihn aber schon immer fasziniert. Aus dem Aspekt, dass ein herkömmliches Plastiksackerl aus dem Handel möglicherweise mehrere Jahrzehnte braucht, um dann nicht zu verrotten, sondern in viele kleine Teile zu zerfallen, hat er viele Jahre geforscht, wie denn natürliche und nachwachsende Rohstoffe als Verpackungsmaterial einsetzbar wären. Bei Mais und Kartoffeln ist er fündig geworden, auch deshalb, weil diese hier wachsen und daher für diese Rohstoffe keine langen Transportwege nötig sind.

In einer industriellen Kompostieranlage verrottet das NaKu-Sackerl innerhalb von 3-5 Tagen! Aber werden hier nicht wertvolle Lebensmittel als Verpackungsmaterial missbraucht? Zimmermann forscht schon, was aus Neben- und Abfallprodukten der Lebensmittelindustrie verwendet werden kann – dies ist allerdings noch Zukunftsmusik. Er führt aber ins Treffen, dass für die Erzeugung von zig-tausenden von NaKu-Sackerln nur eine verschwindend geringe Menge an Rohstoffen nötig ist. Auch Tiefziehfolien und Flaschen stehen schon auf seiner Versuchspalette.

Anfänglich noch sehr zögernd vom Handel angenommen, entschließen sich immer mehr Firmen, dem (vom Kunden zu zahlenden) NaKu-Frischhaltebeutel eine Chance zu geben. Und Zimmermanns haben inzwischen so viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten für ihre Idee entdeckt, dass es ihnen schwer fällt, sich auf einige wenige zu konzentrieren.