Schlagwort-Archive: 3D

Die neuen 3D-Drucker sind 25-100 mal schneller

Die neue Generation der 3D-Drucker druckt nicht nur viel schneller, sie erstellt auch Produkte mit glatter Oberfläche und lässt die Verwendung von noch mehr Materialien als bisher zu. Momentan scheinen Lösungen aus dem medizinischen Bereich die interessantesten zu sein. Oder es werden dort 3D-Drucker verwendet, wo man weitab von Nachschub ist: Auf Flugzeugträgern, im Weltall und auf abgelegenen Forschungsstationen. Aber mit der neuen Methode, bei der das Teil direkt im flüssigen Material entsteht und von dort herausgezogen wird, träumt auch die Medizin schon davon, während einer Operation ein Teil auszudrucken, das genau auf den jeweiligen Patienten abgestimmt ist. Die Alltagsverwendung wie Torten backen oder Schnitzel ausdrucken sehe ich auch noch nicht, obwohl ich darüber bereits 2012 hier geschrieben habe.

Regenerative Medizin

Alles, was im Körper vorhanden ist, kann auch außerhalb des Körpers gezüchtet werden! Damit löst man eines der größten Probleme in der Medizin, dass nämlich Organe anderer Menschen vom Körper abgestoßen werden. Und es gibt bei weitem nicht genügend davon, die überhaupt gespendet werden. Auch künstliche Organe und Körperteile nimmt der menschliche Körper nur unter bestimmten Bedingungen an. Das erste Organ, das jemals verpflanzt wurde, war (1954) die Niere. Aber selbst nach fast 60 Jahren sind die Fortschritte in der Nierentransplantation zwar vorhanden, aber das eigentliche Problem noch immer ungelöst: Die Zahl der benötigten Nieren steigt unaufhörlich, das Angebot nur minimal.


[youtube tyGQ4NLgqaE]

Daher entnimmt man immer öfter Zellen des betroffenen Organs und trägt sie außerhalb des Körpers auf Material auf, das sich besonders gut zum Zellwachstum eignet. Über einige Wochen hinweg vermehren sich diese Zellen auf dem Trägermaterial und können dann im Körper eingebaut werden. Ohne abgestoßen  zu werden! Und die künstlich hergestellten Körperteile können in beliebiger Menge erzeugt werden, teilweise schon mit 3D-Druckern! Allerdings werden noch viele Jahre vergehen, bis diese Methode für komplizierte Organe wie Herz oder Niere klaglos funktioniert.

3D-Drucker erobern die Gastronomie

Dass 3D-Drucker als das Mittel erster Wahl gelten, um für die Industrie Prototypen zu erstellen, war mir bekannt. Dass in den USA aber bereits 3D-Drucker für die Gastronomie und auch bald für jeden Haushalt existieren, wusste ich bis heute nicht. Es beginnt mit der Dekoration von Torten und endet mit dem Erstellen kompletter Desserts. Das Design dafür kann man kaufen, mit einigem Geschick auch selbst erstellen. Alles, was sich CAD-mäßig darstellen lässt, kann vom Drucker übernommen und ausgeführt werden. Auf größeren Druckern kann man ganze Schokoladen anfertigen lassen, man übermittelt nur per Internet sein eigenes Design oder sucht es in einer reichhaltigen Palette aus. Junge Forscher der amerikanischen Cornell University entwickeln bereits an Geräten, die ca. 1.000 USD kosten. Sie stellen ihre Software als Open Source zur Verfügung. Bei Massenfertigung soll dann der 3D-Drucker für jede Küche (so die Entwickler selbst) „in etwa soviel wie ein iPad kosten“.


[youtube XQni3wb0tyM]

Für den Haushalt gibt es computergesteuerte Schneidecomputer schon um 99 USD bei Amazon.com. Mit Versandkosten und Zoll nach Europa wahrscheinlich das Doppelte, aber immer noch günstiger als in D um € 290,00. Sehen Sie nun, wie man so ein Gerät zur Tortendekoration einsetzt:
http://www.youtube.com/watch?v=RmsbFMs4eW0&feature=endscreen
[youtube RmsbFMs4eW0&feature=endscreen]

Patientenaufklärung durch Animation

allesch.jpgDer junge FH-Absolvent Johannes Allesch aus Salzburg hat heuer schon etliche Preise für seine Erfindung AniMedical gewonnen. Mit Hilfe von animierten 3D-Filmen können Ärzte ihren Patienten eine leicht verständliche Beratung vor Operationen bieten. Außerdem können diese Filme auch sehr gut in der medizinischen Ausbildung verwendet werden.

Mediziner verwenden im Vorbereitungsgespräch zu einer Operation oft viele Fachausdrücke und tragen damit nicht gerade zur Beruhigung ihrer Patienten bei. Wenn jedoch durch eine Animation (die nicht so hart wirkt wie Echtaufnahmen) den Patienten bildhaft dargestellt werden kann, was bei der bevorstehenden Operation passieren wird, dann ist oft das Informationsbedürfnis besser befriedigt als bisher. Das kann dann womöglich auch unnötige Schadensersatzforderungen verhindern.

Ärzte können verschiedene Filme (an der Auswahl wird gearbeitet) z.B. auf ihr iPad laden und am Krankenbett das Video abspielen. Das iPad wird übrigens von AniMedical mitgeliefert! Die Entlohnung erfolgt über Jahreslizenzen.

ipad.jpgNachdem wir uns bei flyniki schon seit Jahren an der Animation der vorgeschriebenen Sicherheitsaufklärung erfreuen (sie hat die gelangweilten Ruderbewegungen der FlugbegleiterInnen abgelöst),  bin ich überzeugt, dass sich diese Art von Patientenaufklärung sehr rasch durchsetzen – von vielen Patienten wahrscheinlich sogar gefordert werden – wird.

[Fotos: AniMedical]

Digilog Book: 3D im Bilderbuch

Nachdem neuerdings eBooks und eReader (hier und hier) in aller Munde sind, habe ich im Basic Thinking Blog ein interessantes Video gefunden. Es zeigt Forschungsergebnisse des südkoreanischen Gwangju Institute of Science and Technology, die dem Buch auf Papier wieder neuen Auftrieb geben könnten – mit einer radikalen Innovation, die in den Trend der Zeit, nämlich Richtung dreidimensionales Erlebnis, passt. Dass man dazu eine spezielle Brille braucht, um aus den Seiten Figuren aufstehen zu sehen, soll der Sache keinen Abbruch tun. Auch Geräusche werden simuliert, angeblich auch Gerüche. Jetzt wartet alles gebannt auf den Preis, damit ein Massenmarkt bedient werden kann. André Vatter vom Basic Thinking Blog sieht vorerst den Einsatz bei Smartphones oder in Museen. Auch auf Messen kann ich mir das lebhaft vorstellen, denn dort ist entsprechendes Budget für jede attraktive Präsentation vorhanden.

Allerdings ist nicht allem, was in 3D daherkommt, unbedingt Erfolg garantiert. Mein Vater (ein begeisterter Puzzle-Leger) hat mich mit bitteren Vorwürfen eingedeckt, nachdem ich ihm ein 3D-Puzzle zum Geburtstag geschenkt hatte. Er meinte, dass der Übergang vom 2D- zum 3D-Puzzle extrem schwer zu meistern wäre und wollte partout kein weiteres 3D-Puzzle geschenkt haben!

Der Schreibtisch im Computer

Robert Maier, Student an der FH Salzburg, hat mich darauf hingewiesen:

http://www.youtube.com/watch?v=M0ODskdEPnQ

[youtube M0ODskdEPnQ]

Jetzt habe ich endlich die gewohnte Unordnung vom Schreibtisch auch im Desktop! Aber was für eine Verbesserung: Ich brauche nur ein Suchwort einzugeben und schon findet das System meine Info, die ich so dringend brauche. Auch kann ich die Stöße, die ich am Schreibtisch staple, verkleinern und hin und her schieben. Ich kann Seiten blättern und bestimmte Unterlagen auch an eine Pinnwand heften, damit ich mich sofort daran erinnere. Ich kann Dokumente bzw. einzelne Blätter falten und- kurz vor dem endgültigen Wegwerfen – auch zerknüllen! Ich kann sie mit einem ‚Lasso‘ einfangen, nach unterschiedlichsten Prinzipien ordnen und eigene Stapel bilden für Dokumente, die ich gemeinsam aufbewahren möchte. Natürlich können Sie sagen: Das kann ich doch am Schreibtisch auch! Aber die digitale Umsetzung ermöglicht bedeutend mehr als mit Dokumenten auf Papier möglich ist. Und sie setzen keinen Staub an!

Wenn Sie sich zum Probieren die kostenlose Betaversion von BumpTop herunterladen, kann es Ihnen allerdings passieren, dass Ihre alten Treiber die 3D-Animationen nicht umsetzen können. BumpTop schlägt Ihnen zwar verschiedene Varianten vor, aber den richtigen Treiber zu finden (ohne dafür Geld auszugeben) ist nicht so einfach. Ich habe es bis jetzt noch nicht geschafft!