Schlagwort-Archive: 3D-Drucker

Die neuen 3D-Drucker sind 25-100 mal schneller

Die neue Generation der 3D-Drucker druckt nicht nur viel schneller, sie erstellt auch Produkte mit glatter Oberfläche und lässt die Verwendung von noch mehr Materialien als bisher zu. Momentan scheinen Lösungen aus dem medizinischen Bereich die interessantesten zu sein. Oder es werden dort 3D-Drucker verwendet, wo man weitab von Nachschub ist: Auf Flugzeugträgern, im Weltall und auf abgelegenen Forschungsstationen. Aber mit der neuen Methode, bei der das Teil direkt im flüssigen Material entsteht und von dort herausgezogen wird, träumt auch die Medizin schon davon, während einer Operation ein Teil auszudrucken, das genau auf den jeweiligen Patienten abgestimmt ist. Die Alltagsverwendung wie Torten backen oder Schnitzel ausdrucken sehe ich auch noch nicht, obwohl ich darüber bereits 2012 hier geschrieben habe.

Warum 3D-Drucker die Welt revolutionieren werden

In wenigen Jahren wird es möglich sein, in Krisengebieten (z.B. nach Erdbeben) ohne langen Antransport von Baumaterial direkt vor Ort mit 3D-Druckern kleine Häuser zu drucken. Als Material dafür könnten Plastikflaschen dienen. In China wurden im vergangenen Jahr mit Riesendruckern an einem Tag zehn einstöckige Häuser gedruckt.

Aber auch in anderen Bereichen (wie in der Medizin) sind tolle Dinge möglich: So hat ein amerikanischer Familienvater für seine neunjährige Tochter eine tolle Übergangslösung bis zu einer eventuellen Transplantation gefunden. Von Geburt an hatte sie an der linken Hand unterentwickelte Finger, konnte fast nichts greifen und halten. Durch Internetrecherche kam er auf ein Schulprojekt ganz in seiner Nähe, wo eine Schulklasse mittels 3D-Drucker für seine Tochter eine Handprothese um ca. 5 (!) USD herstellen konnte.

[Quelle: Die WELT online]

Crowdfunding ist in aller Munde

Geld einsammeln und von Banken unabhängig sein, dafür gibt es heute im Internet bereits zahlreiche Portale. Aber nirgends geht die Post so ab wie auf kickstarter.com. Erst 2009 von 3 jungen Burschen in Amerika gegründet, kann auf dieser Plattform weltweit Geld eingesammelt werden für unterschiedlichste Projekte:

Filme, Spiele, Musik, Veranstaltungen, Design und  Technologie können so um Unterstützung werben. Als optimal hat sich eine Frist von 30 Tagen herausgestellt, in der die vom Einreicher angepeilte Summe ihre ‚backer (Unterstützer)‘ gefunden haben muss. Der Fantasie, was die Unterstützer für welche eingesetzte Summe bekommen, sind keine Grenzen gesetzt! Ob für 1$ („Nennung auf unserer Homepage“ oder „Unser Dank wird euch ewig nachschleifen“) bis zu mehreren hundert $ („Ehrenplatz bei der Uraufführung“) ist alles drin.

Seit 2009 haben 4,3 Mio Menschen bereits mehr als $661 Mio für rund 43.000 Projekte eingesetzt. Es heißt alles oder nichts: Bleibt das Projekt unter der gewünschten Summe, gibt es gar nichts. Ein Projekt kann allerdings später nochmals (verbessert) eingereicht werden. Immerhin haben bisher beachtliche 44% der eingereichten Projekte diese Hürde geschafft! Es kann aber auch enorm überzeichnet werden, wie z.B. die smart watch Pebble, für die $100.000 gesammelt werden sollten und nach 5 Wochen waren es über $10 Mio!

Oder der schicke 3D-Drucker Buccaneer für jeden Schreibtisch, der seine Funding-Grenze von $100.000 bereits nach 10 Minuten erreicht hatte. Er sammelt noch 12 Tage lang Geld ein und wird in den nächsten Tagen wahrscheinlich die Grenze von $1 Million überspringen. Resultat: $1.438.765 erreicht, muss allerdings jetzt ca. 3.400 3D-Drucker liefern.

Hier zeigt sich auch das Risiko für den Unterstützer: Dass nämlich bei einer solcher Überzeichnung die versprochene Ware sicher nicht zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt geliefert werden kann. Aber das ist meist für fanatische Unterstützer einer Idee kein Problem. Und selbst wenn die Einreicher am Ende ihr Projekt nicht gefördert bekommen, so haben sie um sehr wenig Geld einerseits einen guten Markttest erhalten und andererseits über die Kommentare oft auch noch wertvolle Verbesserungsvorschläge aus der ‚crowd‘.

[Quelle: Best-practice-business.de]

Regenerative Medizin

Alles, was im Körper vorhanden ist, kann auch außerhalb des Körpers gezüchtet werden! Damit löst man eines der größten Probleme in der Medizin, dass nämlich Organe anderer Menschen vom Körper abgestoßen werden. Und es gibt bei weitem nicht genügend davon, die überhaupt gespendet werden. Auch künstliche Organe und Körperteile nimmt der menschliche Körper nur unter bestimmten Bedingungen an. Das erste Organ, das jemals verpflanzt wurde, war (1954) die Niere. Aber selbst nach fast 60 Jahren sind die Fortschritte in der Nierentransplantation zwar vorhanden, aber das eigentliche Problem noch immer ungelöst: Die Zahl der benötigten Nieren steigt unaufhörlich, das Angebot nur minimal.


[youtube tyGQ4NLgqaE]

Daher entnimmt man immer öfter Zellen des betroffenen Organs und trägt sie außerhalb des Körpers auf Material auf, das sich besonders gut zum Zellwachstum eignet. Über einige Wochen hinweg vermehren sich diese Zellen auf dem Trägermaterial und können dann im Körper eingebaut werden. Ohne abgestoßen  zu werden! Und die künstlich hergestellten Körperteile können in beliebiger Menge erzeugt werden, teilweise schon mit 3D-Druckern! Allerdings werden noch viele Jahre vergehen, bis diese Methode für komplizierte Organe wie Herz oder Niere klaglos funktioniert.

3D-Drucker erobern die Gastronomie

Dass 3D-Drucker als das Mittel erster Wahl gelten, um für die Industrie Prototypen zu erstellen, war mir bekannt. Dass in den USA aber bereits 3D-Drucker für die Gastronomie und auch bald für jeden Haushalt existieren, wusste ich bis heute nicht. Es beginnt mit der Dekoration von Torten und endet mit dem Erstellen kompletter Desserts. Das Design dafür kann man kaufen, mit einigem Geschick auch selbst erstellen. Alles, was sich CAD-mäßig darstellen lässt, kann vom Drucker übernommen und ausgeführt werden. Auf größeren Druckern kann man ganze Schokoladen anfertigen lassen, man übermittelt nur per Internet sein eigenes Design oder sucht es in einer reichhaltigen Palette aus. Junge Forscher der amerikanischen Cornell University entwickeln bereits an Geräten, die ca. 1.000 USD kosten. Sie stellen ihre Software als Open Source zur Verfügung. Bei Massenfertigung soll dann der 3D-Drucker für jede Küche (so die Entwickler selbst) „in etwa soviel wie ein iPad kosten“.


[youtube XQni3wb0tyM]

Für den Haushalt gibt es computergesteuerte Schneidecomputer schon um 99 USD bei Amazon.com. Mit Versandkosten und Zoll nach Europa wahrscheinlich das Doppelte, aber immer noch günstiger als in D um € 290,00. Sehen Sie nun, wie man so ein Gerät zur Tortendekoration einsetzt:
http://www.youtube.com/watch?v=RmsbFMs4eW0&feature=endscreen
[youtube RmsbFMs4eW0&feature=endscreen]