Archiv der Kategorie: Verkehr

Ist Elektroantrieb die Zukunft der Luftfahrt?

Elektrisch betriebene Flugzeuge kommen immer mehr in Mode, um die Treibhausgase zu senken. Das amerikanische Unternehmen Zunum Aero hat vor Kurzem den Bau eines Flugzeugs mit Hybridantrieb angekündigt. Sie wollen so auf kurzen Flügen die Abgase unter 80% drücken. Zuerst wird es kleine Flugzeuge für 10 Passagiere geben. Wenn die Technologie sich bewährt, wollen sie die Maschinen Zug um Zug vergrößern.
Boeing und JetBlue haben sich an diesem Start-up beteiligt. „Diese Technologie und Kundenansprache hat das Potential, den Markt für kleine und Kurzstreckenflugzeuge, die regionale Flughäfen ansteuern können, radikal zu verändern“, erklärt beispielsweise Steve Nordlund, Vizepräsident Strategie bei Boeing, das Investment seiner Firma.

Das könnte jedenfalls dazu führen, Regionalflughäfen in vielen Ländern wieder attraktiver zu machen. Und nachdem Tesla – Dank Elektroantrieb – im Firmenwert bereits Ford überholt hat, könnte vielleicht Zunum aero auch eines Tages seinen Investor Boeing „überholen“!

[Foto: Zunum aero]

Bus rollt über Stau hinweg

In China wird nach einer 300 Meter langen Demo-Probefahrt nun schon fleißig an einer längeren Versuchsstrecke gearbeitet: Ein elektrisch betriebener Schienenbus soll über zweispurige Staus hinwegschweben können. Wenn er bei einer Einsteigstelle hält, können die PKWs natürlich auch unter ihm weiterfahren. Das erinnert mich stark an ein von meinen FH-Studenten erarbeitetes Konzept, in dem diese bei Staus schon an eine Lösung in der dritten Dimension gedacht hatten. China ist natürlich hier prädestiniert, weil in den großen Städten einerseits sehr viele Staus entstehen, die natürlich den Smog weiter verstärken. Durch diese elektrisch betriebene Lösung wird die Umwelt geschont, auch dadurch, dass eventuell wieder mehr Menschen öffentlich fahren, wenn sie dadurch nicht im Stau stehen. Und gegenüber einer U-Bahn, die Tunnels benötigt, sind hier die Errichtungskosten für die Gleise an der Oberfläche minimal.

Von Tür zu Tür fahren und fliegen

Es ist schon erstaunlich, was es alles an kombinierten Innovationen gibt! Angeblich (laut YouTube) gibt es bereits 6 Versionen von fliegenden Autos. Erfinder lassen sich auch durch Abstürze (wie Stefan Klein mit seinem Aeromobil) nicht abschrecken. Allerdings wird auch bezweifelt, ob es dafür jemals einen Markt geben wird. Denn die Entwicklungskosten und die staatlichen Vorschriften treiben den Preis für solche Erzeugnisse stark nach oben.

www.youtube.com/watch?v=wSvGSnOQms8

Ein sehr komfortables Velomobil

Der Schwede Mikael Kjellman hat ein sehr komfortables Gefährt entwickelt, um für wenig Geld täglich in die Arbeit zu fahren: den PodRide, ein Fahrrad, das wie ein Auto aussieht. Jetzt hat er seinen Prototyp auf indiegogo gestellt und per 26.4.2016 bereits $40,042 USD eingesammelt, um seine Erfindung als Do-it-yourself Kit weiter entwickeln zu können. Damit hat er schon locker Stufe 2 seines fünfstufigen Plans erreicht und gute Chancen, in den verbleibenden Tagen noch bis Stufe 3 ($50,000 USD) zu kommen. So kann er Hersteller finden und eine Produktion aufbauen. Mit $100,000 USD (Stufe 4) würde er (als Produktdesigner) eine noch viel leichter zusammenbaubare Version seines PodRide entwickeln. Bei Erreichen der 5. Stufe ($200,000 USD) würde er eine größere Version bauen. Generell ist sein Ziel, weltweit mehr Interesse für Velomobile zu erzeugen.


[youtube 5cSdXKVacPY]

[Quelle: bizforward]

Ein interessantes Mobilitätskonzept

Dieses Video erinnert mich an einen Beitrag, den ich bereits im Jahr 2010 über ein MIT-Konzept (Massachusetts Institute of Technology) geschrieben habe. Damals haben sich die Kleinfahrzeuge aneinander gekettet, um möglichst wenig Parkplatz zu verbrauchen. Heute hängen sie sich zusammen, um gemeinsam eine gewisse Strecke zurückzulegen. Außerdem bilden alle aneinanderhängenden Autos eine Ansammlung von Batteriekapazität, die möglicherweise einen sparsameren Verbrauch bewirkt. Und außer dem Fahrer des ersten Fahrzeuges braucht sich keiner mehr auf den Verkehr zu konzentrieren. Die um 90 Grad schwenkbaren Räder ermöglichen optimales Einparken.

Die langen Schlangen bieten sich allerdings eher nur für Autobahnen an, denn in der Stadt wären sie absolut kontraproduktiv und wahrscheinlich auch verboten!

https://www.youtube.com/watch?v=f-R7ORqtTtg
[youtube f-R7ORqtTtg]

Das fliegende Auto

Erst vor wenigen Wochen fiel in einer Diskussion der Satz: „Natürlich können Autos nicht fliegen!“ Ein paar Tage später sah ich das Video vom AeroMobil 3.0 aus der Slowakei. Ja, warum eigentlich nicht? Autos können ja auch schwimmen und seit kurzem selbst fahren. Natürlich ist das fliegende Auto eher ein Spleen (es ist dafür auch ein Pilotenschein nötig), das selbst fahrende aber durchaus für einen großen Personenkreis gedacht.

Angeblich hatte schon Henry Ford vorausgesagt, dass Autos eines Tages auch fliegen könnten. Es ist dies nur ein Beispiel mehr, wofür vielen Menschen die Fantasie fehlt. Genausowenig hätten wir uns vor einigen Jahren vorstellen können, dass wir Mobiltelefone besitzen, die uns das Wetter anzeigen, unsere Mails und ob das Restaurant ums Eck heute geöffnet hat. Meist können wir damit auch schon die Speisekarte ansehen. Und in manchen Restaurants auch das Essen bereits elektronisch vorbestellen.


Automatisch ans Ziel

Wer wird schneller die Zulassung durch die Behörden erhalten, das fahrerlose Auto oder das fahrerlose Schiff? Google hat es in einigen amerikanischen Staaten schon geschafft, ist aber kein richtiges Auto mehr. Der Ansatz von Google ist recht radikal, denn sie lassen gleich das Lenkrad und einige andere Dinge weg, die wir von einem Automobil gewohnt sind. Wenn auch Google mit seinem Fahrzeug schon seit längerer Zeit durch die Gegend tourt, so tippe ich doch eher auf Containerschiffe. Angeblich sollen diese völlig ohne Mannschaft an Bord von einem Ort zum anderen gelotst werden. D.h. eigentlich selbständig fahren bzw. alles den Computer entscheiden lassen. Erst wenn außergewöhnliche Umstände eintreten, soll ein Mensch als Lotse per Fernsteuerung die Verantwortung übernehmen.


[youtube CqSDWoAhvLU]

Einige Automobilhersteller fahren schon mit Versuchs-Autos durch die Lande. Trotzdem: Nach etlichen Gesprächen im Bekanntenkreis weiß ich: Die meisten haben arge Bedenken, das Lenkrad aus der Hand zu geben. Auch Autotester berichten vom mulmigen Gefühl, wenn sie tatenlos zusehen müssen, wie das Auto selbständig blinkt und anschließend ausschert, um einen LKW zu überholen. 

Ein Auto für junge Leute: Renault KWID

Das neue Konzeptauto von Renault wurde von einer internationalen Mannschaft hautsächlich in Indien entwickelt und ganz auf die zukünftige Kundschaft abgestimmt. Die Jugend von heute steht dem Elektroauto viel positiver gegenüber als ihre Eltern und fotografiert gerne. Sie liebt technisches Spielzeug. Renault hat deshalb seinem KWID eine Drohne mitgegeben, die aus dem Dach aufsteigt und den Fahrtweg aus der Luft abbildet (dort muss sie in Zukunft allerdings achtgeben, nicht mit einer Drohne von DHL oder Amazon zusammen zu stoßen). Interessant ist auch eine weitere Neuerung: Vorne gibt es eine Sitzbank, bei der der Fahrer in der Mitte ‚trohnt‘! Dadurch fasst das Auto 5 Personen. Auch das Türkonzept geht neue Wege. Das von Renault bezweckte Resultat: Ein Auto zum Träumen!


[youtube SF7it6_2j7Q]

Das faltbare Elektroauto Hiriko Fold

Schon 2010 hatte ich über ein Mobilitätskonzept des MIT (Massachusetts Institute of Technology) berichtet, in dem von stapelbaren Elektrofahrzeugen die Rede war, die bei geringem Platzverbrauch in Städten nahe von U-Bahn-Stationen aufgestellt werden sollten. In Fortführung dieses Projekts ‚City Car‘ wurde nun im Baskenland tatsächlich ein faltbares Auto entwickelt, das genau diese Bedingungen erfüllt und 2013 in den Verkauf gehen soll. Da es im Carsharing verwendet werden soll, besteht die vordergründige Zielgruppe aus Stadtverwaltungen.

Dieses Auto weist aber noch andere interessante Dinge auf, um auf engstem Raum zu operieren: z.B. Räder, die sich unabhängig voneinander in jede Richtung drehen lassen und damit ein Drehen des kompletten Fahrzeuges im Stand ermöglichen. Ein und aus steigt man in diesen Zweisitzer durch die einzige Tür in der Front (das hatte doch schon die Isetta von BMW!). Der Wagen ist 2,5 Meter lang, in gefaltetem Zustand nur mehr 1,5 Meter. Er erregt überall große Aufmerksamkeit. Hiriko heißt auf baskisch ’städtisch‘.


[youtube MONIa4zdLdY]

myTaxi wird international

mytaxi.pngNach nur 3 Jahren gelingt es dem StartUp ‚myTaxi‘ Anfang des Jahres 2012 für seine App 10 Millionen Euro einzusammeln, um die Internationalisierung voran zu treiben. Bestellung und Bezahlung erfolgen per App, die Taxifunkzentralen braucht man dafür nicht mehr, weil Kunde und Fahrer nun direkt miteinander verbunden sind. Der Klassiker: In einer Branche herrschen harte Bandagen, viele Taxifahrer überlegen, wie sie den hohen Gebühren für die Taxizentralen entkommen können, um an Kunden zu kommen. Natürlich haben sich da im Verlauf von Jahrzehnten gewisse Machtstrukturen entwickelt. Auch die Reaktion ist klassisch für eine ‚disruptive Innovation‘: myTaxi bietet anfangs den Taxizentralen die Zusammenarbeit an – man zeigt kein besonderes Interesse und wird nicht ernst genommen. 800.000 App-Downloads und 7.000 registrierte Taxifahrer später erfolgen die nächsten Reaktionen: Boykottieren der eigenen Taxifahrer, die (auch) bei myTaxi gemeldet sind! Und außerdem wird das junge Hamburger StartUp geschnitten, wo es nur geht.

Das hat aber Großinvestoren wie Lars Hinrichs (XING-Gründer) und Car2Go (Daimler) nicht abgehalten, sich zu den Altinvestoren Deutsche Telekom und KfW Bankengruppe zu gesellen, die an das Geschäftsmodell von Niclaus Mewes und Sven Külper glauben.

Der direkte Draht zum Kunden bietet den Taxifahrern natürlich ganz andere Marketingmöglichkeiten als bisher. Und sie zahlen nur mehr einen kleinen Beitrag für jede vermittelte Fahrt, jedoch keine Grundgebühr. Natürlich hat sich gleich ein Rattenschwanz von Nachahmern eingestellt, die allerdings nur bewirken, dass myTaxi rascher international wird, um weiter die Nr. 1 zu bleiben. Außerdem wir der Markt für das Online-Bestellen eines Taxis immer größer und die Taxizentralen geraten weiter in Bedrängnis. Was sich nicht bekämpfen lässt, wird irgendwann kopiert: Die Taxizentralen gründen selbst Online-Lösungen. Da aber die anderen StartUps schon jahrelangen Vorsprung besitzen, kann es passieren, dass das vielleicht nur einer müder Abklatsch wird!?!