Archiv der Kategorie: Verfahren

Die Verwüstung umkehren

Jahrzehntelang haben Tiere und Menschen in Afrika dazu beigetragen, dass immer mehr Wälder verschwunden sind und der Boden verdorrt ist. Alle Versuche, neue Pflanzen zum Wachsen zu bringen, scheiterten innerhalb kürzester Zeit, denn das heiße Klima und hungrige Tiere haben den zarten Pflänzchen sofort den Garaus gemacht. Auch vorhandene, immer wiederkehrende kleine Pflanzenbüschel waren willkommene Opfer. Bis der Australier Tony Rinaudo bei einem Projekt von World Vision entdeckt hat, dass diese Pflänzchen aus den Wurzeln der ehemaligen Bäume sprießten! Der abgeholzte Wald hatte sich mit seinen Wurzeln in den Untergrund zurückgezogen. Sein Projekt der „Farmer Managed Natural Regeneration (FMNR)“ hat neue Wälder entstehen lassen, wo jahrelang nur Wüste war!

Ganz typisch, dass die ersten Bauern, die sich an dem Aufforstungsprojekt beteiligt haben, von den anderen verlacht wurden. Heute profitiert die gesamte Region um Humbo in Äthiopien davon, weil sich das Klima wesentlich verbessert hat und die Menschen auf ihr gelungenes Projekt stolz sein können.

[Entdeckt bei  www.querdenker.de]

Krebs erkennen bevor Symptome auftreten

Die Früherkennung von Krebs ist eine der großen Chancen, um ihn zu heilen. Je früher, desto besser! Bisher musste man gezielt auf bestimmte Krebsarten hintesten, um etwas zu finden. Und die Suche hat meist erst begonnen, wenn die ersten Symptome erkennbar waren. Wenn der Krebs schon in Stadium 3 oder 4 ist. Nun hat eine Gruppe junger Forscher aus unterschiedlichsten Ländern eine Methode gefunden, mit der mittels einer winzigen Menge Blut, einem einfachen Gerät und einem Smartphone innerhalb von 1 Stunde konkrete Testergebnisse vorliegen, ohne dass ein besonderer Suchhinweis gegeben werden muss. Die Forscher haben ihr Verfahren in Open Source angelegt und es erkennt mittlerweile  5 verschiedene Krebsarten selbständig. Durch die Freigabe ihrer Methode erhoffen sie sich, dass durch weltweite Zusammenarbeit möglichst rasch eine Datenbank entsteht, die möglichst viele Arten von Krebs erkennt. Auslöser für diese Innovation war (wie so oft) eine Situation in der Familie, bei der zwischen ersten Beschwerden und dem tatsächlichen Entdecken einer Krebserkrankung ein halbes Jahr vergangen ist!


[youtube dm4fvbrMLPw]

Die neuen 3D-Drucker sind 25-100 mal schneller

Die neue Generation der 3D-Drucker druckt nicht nur viel schneller, sie erstellt auch Produkte mit glatter Oberfläche und lässt die Verwendung von noch mehr Materialien als bisher zu. Momentan scheinen Lösungen aus dem medizinischen Bereich die interessantesten zu sein. Oder es werden dort 3D-Drucker verwendet, wo man weitab von Nachschub ist: Auf Flugzeugträgern, im Weltall und auf abgelegenen Forschungsstationen. Aber mit der neuen Methode, bei der das Teil direkt im flüssigen Material entsteht und von dort herausgezogen wird, träumt auch die Medizin schon davon, während einer Operation ein Teil auszudrucken, das genau auf den jeweiligen Patienten abgestimmt ist. Die Alltagsverwendung wie Torten backen oder Schnitzel ausdrucken sehe ich auch noch nicht, obwohl ich darüber bereits 2012 hier geschrieben habe.

Die fantastische Welt der Drohnen

Die Zustellung von Ware mit Drohnen wurde zwar in den USA gerade abgeschmettert, sodass Amazon und Konsorten noch warten müssen, aber der Vormarsch von Drohnen (selbstgesteuert) und Quadrocoptern (von Menschen gesteuert) ist nicht mehr aufzuhalten. Zur Landvermessung, für Filmaufnahmen, zur Überwachung von Anlagen usw., es gibt bereits unglaublich viele Ideen, wo man die fliegenden Dinger einsetzen kann. Und dabei manchmal sogar noch ordentlich Geld spart! Architekten entwerfen bereits ganze Stadtteile, in denen es Extraflugzonen für Drohnen gibt und Häuser, wo Quadcopter in jedem Stockwerk eine Andockstation zum Aufladen und eine Abladestation für Ware vorfinden. Auch im Sport gibt es interessante Forschungsarbeit: Dazu ein tolles Video, was bereits heute möglich ist!

Ein Traum der Menschheit wird wahr

Menschen sollen sich in Zukunft miteinander unterhalten können, auch wenn keiner die Sprache des anderen spricht! Die Microsoft-Tochter Skype setzt mit ihrer Entwicklungsabteilung alles daran, dass dies innerhalb der nächsten Jahre Realität wird. Ersten Demo-Versuchen zwischen Englisch und Deutsch sollen solche mit Englisch und Spanisch folgen.


[youtube cJIILew6l28]

Wenn es auch da und dort noch ein wenig holpert, zeigt dieses Video, was heute schon möglich ist (soferne nicht anderweitig nachgeholfen wurde, was bei öffentlichen Vorführungen manchmal passieren soll). Aber wir nehmen einmal an, dass diese Übersetzungen bereits heute halbwegs funktionieren. Es können sich damit schon Personen miteinander unterhalten, die ein gutes Sprachgefühl haben und elektronische Übersetzungsfehler mit ihrem menschlichen Verstand ausbügeln.

Tanzen und auf Berge klettern trotz amputierter Beine

Dr. Hugh Herr aus Boston sind mit 17 Jahren bei einer Bergtour beide Füße erfroren. Trotz bester medizinischer Betreuung mussten ihm beide Beine oberhalb der Knie amputiert werden. Obwohl er gar nicht vor hatte zu studieren, hat er nach einem Weg gesucht, die Fähigkeiten seiner verlorenen Beine durch äußere Hilfsmittel zu ersetzen und ist heute Professor am weltberühmten MIT. Er verfügt dort über ein fantastisches Labor zur Erforschung der Vorgänge im menschlichen Körper im Zusammenspiel der Muskeln und Nerven bei diversen Fortbewegungen.

Sein Antrieb war, dass ihm die ersten Prothesen überhaupt nicht genügten, denn er wollte weiterhin die bisher gewohnten Sportarten betreiben. Seine Forschungen haben natürlich in erster Linie ihm selbst geholfen. Mittlerweile schätzen sich aber Kriegsveteranen und z.B. Opfer des Bostoner Bombenanschlages glücklich, ebenfalls von seinen Erkenntnissen zu profitieren.

Seine Forschungen gehen jetzt bereits weit darüber hinaus, Prothesen für Gehbehinderte zu optimieren. Er möchte ‚Gesunden‘ die Möglichkeit bieten, durch technologische Unterstützung Dinge tun zu können, die sie sonst gar nicht zusammenbrächten. Seine Vision ist, dass wir in Zukunft Schuhe und Kleidung haben werden, die nirgends einengt und drückt. Die Verbindung von Nerven und Muskeln mit computergesteuertem Material, das sich außerhalb des Körpers befindet, soll das ermöglichen.


[youtube TXLbV187AZU]

Wie ein Ingenieur sein eigenes Herz reparierte

Tal Golesworthy ist Techniker in Großbritannien und sah sich vor einigen Jahren damit konfrontiert, dass seine Aorta an einer Stelle im/am Herzen brüchig wurde und Gefahr lief zu platzen. Die Ärzte rieten zu einer raschen Operation, die ungefähr so ablaufen sollte: Der Brustkorb wird geöffnet, der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, sein eigenes Herz still gelegt, der Körper auf 18 Grad Celsius heruntergekühlt, der brüchige Teil der Aorta herausgeschnitten und durch einen künstlichen Teil ersetzt. Anschließend muss das stillgelegte Herz wieder neu eingetaktet werden, ein nicht unproblematischer Vorgang. Auch das Hochfahren auf normale Körpertemperatur ist nicht ‚ohne‘. Der Patient ist danach sein Leben lang auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen, die Abstoßreaktionen des Körpers verhindern.

All das wollte Tal Golesworthy nicht. Als Mann, der sich mit der Reparatur von Boilern und Leitungen auskennt, brachte er diese Erfahrungen ein und schlug den Ärzten vor, das zu tun, was Techniker mit maroden Rohrleitungen oftmals tun: Statt sie auszutauschen werden sie von außen repariert. Zusammen mit aufgeschlossenen Herzspezialisten entwickelte er eine Manschette, mit der seine Aorta ummantelt wurde. Dies konnte in einer kurzen Operation am schlagenden Herzen erfolgen und die Manschette ist aus einem Material, das der Körper nicht abstößt. Dadurch erspart er sich dementsprechende Medikamente. Obwohl bis 2011 (das TED-Video stammt aus diesem Jahr) bereits 90 Operationen ohne Komplikationen verlaufen waren, läuft weiterhin eine große Zahl erfahrener Herzspezialisten gegen diese Lösung Sturm, weil sie gegen die herkömmliche Vorgangsweise vieler Herzchirurgen spricht. Wieder ein gutes Beispiel, wieviele Widerstände bei einer radikalen Innovation zu überwinden sind. 

[Quelle: TED-Video]

Ein Auto für junge Leute: Renault KWID

Das neue Konzeptauto von Renault wurde von einer internationalen Mannschaft hautsächlich in Indien entwickelt und ganz auf die zukünftige Kundschaft abgestimmt. Die Jugend von heute steht dem Elektroauto viel positiver gegenüber als ihre Eltern und fotografiert gerne. Sie liebt technisches Spielzeug. Renault hat deshalb seinem KWID eine Drohne mitgegeben, die aus dem Dach aufsteigt und den Fahrtweg aus der Luft abbildet (dort muss sie in Zukunft allerdings achtgeben, nicht mit einer Drohne von DHL oder Amazon zusammen zu stoßen). Interessant ist auch eine weitere Neuerung: Vorne gibt es eine Sitzbank, bei der der Fahrer in der Mitte ‚trohnt‘! Dadurch fasst das Auto 5 Personen. Auch das Türkonzept geht neue Wege. Das von Renault bezweckte Resultat: Ein Auto zum Träumen!


[youtube SF7it6_2j7Q]

Algen statt Plastik

Nach langen Jahren der Forschung hat der Franzose Remy Lucas einen Weg gefunden, wie Algen als Rohstoff verwendet werden können. Und damit auf Erdöl als Grundstoff verzichtet werden kann. In einer ersten Stufe hat er noch halb Plastik, halb Algen verwendet und damit immerhin schon eine enorme Menge Erdöl eingespart. Aber mit Algopack ist es ihm gelungen, auf 100% Algen als Grundmaterial zurückzugreifen.

Für Staaten, die am Meer liegen ergibt sich dadurch auch die Möglichkeit, diese Algen nahe am Meer zu verarbeiten. Algen haben gegenüber Erdöl eine Menge Vorteile. Das Material wächst schnell nach, steht in nahezu unbegrenzter Menge zur Verfügung und kann leicht geerntet werden. Im Gegensatz zu Plastik ist es kompostierbar und daher umweltfreundlich. Wer anläßlich der Suche nach dem verschwundenen Flug MH 370 gesehen hat, was alles in den Weltmeeren herumschwimmt, kann sich vorstellen, dass Algen als Verpackung (sollten sie wieder ins Meer gelangen) dort viel weniger anrichten können als Plastikteilchen, die Tiere und Menschen vergiften.


[youtube hIOkdKPWImg]

[Quelle: bizforward]

Ultraschall reinigt Windschutzscheiben

Seit langem werden schon Zähne oder Brillen mit Ultraschall gereinigt. Nun soll es auch einem Teil an den Kragen gehen, das sich über viele Jahre und Jahrzehnte nicht sehr verändert hat: Dem Scheibenwischer beim Auto. Früher zwei, manchmal nur mehr einer, früher gleich groß, heute verschieden groß oder von ganz unterschiedlicher Form, möglicherweise sogar mit unterschiedlichen Wischrhythmen – immer noch sind es Wischer, die unsere Autoscheiben frei halten. Auch wenn sie im Winter anfrieren oder mit Schnee verkleben und Schlieren machen. Dies soll in Zukunft alles nicht mehr nötig sein, wenn die Windschutzscheiben bei Autos mit Ultraschall gereinigt werden. Noch größer sehe ich den Nutzen im Sommer, wenn hunderte von Insekten bei jeder Ausfahrt gegen die Scheiben klatschen. Die sollen nun durch Ultraschall von vornherein von der Windschutzscheibe fern gehalten werden. Durch eine Art Schutzschild würden Wasser und Insekten über das Dach abgeleitet werden.

Auch wenn die technische Seite lösbar scheint, wird es doch schwierig sein, die Behörden vom Verzicht auf die Scheibenwischer zu überzeugen. Aber schließlich haben heutige Autos auch kein Reserverad mehr im Kofferraum – vor einigen Jahren noch undenkbar!