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Recyclebares Containerhotel

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Ein schönes Beispiel für Lösungsprinzip Nr. 27 nach TRIZ (Ersetze teure Langlebigkeit durch billige Kurzlebigkeit) ist ein Projekt der britischen Hotelgruppe Travelodge. Sie plant, schon in den nächsten Monaten mehrstöckige Hotelbauten aufzuziehen, die aus vorbereiteten Containern bestehen (werden in China erzeugt). Diese Hotels können innerhalb von 3 (!) Monaten aufgestellt werden und in sehr kurzer Zeit auch wieder abgebaut werden. Damit sind sie für jede Art von Großereignissen interessant. Vor allem können durch ein spezielles Rahmengitter die Hotelcontainer mehrmals an unterschiedlichen Plätzen wieder verwendet werden. Und werden sie unansehnlich oder reparaturanfällig bzw. haben ihre vorgesehene Lebensdauer abgedient, dann sollen sie recycled werden. Was bei den heutigen Stahlpreisen durchaus nochmals nette Einnahmen verspricht.

Durch die Vorfertigung, die geringe Bauzeit und andere Möglichkeiten, da oder dort noch einzusparen (z.B. durch die Standardisierung) soll ein Zimmer bei Travelodge angeblich nur rund EUR 25,00 pro Nacht kosten. Schon ab Juni in West London.

Travelodge wurde 1985 in Großbritannien gegründet und gilt allgemein als sehr innovativ. So bieten sie z.B. auf Wunsch einen großen zweiarmigen Kuschelpolster für Alleinreisende an, die gewohnt sind, mit einer zweiten Person einzuschlafen. Um weitverbreiteter Schlaflosigkeit vorzubeugen, haben sie sogar durch einen NLP-Experten 5 Beiträge zur Entspannung vom Alltagsstress ausarbeiten lassen, die auf ihrer Homepage heruntergeladen werden können.
[Gefunden beim ORF]

Welterfolg mittels TRIZ

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Procter & Gamble (am ehesten bekannt durch Ariel und Pampers) ist einer der weltweit erfolgreichsten Markenartikler und immer wieder auf der Suche nach Feldern für weitere Innovationen. Auf dem Sektor ‘Bleichen von Zähnen’ entdeckte P&G, dass dies meistens professionell von Zahnärzten um teures Geld (EUR 300,00-400,00 oder mehr) erledigt wird oder zuhause mühsam mit einigem Aufwand und unangenehmen Nebenerscheinungen. Allerdings ist der Markt riesengroß, denn sehr viele Menschen haben durch Rauchen oder Teetrinken, aber auch durch mangelnde Mundhygiene, eher gelbliche Zähne. Und hätten gerne strahlend weiße!

Entweder hatte Procter & Gamble gerade zuwenig Forscherkapazität oder wollte man den angesagten Einsatz außenstehender Ressourcen tatsächlich erhöhen, jedenfalls erhielt die Firma 3GEN Partners den Auftrag, sich dieses Problems anzunehmen und eine Lösung zu finden, die für die Kunden wesentlich angenehmer und kostengünstiger sein sollte als die bisherige. Da 3GEN Partners stark mit Altshullers Methode des systematischen Erfindens (TRIZ) arbeitet, wurde zuerst das Problem analysiert und ein Widerspruch formuliert:

“Das Bleichmittel muss über einige Zeit mit den Zähnen in Berührung kommen, darf aber keinesfalls mit dem Speichel in Berührung kommen”. Das war bisher mit Metall- oder Kunststoffschienen möglich, die speziell angepasst und über die oberen bzw. unteren Zähne gestülpt wurden. Man kann sich vorstellen, wie angenehm das ist. 3GEN Partners prüfte anhand der 40 TRIZ Lösungsprinzipien mehrere Möglichkeiten und entschied sich schlußendlich für das Prinzip Nr. 30 (Verwendung biegsamer Hüllen oder Folien) und entwickelte die sogenannten Whitestrips (Crest bzw. Blend-a-med). Mit diesem Produkt wurde Procter & Gamble innerhalb kürzester Zeit Marktführer wurde und konnte nach einem Jahr bereits 45% dieser Produktkategorie für sich in Anspruch nehmen. Angeblich handelt es sich dabei sogar um den erfolgreichsten Produktlaunch in der Geschichte von P&G.

Da sie jedoch nicht die von 3GEN Partners ursprünglich verlangte hohe Summe für die Entwicklung bezahlen wollten, wurde vereinbart, dass 3GEN Partners über einen bestimmten Zeitraum mit einem kleinen Prozentsatz an jeder verkauften Packung beteiligt ist. Durch den raketenartigen Einstieg in den Markt völlig überrumpelt, bereut es P&G heute noch bitter, nicht dem ursprünglich verlangten Einmalbetrag zugestimmt zu haben. Woher ich das weiß? Einer der Vizepräsidenten von 3GEN Partners erzählte uns diese Anekdote auf der TRIZCON 2004 in Seattle…

Ein Unterhemd kann Sonnenbrand mildern

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CyclodextrinAus der Serie ‘Deutsche Innovationen’ in der Wirtschaftswoche 43/2007 möchte ich heute die Cyclodextrine der Münchner Wacker Chemie hervorheben. Es sind dies ringförmige Zuckermoleküle, die beim Abbau des Naturproduktes Stärke mit Hilfe von Enzymen gewonnen werden. Sie sind biologisch abbaubar, völlig ungiftig und können dauerhaft auf Natur- und Kunstfasern verankert werden. Jedes Molekül bildet einen Hohlraum und kann darin Substanzen aufnehmen, die eine Abneigung gegen Wasser haben.

Sobald Sie nun zu schwitzen beginnen, nehmen diese Moleküle den Schweiß auf und geben im Gegenzug z.B. einen wohlriechenden Duft oder eine Medizin ab. Unterwäsche kann Sonnenbrand bekämpfen, ein Hemd Neurodermitis oder Strümpfe Orangenhaut (berichtet 3sat). BR-online berichtet noch weitergehend, nicht nur was alles mit Cyclodextrinen möglich ist, sondern was ‘intelligente’ Textilien bereits alles können. Sie schreiben z.B.

Das Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, kurz IZM, entwickelt ein komplettes T-Shirt zur Kontrolle der Vitaldaten des Trägers. Mit leitfähigen Fäden ist ein Chip auf ein T-Shirt genäht, außerdem eingearbeitet - metallene Fäden, die über die Brust führen. Das Ganze: voll waschbar. Solche Systeme könnten in Zukunft die Herzfrequenz, Blutdruck und Puls erfassen. Bei kritischen Werten schlagen sie Alarm und übertragen die Daten per Mobilfunk an einen überwachenden Arzt.

Wir werden also in absehbarer Zeit die Frage: “Kann Kleidung heilen oder vorsorgen?” mit “Ja” beantworten können.

[Foto: Wikipedia]

Interessante Innovationen aus Deutschland

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Die Wirtschaftswoche hat vor kurzem (in der Printausgabe 43/2007) eine tolle Aufstellung veröffentlicht. Sie hat den Titel ‘50 Innovationen, um die uns die Welt beneidet’. Ich möchte in den nächsten Wochen einige davon herausgreifen und näher darauf eingehen.

Starten wir mit ‘Textilbeton’. Betonstuhl Textilbewehrter Beton ist formbar und viel leichter als Stahlbeton. Der abgebildete Gartenstuhl verfügt über eine Heizung für Sitz und Lehne! Das Kompetenzzentrum für Textilbeton befindet sich in Dresden, aber die derzeit längste Brücke aus Textilbeton (Glasfaser) wurde gerade Anfang Oktober in Kempten eröffnet. Die Teile sind extrem dünnwandig und halten eine neunmal so hohe Belastung aus wie herkömmlicher Stahlbeton. Die 16 Meter lange Brücke wiegt mit 12,5 Tonnen aber nur 1/3 dessen, was eine Stahlbetonbrücke wiegen würde.

Aber auch in Aachen hat sich ein Zentrum für Textilbeton an der Technischen Hochschule etabliert. Und erst vor wenigen Tagen wurde der Spatenstich für ein Erweiterungsgebäude der TH Aachen getan, bei dem erstmals weltweit eine Fassade aus Textilbeton verwendet werden soll. Für die nächste Generation denkt man schon an beheizte Fassaden.

[Foto: Textilbetonzentrum]

Die Hinterbliebenen sind immer dabei

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AschendiamantenManche Dinge können erst entstehen, wenn sie durch gewisse Begleitumstände begünstigt werden. So wusste ich bis vor kurzem noch gar nicht, dass sich in der Schweiz bereits mehr als 75% aller Verstorbenen verbrennen lassen. Und es bleibt den Hinterbliebenen überlassen, ob sie die Asche des Dahingeschiedenen auf dem Friedhof lagern oder im trauten Heim (oder Garten). Daher ist es auch besser zu verstehen, dass in diesem Klima der Gedanke reifen konnte, was man mit der verbliebenen Asche noch alles anstellen könnte.

Zwei findige Herren, Veit Brimer und Rinaldo Willy aus Chur hatten zwar nicht die Idee, aber Kontakte zur russischen Akademie der Wissenschaften. Dort lernten sie Prof. Vladimir Blank kennen, der eine Technologie entwickelt hatte, wie man aus Asche Diamanten erzeugen könnte. Er brachte eine dementsprechende Maschine ein und die beiden Schweizer riskierten 2004 den Start. Sie nannten ihre Firma ‘Algordanza’ , was auf rätoromanisch soviel wie ‘Erinnerung’ bedeutet. Heute sind sie bereits in 17 Ländern vertreten und ISO-zertifiziert. Sie verlangen für ihre Dienstleistung in etwa den Preis eines durchschnittlichen Grabsteins. Dafür erhalten die Hinterbliebenen einen oder mehrere kleine Diamanten, die in einem mehrwöchigen Verfahren aus der Asche der Verstorbenen gepresst werden. Diese können in Ringe oder Anhänger eingearbeitet werden. Oder sie erhalten einen Ehrenplatz in der Wohnung. Sollte man in eine andere Stadt ziehen, wandert die Erinnerung an den oder die liebe Angehörige(n) mit. Selbst 10-15 Jahre alte Asche soll noch verarbeitet werden können. Würden Sie für diese Idee die Urne öffnen?

[Foto: Algordanza]

Warum heißen ziegelförmige Verpackungen eigentlich Tetra Pak?

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TetraPak

Nur die Älteren unter uns werden dieses Geheimnis lüften können, denn die Jungen verbinden mit dem Namen ‘Tetra Pak’ meist den Tetra Brik. Nur die Wenigsten können sich noch daran erinnern, dass die ersten Verpackungen unter dem Namen ‘Tetra Pak’ tatsächlich Tetraeder waren.

Radikale Innovation Nr. 1: Dr. Ruben Rausing hatte Anfang der 50er-Jahre ein neues Verfahren entwickelt, um Getränke schnell und aseptisch abfüllen zu können. Ein vorher befüllter Zylinder wurde zusammengedrückt, verschweißt und abgeschnitten, dann um 90 Grad gedreht und wieder zusammengeschweißt und geschnitten, usw. Das Geniale daran war, dass der Verschweißprozess erfolgte ohne den Inhalt (also die Milch) zu berühren.
Radikale Innovation Nr. 2: Statt wie bisher Milch in Glasflaschen abzufüllen, setzte er gewachstes Papier als Verpackung ein.

TetraPak-BrikBeide Ideen waren revolutionär, doch stark aus der Sicht des Produzenten betrachtet. Bis zum Lebensmittelhandel ließen sich die Tetraederpackungen auch noch recht platzsparend in Spezialbehältern schlichten. Einmal in der Hand des Verbrauchers, waren die Packungen zum Verstauen im Kühlschrank eher unhandlich und nahmen viel zu viel Platz ein. Zum Öffnen brauchte man eine Schere, um die obere Spitze abzuschneiden, zum Wiederverschließen eine Wäscheklammer. Tetra Pak ist es dennoch jahrelang gelungen, das Modell ‘Classic’ in vielen Ländern zu verkaufen. Einen wesentlichen Vorteil hatte allerdings auch der Verbraucher: Er musste viel weniger Gewicht nach Hause schleppen als zu Zeiten der Milchflasche. Heute noch wirbt Tetra Pak damit, dass die gewichtsmäßige Verteilung Inhalt zu Verpackung 97:3 ausmacht. Letztendlich war sich Tetra Pak aber dann doch nicht zu schade, auf besser stapelbare Produkte umzusteigen. Und wenn Sie darauf bestehen, können Sie heute noch die Tetraederpackung bei Tetra Pak beziehen!

[Fotos: Tetra Pak]

Eine Brücke nach Nirgendwo

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oeresundBeim Anflug auf den Kopenhagener Flughafen traute ich meinen Augen nicht, als ich nach unten sah: Da gab es eine tolle Brücke, die aus Schweden in Richtung Dänemark zeigte und die Fahrbahn endete plötzlich mitten im Meer! Von oben schien sie in eine Sackgasse zu münden. Später erfuhr ich, dass es sich bei der ‘Sackgasse’ um die künstliche Insel Peberholm handelt, wo sowohl Autobahn wie auch Bahntrasse unter die Meeresoberfläche ‘hinabtauchen’. Und das deshalb, damit kein Bauwerk die Einflugschneise des Kopenhagener Flughafens behindert. Und beide tauchen auch erst wieder auf der anderen Seite des Flughafens auf.

Bei meiner Recherche zu dem Bauwerk bin ich auf tolle Innovationen gestoßen, die während der Bauarbeiten für dieses Jahrhundertbauwerk zum Tragen kamen. Bernd Nebel hat dies auf seiner Brücken-Homepage so gut beschrieben, dass ich Ihnen empfehle, es bei ihm im Original nachzulesen.

Von anderen Konferenz-Teilnehmern (Sie erinnern sich, ich war bei einer Kreativitäts-Konferenz) habe ich erfahren, dass sich durch die Brücke über den Øresund sogar die Lebensbedingungen vieler Dänen verändert haben. Die Fahrt von einem Land ins andere dauert 30-60 Minuten. Viele Dänen arbeiten weiterhin in Kopenhagen, sind aber hinüber nach Malmö gezogen, weil dort das Leben günstiger ist als in der dänischen Hauptstadt. Trotz starker Rabatte, die diesen Pendlern gewährt werden, wurden die Berechnungen für die Schuldentilgung des Bauwerks von ursprünglich 35 Jahren auf 33 abgesenkt, weil die Einnahmen wesentlich über den Erwartungen lagen. Sollte eines Tages die Fehmarn-Brücke (verbindet Deutschland mit Dänemark ) tatsächlich gebaut werden, dann würde das auch dem Tourismus Richtung Skandinavien nochmals einen ordentlich Schub verleihen.

[Foto: Bernd Nebel]

Holt die Bauern in die Stadt!

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vertical farms-chrisjacobsAngeregt durch einen Beitrag auf ‘ideentower.de’ habe ich mich näher mit der faszinierenden Idee beschäftigt, Ackerbau und Viehzucht nicht mehr nur auf der Erdoberfläche zu betreiben. Durch das Bild in dem Beitrag dachte ich zuerst nur daran, Ställe und Felder in Zukunft zu verdoppeln, in dem man sie zweigeschoßig baut. Da ich mir aber das Konzept von Dr. Despommier/Columbia University näher angesehen habe, ist mir die Radikalität seines Vorschlags erst so richtig bewußt geworden: Er möchte Ackerbau und Viehzucht in z.B. 30-stöckige Hochhäuser verlagern, die mitten in der Stadt stehen. Damit möchte er 50.000 Menschen im Jahr versorgen. Und so auch gleich die Transportkosten verringern, da die Ware ja viel näher am Verbaucher wäre. Das dadurch freiwerdende Land sollte aufgeforstet werden, um unser Klima wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Er fragt z.B. auch, warum die Menschheit, die größtenteils bereits in wettergeschützten Gebäuden sitzt, ihre Nahrung immer noch den Unbillen des Wetters aussetzt. Seine Studenten haben bereits Konzepte für Manhattan und Harlem entwickelt. Diese sind teilweise schon sehr ausgereift, haben Wirtschaftlichkeitsrechnungen überstanden und muten gar nicht so utopisch an.

Aber auch in anderen Ländern wird fleißig an der Lösung des Welternährungsproblems gearbeitet. In Japan wird sogar mit unterirdischen Feldern experimentiert.

[Foto: Chris_Jacobs]

Computer im Garten

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GardenaEs gibt Gegenden, da regnet es höchstens an 3-5 Tagen im Jahr. Daher müssen die Pflanzen im Garten künstlich bewässert werden. Was früher noch von Hand (z.B. mit dem Schlauch) geschah, kann heute radikal anders erledigt werden, ohne dass ein Mensch dabei in Aktion treten muss. Diese Arbeit verrichtet mittlerweile ein Gartencomputer, der zu einer bestimmten Zeit das Ventil zur Wasserzugabe für einen Bewässerungsschlauch öffnet. Wer also z.B. nur einmal pro Jahr seine Latifundien in einem südlichen Land besucht, kann sich trotzdem einen Garten halten. Die meiste Zeit im Jahr haben allerdings die Nachbarn etwas davon, die dort mehrere Monate oder das ganze Jahr leben.
Die Geräte verfügen über eine gute Lebensdauer (mein letzter Gardenacomputer hat erst nach 10 Jahren den Geist aufgegeben - trotz teilweiser großer Hitze und Meeresluft). Und die Investition rentiert sich allemal (man kommt schon mit ca. 45,00 EUR durch).

Was hatte ich früher für Schwierigkeiten: Der erste Gärtner kam einmal in der Woche, hielt den Schlauch 5 Minuten an jede Pflanze, legte sich aber manchmal wegen der großen Anstregung auch irgendwo hinters Haus, um eine Siesta zu halten. Der zweite Gärtner war ein ergrauter Fischersmann, der seine Rente etwas aufbessern wollte. Allerdings war Wasser von Alters her für ihn so ein wertvolles Gut, dass er damit äußerst sparsam umging und den Pflanzen nicht viel gönnte. Der Computer entledigte mich dann (fast) aller Sorgen. Wenn die Batterie des Computers durchhält (offiziell 1 Jahr), dann klappt die Wasserversorgung tadellos. Wenn nicht, bekommen die Pflanzen halt 2-3 Monate kein Wasser. Nach mehr als 20 Jahren Erfahrung weiß ich inzwischen: Tropische Pflanzen halten so etwas aus! Manchmal platzt eine Düse oder der Schlauch leckt irgendwo, dann wachsen dort die Pflanzen besonders gut, weil sie überproportional viel Wasser bekommen (auch das vertragen sie). Nachdem ich die Bewässerung auf 30 Minuten täglich eingestellt habe, schlägt sich das aber dann doch stark in der Wasserechnung nieder. Aber trotzdem finde ich es eine tolle Erfindung!
[Foto: Gardena]

Stempel und Kissen

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StempelEine Revolution hat seinerzeit die Firma Walter Just aus Österreich (trodat) mit dem sogenannten ‘Selbstfärber’ eingeläutet. Musste man damals seine Stempel am besten hängend aufbewahren, um ein Abfärben auf jeglichen Untergrund zu vermeiden, war der Stempel bei Bedarf mit einer Hand aus der Hängevorrichtung zu nehmen, mit der anderen Hand wurde der Deckel des Stempelkissens geöffnet. Dann mit ruhiger Hand der Stempel auf das Kissen gedrückt und anschließend mit sanftem Druck gegen die zu bestempelnde Unterlage gepresst.

Der Selbstfärber vereinfachte den Vorgang radikal: Der Stempel kann stehend aufbewahrt werden, die Stempelplatte mit dem Schriftbild bleibt ständig gegen das Stempelkissen gedrückt und wird nur für den Stempelvorgang durch Druck nach unten um 180 Grad gedreht und auf die Unterlage gedrückt. Dann kehrt sie selbständig in die ursprüngliche Lage zurück und wird durch den Anpressdruck an das Stempelkissen wieder frisch eingefärbt.

Waren die ersten Modelle aus Metall und sehr stabil, war deshalb auch der Preis dementsprechend hoch. Als aber eine Lösung gefunden wurde, die fast nur aus Kunststoff bestand, konnte der Preis stark gesenkt und die kleineren Stempel (auch für den privaten Gebrauch) millionenfach verkauft werden.