Rudolf Diesel
22. August 2010 Allgemein, Auto, Produkte, Verfahren Keine KommentareGestern Abend lief auf arte ein sehr interessanter Bericht über den deutschen Erfinder Rudolf Diesel. Er war beseelt von der Idee, die Dampfmaschine mit ihrer sehr geringen Energieausbeute durch einen anderen Antrieb abzulösen. Diesel warf alles über den Haufen, was unter Ingenieuren bisher als möglich galt und blitzte mit seinen Vorstellungen auf der Suche nach Geldgebern deshalb bei vielen renommierten Firmen ab. Das klassische Schicksal von Menschen, die eine radikale Innovation anstreben: Die meisten Fachleute hielten seine Ideen für undurchführbar.
Und weil es bei Erfindungen auch immer wieder auf Zufälle ankommt: Sein Förderer Buz von der Maschinenfabrik Augsburg (jetzt MAN) erlaubte Diesel nach zahlreichen Rückschlägen nur mehr Experimente mit geringeren Verbrennungstemperaturen, da er Angst hatte, ein Teil seiner Firma könnte explodieren. Durch diese Vorgabe fand Diesel erst die passende Temperatur, vorher hatte er mit viel zu hohen Temperaturen gearbeitet. Auch war sein Erfindergeist dadurch angetrieben, einen Motor herzustellen, der gering im Treibstoffverbrauch war und preiswerten Treibstoff vertrug.
Bis heute gibt es keine Alternative zum Dieselmotor für die Schifffahrt. Nach Diesels Tod wurden seine Motoren durch weitere Forschung immer kleiner und konnten zuerst in LKWs, später auch in PKWs eingesetzt werden.
Heute noch steht Diesels Name weltweit an abertausenden von Zapfsäulen und seine Erfindung wird immer weiter verbessert. Diesel selbst hatte nur theoretisch mit Bio-Diesel experimentiert, fast hundert Jahre nach seinem Tod (1913) ist auch das kein Problem mehr.
Das indische Unternehmen TATA hat sich mit dem Billigauto TATA Nano einen Namen gemacht. Nun liefert TATA Housing ein Modell, das man mit recht in die Kategorie einer disruptiven Innovation einreihen kann, die den Markt von unten aufrollt .

Mehrmals habe ich bereits erwähnt, dass (staatlicher) Zwang eine Triebfeder für radikale Innovationen darstellt. Und dass die Anpassung bis zu wirklich brauchbaren Ergebnissen oft lange dauert. Genau das trifft jetzt beim langsamen Sterben der Glühbirne zu. Was gibt es für hitzige Diskussionen über das Verbot der 100Watt-Birne und das sich in Haushalte ausbreitende Quecksilber, wenn Energiesparlampen zerplatzen. Dabei ist diese Diskussion doch eigentlich sinnlos, da die LED (Light Emitting Diode)-Lampe schon lange aus den Startlöchern gekommen ist. Nun liefern uns PHILIPS und OSRAM sogar eine LED-Birne, die in alle herkömmlichen (Edison-E 27)Gewinde passt!
Burkhard Schneider hat mich darauf gebracht: Er hat im
Schweiz, in Deutschland und in Österreich angeboten werden. Wer Schwyzerdütsch versteht, kann sich dieses 

