Archiv der Kategorie: Verfahren

Ist das erste kompostierbare Auto im Anrollen?

Studenten einer holländischen Universität haben eine Elektro-Auto aus Zucker und Flachs entwickelt, das zu 90% kompostierbar ist. Das Chassis sieht zwar etwas seltsam (eher rustikal) aus, aber von außen wirkt das Auto durchaus interessant. Es ist als Zweisitzer konzipiert und soll nur 350 kg wiegen. Durch eine spezielle Wabenstruktur bekommt es eine entsprechende Stabilität. Es soll 100 km/h schnell sein und eine Reichweite von 250 km haben. Das erste Fahrzeug soll bereits im Sommer 2018 seine Zulassung erhalten und anschließend durch einige europäische Städte unterwegs sein.

Als reines Stadtauto sehr gut denkbar. Wenn es im Carsharing vermietet wird, stellt sich nur die Frage, wie lange es bei starker Beanspruchung durch unterschiedliche Benutzer hält.

[Foto: TU Eindhoven]

Die Blutabnahme revolutioniert!

Vor acht Jahren habe ich schon einmal über eine Möglichkeit berichtet, wie man Menschen impfen kann, die Angst vor einer Nadel haben. D.h. einen Impfstoff ohne Nadel durch die Haut zu bringen. Heute lese ich, dass andere Forscher der selben Zielgruppe (Menschen mit Angst vor Nadeln) wieder etwas Neues bieten: Nämlich Blutabnahme ohne Nadel! Loop Medical – entstammt der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) – hat jetzt ein System entwickelt, mit dem man das schmerzfrei und ohne Nadel schafft.

Allerdings hat das vor drei Jahren schon die amerikanische Tasso Inc. aus Seattle mit ihrem Produkt HemoLink versprochen. Was ist eigentlich aus diesem Produkt geworden? Die Homepage gibt darüber keine genaue Auskunft. Wer weiß hier mehr darüber?

Knochenschraube spart zweite Operation

Die vom oberösterreichischen Orthopäden Dr. Klaus Pastl erfundene Schraube besteht aus menschlichem Knochenmaterial, nämlich aus Oberschenkelknochen. Diese werden von einer deutschen Firma geliefert, die sich auf Organspenden spezialisiert hat. Pastl kann aus einem Oberschenkelknochen 20-40 Schrauben gewinnen, die nach einem von ihm erfundenen Verfahren hergestellt werden. Auch das von Deutschland gelieferte Material wird nach einer von ihm patentierten Lösung sterilisiert.

Seit 2010 werden bereits erfolgreich diese Schrauben im klinischen Bereich getestet, seit April 2016 darf die Shark Screw® als zugelassenes Knochentransplantat eingesetzt werden. Seit November 2016 ist das Produkt der surgebright GmbH auch in der Schweiz zugelassen.

Die Schraube wird innerhalb weniger Wochen von körpereigenen Zellen durchdrungen und vom Körper des Patienten angenommen. Dadurch entfallen Abstoßungserscheinungen und die bei Metallschrauben nötige zweite Operation, um diese wieder zu entfernen. In Österreich verwenden bereits 14 Kliniken das Material von surgebright. Sollte dieses Produkt jetzt weltweit Furore machen, so ist mit heftigem Gegenwind von Erzeugern der Metallschrauben zu rechnen. Oder kommt ein tolles Buyout?

 

Die Plattform CONDA wechselt zur Blockchain-Technologie

CONDA, eine der bekanntesten österreichischen Crowdinvesting-Plattformen (Start 2013) betreut derzeit bereits ähnliche Plattformen in sieben Ländern. Der Schwerpunkt liegt darauf, kleinere Betriebe (auch StartUps) mit Investoren zu vernetzen. Ab 100€ kann sich jeder bereits an einem Unternehmen beteiligen. 89 Projekte wurde bereits erfolgreich betreut und mehr als 9000 Investoren gefunden. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo CONDA in die Blockchain-Technologie einsteigt, um über eine Krypto-Währung Investments länderübergreifend, sicher und schnell anbieten zu können. Die rechtliche Seite ist in allen sieben Ländern geklärt und der Start erfolgt demnächst (siehe https://ico.conda.online/).

Bekannt geworden ist CONDA durch eines seiner ersten Crowdinvesting-Projekte für Wohnwagon.

[Foto: Wohnwagon]

Ein gutes Beispiel für „Cross Innovation“

Warum nicht eine beliebte Methode aus der Baubranche zur Schuttentsorgung auf Baustellen dazu verwenden, um Menschenleben zu retten? Man tausche die ineinander verschachtelten konischen Röhren (TRIZ-Lösungsprinzip Nr. 7: Matrjoschka -Verschachtelung) einfach gegen eine relativ enge aber nachgiebige Folienröhre aus und ab geht die Post! Bei Todesgefahr durch ein großes Feuer würden sich wahrscheinlich selbst Menschen mit Klaustrophobie (Platzangst) überwinden können, diese „Rettungsgasse“ zu durchqueren.

[Quelle: Viral in USA]

Akkus in Sekundenschnelle aufladen

In fast jedem Artikel über Elektroautos wird immer wieder auf die mühsame und lange andauernde Aufladezeit der Batterie verwiesen.

Superkondensatoren lassen sich sehr schnell laden und entladen, eignen sich aber nicht zur Energiespeicherung, die für Akkus nötig ist. Ideal wäre es deshalb, beide Eigenschaften, nämlich Speicherfähigkeit und Geschwindigkeit zu kombinieren. Ein Forscherteam der Drexel University in Philadelphia hat sich nun dieser Sache angenommen und mit Hilfe des sehr leitfähigen Materials Mxene gute Ergebnisse im Millisekundenbereich erzielt. Allerdings ist dabei auch die Struktur der Elektroden ganz entscheidend.

Die Aufladezeit ist bei Smartphones sicher nicht kaufentscheidend, würde aber den Kauf von Elektroautos stark fördern, da neben der Reichweite die Aufladezeit auch immer mit konventionellen Autos mit Verbrennungsmotoren verglichen wird.

[Foto: Drexel University, Quelle: Trends der Zukunft]

Formschönes Rundhaus aus dem 3D-Drucker in 24 Stunden

Natürlich sind die russischen Erbauer dieses Hauses stolz auf ihren tollen 3D-Drucker, der aus Beton ein Haus innerhalb von 24 Stunden erstellt. Die Ersten sind sie damit allerdings nicht: Die Chinesen haben 2014 bereits zehn Häuser auf einmal in einem Tag „gedruckt“! Allerdings in einer Halle, die russische Firma Apis Cor druckt das Haus direkt auf der Baustelle – auch bei -35 Grad!

Man könnte diese Häuser sehr schnell nach Katastrophen drucken, wenn viele Menschen obdachlos werden. Oder bei größer werdenden Flüchtlingswellen. Trotzdem glaube ich, dass vorerst eher betuchtere Leute auf diese Art von Häusern zugreifen werden, die eine bestimmte „Vorreiterrolle“ dokumentieren möchten.

[Quelle: Trends der Zukunft]

Ist Elektroantrieb die Zukunft der Luftfahrt?

Elektrisch betriebene Flugzeuge kommen immer mehr in Mode, um die Treibhausgase zu senken. Das amerikanische Unternehmen Zunum Aero hat vor Kurzem den Bau eines Flugzeugs mit Hybridantrieb angekündigt. Sie wollen so auf kurzen Flügen die Abgase unter 80% drücken. Zuerst wird es kleine Flugzeuge für 10 Passagiere geben. Wenn die Technologie sich bewährt, wollen sie die Maschinen Zug um Zug vergrößern.
Boeing und JetBlue haben sich an diesem Start-up beteiligt. „Diese Technologie und Kundenansprache hat das Potential, den Markt für kleine und Kurzstreckenflugzeuge, die regionale Flughäfen ansteuern können, radikal zu verändern“, erklärt beispielsweise Steve Nordlund, Vizepräsident Strategie bei Boeing, das Investment seiner Firma.

Das könnte jedenfalls dazu führen, Regionalflughäfen in vielen Ländern wieder attraktiver zu machen. Und nachdem Tesla – Dank Elektroantrieb – im Firmenwert bereits Ford überholt hat, könnte vielleicht Zunum aero auch eines Tages seinen Investor Boeing „überholen“!

[Foto: Zunum aero]

Keine Angst mehr vor Spritzen!

Eine interessante neue Möglichkeit, wie bestimmte Medikamente in den Körper kommen, wurde von Medizinern an der University of Berkeley entwickelt. Diese neue Methode nennt sich MucoJet und presst mittels Hochdruckstrahl (so ähnlich wie eine Munddusche) das flüssige Medikament in die Wangenmuskulatur. Das geht sehr einfach (siehe Video) und tut nicht weh! Sobald die medizinischen Erprobungen abgeschlossen sind – was allerdings wahrscheinlich noch 5-10 Jahre dauern wird – könnten auch Diabetiker aufatmen, denn möglicherweise sparen sie sich damit den täglichen Stich in den Bauch. Hier wird allerdings die „Pille“ geschluckt und schießt erst im Magen ihre Ration Insulin ab!

[Quelle: Trends der Zukunft]

Künstliche Intelligenz kann jetzt auch bluffen!

Es ist unglaublich, was Forscher alles schon mittels künstlicher Intelligenz (KI) probieren. Computerprogramme, die lernfähig sind, programmieren bereits weitere Computerprogramme. Und das teilweise in besserer Qualität als von Menschen erarbeitete. Schwerer tut sich KI noch mit dem Verfassen von Romanen, leichter geht es bei der Erstellung von Zeichnungen oder anderen Kunstwerken. IBMs Großcomputer Watson gewinnt im Schach, bei Jeopardy und beim asiatischen Go. Bis vor Kurzem waren Menschen beim Pokern noch überlegen. Jetzt hat der Poker-Algorithmus aber auch gelernt zu „Bluffen“ und gegen vier menschliche Profis gewonnen. [Quelle: www.trendsderzukunft.de]

Die „Libratus“ genannte Software könnte vielleicht auch lernen, in der Sprache versteckte Informationen wie z.B. Ironie zu verstehen. Was wiederum Spracherkennungsprogramme wesentlich verbessern würde. Die Möglichkeiten der KI spielen in derart viele Bereichen unseres Lebens eine immer größer werdende Rolle, dass sich auch Google mit seiner Firma DeepMind damit beschäftigt. Das Online-Magazin WIRED meldet im November 2016, dass Googles selbstlernende KI bereits wesentlich besser Lippenlesen kann als die menschliche Konkurrenz.