Archiv der Kategorie: Süßwaren

3D-Drucker erobern die Gastronomie

Dass 3D-Drucker als das Mittel erster Wahl gelten, um für die Industrie Prototypen zu erstellen, war mir bekannt. Dass in den USA aber bereits 3D-Drucker für die Gastronomie und auch bald für jeden Haushalt existieren, wusste ich bis heute nicht. Es beginnt mit der Dekoration von Torten und endet mit dem Erstellen kompletter Desserts. Das Design dafür kann man kaufen, mit einigem Geschick auch selbst erstellen. Alles, was sich CAD-mäßig darstellen lässt, kann vom Drucker übernommen und ausgeführt werden. Auf größeren Druckern kann man ganze Schokoladen anfertigen lassen, man übermittelt nur per Internet sein eigenes Design oder sucht es in einer reichhaltigen Palette aus. Junge Forscher der amerikanischen Cornell University entwickeln bereits an Geräten, die ca. 1.000 USD kosten. Sie stellen ihre Software als Open Source zur Verfügung. Bei Massenfertigung soll dann der 3D-Drucker für jede Küche (so die Entwickler selbst) „in etwa soviel wie ein iPad kosten“.


[youtube XQni3wb0tyM]

Für den Haushalt gibt es computergesteuerte Schneidecomputer schon um 99 USD bei Amazon.com. Mit Versandkosten und Zoll nach Europa wahrscheinlich das Doppelte, aber immer noch günstiger als in D um € 290,00. Sehen Sie nun, wie man so ein Gerät zur Tortendekoration einsetzt:
http://www.youtube.com/watch?v=RmsbFMs4eW0&feature=endscreen
[youtube RmsbFMs4eW0&feature=endscreen]

Ein Haus als Schaumrolle

beetlehaus.jpgDer Salzburger Stadtbaumeister Markus Voglreiter (schon sattsam bekannt als Erbauer des ersten VW-Beetle-Hauses), hat sich jetzt selbst übertroffen:

Wie der Salzburger ORF auf seiner Homepage heute meldet, wird er für einen Salzburger Piloten ein Schaumrollenhaus bauen.

Voglreiter im O-Ton ebendort: „Ich habe nach einem Kontrast zu dem bestehenden, konventionellen Gebäude gesucht. Wir sind mit dem Berufspiloten zusammengesessen, haben Schaumrollen gegessen und eine Gaudi gehabt“, schildert der Baumeister. „Da habe ich mir gedacht: Warum nicht ein Schaumrollenhaus bauen, das sieht sicher witzig aus.“

Da sich dieses Haus in Sichtweite der Höheren Technischen Lehranstalt Itzling befinden wird, kann es sicher den einen oder anderen Schüler kreativ inspirieren.schaumrollenhaus-gross.jpg Dazu wird Voglreiter aber noch einige Anpassungen durchführen müssen, denn derzeit (22.3. 10.54 Uhr) meinen in einer vom ORF inszenierten Abstimmung mehr als 70%, dass der bisherige Entwurf noch nicht wirklich an Schaumrollen erinnert. Selbst wenn man sich das runde Milchglas vorstellt, dass jeweils am Ende der Schaumrollenstockwerke angebracht werden soll.

Erfrischend sind jedenfalls Voglreiters kreative Entwürfe, von denen einige bereits weltweit für Interesse gesorgt haben. Und dass sich auch noch Bauherren finden, die diese nicht ganz billigen ‚Spinnereien‘ finanzieren, ist ebenfalls ein gutes Zeichen.

[Fotos: APA und Voglreiter]

Schokolade mit Bergkäse

Foto: ZotterSchokolade mit Chili war ja einigen Schleckermäulern schon bekannt. Aber kennen Sie auch Zartbitterschokolade mit Bergkäse, Walnüssen und Trauben? Und einem Hauch von Apfelbalsamessig? Da kann doch nur der Chocolatier Zotter aus der grünen Steiermark dahinter stecken! Oder hätten Sie lieber Pfeffer mit Minze?

Oder Sie probieren einmal die Schokolade mit Kamelmilch und Zedernholzhonig von Chocolatier Johann Georg Hochleitner aus Tamsweg. Auch Hannes Treichl hat in seinem Blog darüber vergangenen Oktober berichtet.

Vielleicht mögen Sie doch lieber Weinschokolade Blaufränkisch – Zweigelt von Fenkart aus Vorarlberg. Oder eine Andensalzschokolade aus der Black Line von Domori.

Immer wieder werden Innovationen mit Schokolade probiert. Und tatsächlich schaffen es Spezialisten, Kombinationen anzubieten, an die bisher noch niemand gedacht hatte!

[Foto: Zotter]

Als Schokolade nur getrunken wurde…

Schokoladestapel…schmeckte sie bei den Azteken und Mayas noch ziemlich bitter. Erst die Europäer haben das Getränk erhitzt und sind dann durch Beimengung von Zucker und Honig auf den Geschmack gekommen. Radikal wurde die nächste Innovation erst dann, als Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Schokoladetafeln erfunden wurden. Nun wurde Schokolade auch gegessen!

Den nächsten radikalen Sprung schaffte der Schweizer Rodolphe Lindt, als er 1879 die ‚Conche‘ erfand, eine Vorrichtung, die die Schokolade stundenlang rührt. Ob mit Absicht oder weil er einfach vergessen hat, seine ‚Conche‘ abzuschalten, hat er nach 72 Stunden Laufzeit entdeckt, dass das Resultat eine flüssige Masse mit wunderbarem Aroma war und auf der Zunge zerging. Heute verwenden alle Schokoladenhersteller Conchen, allerdings dauert der Vorgang durch neuartige Verfahren wesentlich weniger lang. Der von Lindt erfundene Längsreiber ist heute durch wesentlich effizientere Rundconchen abgelöst, die in viel kürzerer Zeit sehr gute Ergebnisse erzielen. Echte Qualitätsschokolade benötigt jedoch immer noch einige Tage, daher auch der wesentlich höhere Preis.