Archiv der Kategorie: Prozesse

In Wien enstehen interessante Dinge beim neuen Hauptbahnhof

Es wird ab 2018 dort z.B. einen „Grünen Markt“ geben, d.h. eine Markthalle, die ganz neue Maßstäbe setzt. Unter anderem wird eine ganzjährig bertriebene Aquaponic-Anlage errichtet, in der Fische und Pflanzen gegenseitig voneinander profitieren. Im Keller des Gebäudes werden die Fischtanks stehen, in zwei Obergeschossen wachsen die Pflanzen (Gemüse). Die Ausscheidungen der Fische werden gefiltert den Pflanzen als Nahrung zugeführt, die Pflanzen wiederum halten das Wasser für die Fische frisch: Ein geschlossener Kreislauf, der ohne chemische Beigaben von außen auskommt. Fische und Pflanzen werden dann natürlich in der Markhalle verkauft.

Quelle: http://aquaponic-austria.at/

Die Arbeitszeit von 8 auf 5 Stunden verkürzen

Die Arbeitszeit radikal verkürzen, in dieser Zeit das gleiche Ergebnis erzielen wie vorher und fast doppelt soviel verdienen! Das hat der amerikanische Paddelbretthersteller Stephan Aarstol seinen Mitarbeitern angeboten. Allerdings sollten sie sich selbst den Kopf zerbrechen, wie das zu bewerkstelligen wäre. Eine dreimonatige Testphase und die Umstellung war perfekt, die Mitarbeiter waren zu Effizienz- und Effektivitätsprofis geworden. Mittlerweile hat er ein Buch darüber geschrieben und empfiehlt sein System auch anderen Firmen. Und selbst, wenn sich nach der dreimonatigen Testphase herausstellt, dass doch wieder auf den 8-Stunden-Betrieb zurückgewechselt werden muss: Einige der Prozesse, die sich bewährt hatten, bleiben natürlich bestehen und bringen das Unternehmen weiter voran. Aarstol liegt hier ganz im Trend, da viele junge Mitarbeiter auf mehr Freizeit und Zeit für die Familie Wert legen!

Die Verwüstung umkehren

Jahrzehntelang haben Tiere und Menschen in Afrika dazu beigetragen, dass immer mehr Wälder verschwunden sind und der Boden verdorrt ist. Alle Versuche, neue Pflanzen zum Wachsen zu bringen, scheiterten innerhalb kürzester Zeit, denn das heiße Klima und hungrige Tiere haben den zarten Pflänzchen sofort den Garaus gemacht. Auch vorhandene, immer wiederkehrende kleine Pflanzenbüschel waren willkommene Opfer. Bis der Australier Tony Rinaudo bei einem Projekt von World Vision entdeckt hat, dass diese Pflänzchen aus den Wurzeln der ehemaligen Bäume sprießten! Der abgeholzte Wald hatte sich mit seinen Wurzeln in den Untergrund zurückgezogen. Sein Projekt der „Farmer Managed Natural Regeneration (FMNR)“ hat neue Wälder entstehen lassen, wo jahrelang nur Wüste war!

Ganz typisch, dass die ersten Bauern, die sich an dem Aufforstungsprojekt beteiligt haben, von den anderen verlacht wurden. Heute profitiert die gesamte Region um Humbo in Äthiopien davon, weil sich das Klima wesentlich verbessert hat und die Menschen auf ihr gelungenes Projekt stolz sein können.

[Entdeckt bei  www.querdenker.de]

Die neuen 3D-Drucker sind 25-100 mal schneller

Die neue Generation der 3D-Drucker druckt nicht nur viel schneller, sie erstellt auch Produkte mit glatter Oberfläche und lässt die Verwendung von noch mehr Materialien als bisher zu. Momentan scheinen Lösungen aus dem medizinischen Bereich die interessantesten zu sein. Oder es werden dort 3D-Drucker verwendet, wo man weitab von Nachschub ist: Auf Flugzeugträgern, im Weltall und auf abgelegenen Forschungsstationen. Aber mit der neuen Methode, bei der das Teil direkt im flüssigen Material entsteht und von dort herausgezogen wird, träumt auch die Medizin schon davon, während einer Operation ein Teil auszudrucken, das genau auf den jeweiligen Patienten abgestimmt ist. Die Alltagsverwendung wie Torten backen oder Schnitzel ausdrucken sehe ich auch noch nicht, obwohl ich darüber bereits 2012 hier geschrieben habe.

Die fantastische Welt der Drohnen

Die Zustellung von Ware mit Drohnen wurde zwar in den USA gerade abgeschmettert, sodass Amazon und Konsorten noch warten müssen, aber der Vormarsch von Drohnen (selbstgesteuert) und Quadrocoptern (von Menschen gesteuert) ist nicht mehr aufzuhalten. Zur Landvermessung, für Filmaufnahmen, zur Überwachung von Anlagen usw., es gibt bereits unglaublich viele Ideen, wo man die fliegenden Dinger einsetzen kann. Und dabei manchmal sogar noch ordentlich Geld spart! Architekten entwerfen bereits ganze Stadtteile, in denen es Extraflugzonen für Drohnen gibt und Häuser, wo Quadcopter in jedem Stockwerk eine Andockstation zum Aufladen und eine Abladestation für Ware vorfinden. Auch im Sport gibt es interessante Forschungsarbeit: Dazu ein tolles Video, was bereits heute möglich ist!

Warum 3D-Drucker die Welt revolutionieren werden

In wenigen Jahren wird es möglich sein, in Krisengebieten (z.B. nach Erdbeben) ohne langen Antransport von Baumaterial direkt vor Ort mit 3D-Druckern kleine Häuser zu drucken. Als Material dafür könnten Plastikflaschen dienen. In China wurden im vergangenen Jahr mit Riesendruckern an einem Tag zehn einstöckige Häuser gedruckt.

Aber auch in anderen Bereichen (wie in der Medizin) sind tolle Dinge möglich: So hat ein amerikanischer Familienvater für seine neunjährige Tochter eine tolle Übergangslösung bis zu einer eventuellen Transplantation gefunden. Von Geburt an hatte sie an der linken Hand unterentwickelte Finger, konnte fast nichts greifen und halten. Durch Internetrecherche kam er auf ein Schulprojekt ganz in seiner Nähe, wo eine Schulklasse mittels 3D-Drucker für seine Tochter eine Handprothese um ca. 5 (!) USD herstellen konnte.

[Quelle: Die WELT online]

Automatisch ans Ziel

Wer wird schneller die Zulassung durch die Behörden erhalten, das fahrerlose Auto oder das fahrerlose Schiff? Google hat es in einigen amerikanischen Staaten schon geschafft, ist aber kein richtiges Auto mehr. Der Ansatz von Google ist recht radikal, denn sie lassen gleich das Lenkrad und einige andere Dinge weg, die wir von einem Automobil gewohnt sind. Wenn auch Google mit seinem Fahrzeug schon seit längerer Zeit durch die Gegend tourt, so tippe ich doch eher auf Containerschiffe. Angeblich sollen diese völlig ohne Mannschaft an Bord von einem Ort zum anderen gelotst werden. D.h. eigentlich selbständig fahren bzw. alles den Computer entscheiden lassen. Erst wenn außergewöhnliche Umstände eintreten, soll ein Mensch als Lotse per Fernsteuerung die Verantwortung übernehmen.


[youtube CqSDWoAhvLU]

Einige Automobilhersteller fahren schon mit Versuchs-Autos durch die Lande. Trotzdem: Nach etlichen Gesprächen im Bekanntenkreis weiß ich: Die meisten haben arge Bedenken, das Lenkrad aus der Hand zu geben. Auch Autotester berichten vom mulmigen Gefühl, wenn sie tatenlos zusehen müssen, wie das Auto selbständig blinkt und anschließend ausschert, um einen LKW zu überholen. 

Algen statt Plastik

Nach langen Jahren der Forschung hat der Franzose Remy Lucas einen Weg gefunden, wie Algen als Rohstoff verwendet werden können. Und damit auf Erdöl als Grundstoff verzichtet werden kann. In einer ersten Stufe hat er noch halb Plastik, halb Algen verwendet und damit immerhin schon eine enorme Menge Erdöl eingespart. Aber mit Algopack ist es ihm gelungen, auf 100% Algen als Grundmaterial zurückzugreifen.

Für Staaten, die am Meer liegen ergibt sich dadurch auch die Möglichkeit, diese Algen nahe am Meer zu verarbeiten. Algen haben gegenüber Erdöl eine Menge Vorteile. Das Material wächst schnell nach, steht in nahezu unbegrenzter Menge zur Verfügung und kann leicht geerntet werden. Im Gegensatz zu Plastik ist es kompostierbar und daher umweltfreundlich. Wer anläßlich der Suche nach dem verschwundenen Flug MH 370 gesehen hat, was alles in den Weltmeeren herumschwimmt, kann sich vorstellen, dass Algen als Verpackung (sollten sie wieder ins Meer gelangen) dort viel weniger anrichten können als Plastikteilchen, die Tiere und Menschen vergiften.


[youtube hIOkdKPWImg]

[Quelle: bizforward]

Behörden machen nicht nur Vorschriften…

ma48-hausgrun.jpg…sondern fördern Innovationen auch durch Vorbildwirkung.

Die Gemeinde Wien (MA 48) nützt eine Leistung des Wiener Start-ups Adaptivia, um eine bepflanzte Hausfassade am Matzleinsdorfer Gürtel zu bewässern. Ein interessantes Experiment, das angeblich die Kühlung von Wohnhäusern besser bewerkstelligt als jede Klimaanlage. Und wie wird das gemacht? Durch intelligente Mess- und Regeltechnik: Die Messdaten werden drahtlos über das Internet zu leistungsstarken Datenzentralen geleitet, die besser und schneller als eine Anlage vor Ort die entsprechenden Steuerungsbefehle geben kann. Dies wurde nur möglich, weil das Internet immer stabiler geworden ist und mittlerweile auch große Datenmengen sehr schnell übermittelt.

Adaptivia bietet diese Leistung auch an, um über Sensoren wertvolles Ladegut auf LKWs zu kontrollieren oder mögliche Fehler in Produktionsprozessen rasch zu entdecken. Auch der normale Wartungsbedarf von Anlagen kann so angezeigt werden.

[Quelle: INiTS, Foto MA 48]

Revolution im Internethandel

Interessant ist, dass Startups mit einer guten Idee gleich den gesamten Weltmarkt ins Auge fassen und ihre Haupt-Homepage deshalb auf Englisch gestalten. Oder in einem Video den Interessenten auf Englisch ansprechen.

http://www.youtube.com/watch?v=f4fqKHExmkE
[youtube f4fqKHExmkE]

Jeder, der im Internet einkauft, weiß, dass er sich meist durch dutzende Angebote durchklicken muss, um vielleicht das passende zu finden. Ein (optisch übersichtlicher) Vergleich zwischen mehreren Produkten verschiedener Firmen ist auch eher selten möglich. Selbst wer in einen Einkaufsmarkt geht, irrt oft lange umher, bis er eine Person findet, die Auskunft geben kann. Das soll nun im Internet anders werden – durch einen eigenen Assistenten. Der Smartassistant kommt aus Österreich und stellt beim Eintritt einige Fragen, genauso wie es ein Berater im Fachgeschäft auch tun würde. Dann trifft er eine Vorauswahl und lässt auch einen Vergleich zwischen mehreren Produkten zu. In einer individuell gestaltbaren Tabelle kann man dann seine Entscheidung treffen, welches Produkt einem am meisten zusagt. Angeblich lässt sich dadurch für Internetanbieter die Abschlussrate entscheidend erhöhen.

Das Team rund um dieses Angebot hat gemeinsam an der Wiener TU studiert und sich auf ‚Semantic Web‘ spezialisiert. Es will in den nächsten Jahren e-commerce damit entscheidend beeinflussen.

Im Jahr 2009 hatte ich schon über das Unternehmen ‚Get Friday‘ berichtet, über das man Aufgaben an einen persönlichen Assistenten auslagern konnte. Reale Personen in Indien haben über das Internet  (in deutscher Sprache) Theaterkarten bestellt, Reservierungen in Restaurants vorgenommen und vielleicht auch bestimmte Dinge besorgt. Sie können alles beschaffen, was keine persönliche Anwesenheit erfordert. Leider nicht mehr in Deutsch, denn dieser Dienst wurde mangels entsprechendem Personal bereits 2010 wieder eingestellt.