Archiv der Kategorie: Produkte

Erfolgsrezept für Start-ups

Wie kann ich das Risiko bei meiner Geschäftsidee minimieren? Ich mache mit wenig Aufwand von meinem Produkt Prototypen mit dem 3D-Printer und stelle mein Produkt bei kickstarter für 45 Tage ein. So weit so gut. Aber wie schaffe ich es z.B. nach 12 Tagen statt der angepeilten USD 10.000,- bereits USD 252.861,- eingesammelt zu haben?

1. Ich vermittle Fluggefühl: Ich schaffe eine leicht zu bedienende App, um jedermann mit seinem Smartphone zum Piloten werden zu lassen.

2. Ich zeige die Welt aus einer anderen Perspektive:  Du kannst eine Kamera auf deinem Mini-Hubschrauber platzieren und Videos aus der Luft in Echtzeit machen.

3. Ich personalisiere das Fluggerät: Jeder Käufer entscheidet selbst, wie sein Fluggerät aussieht (durch 3D-Printing).

4. Ich ködere Hacker: Das Produkt ist Open Source, du kannst es ändern wie du willst.

5. Es ist kein Löten nötig: In wenigen Minuten kannst du deinen persönlichen Helicopter zusammenstecken.

So sieht das Basisset aus:
kickstarter-hexcopter-2013-2.JPG

So könnten Speziallösungen aussehen:
kickstarter-hexcopter-2013-1.jpg

Und so lasse ich es fliegen:
kickstarter-hexcopter-2013-3.jpg

Ich bin sicher, dass dieses Produkt am Ende die Millionengrenze in US-Dollar knacken wird! Es hat jetzt schon 2.389 Unterstützer und 136 Kommentare, also Wünsche und weitere Ideen, um das Produkt noch besser zu machen. D.h. es wird direkt „in der Crowd“ fertiggestellt! Außerdem werden die Gründer auf ihrer Homepage eine Unmenge zusätzlicher Ausstattung anbieten, mit der man seinen Hexcopter noch aufmotzen kann: Also ist Zusatzgeschäft garantiert. Wahrscheinlich kann man sich diese Teile bald auch selbst auf seinem Homeprinter ausdrucken (den man bei Kickstarter als einer der ersten bestellt hat).

Aktualisierung: Der Copter hat zwar nicht die Million geschafft, aber immerhin fast 564.000 USD! Das ist auch nicht schlecht beim ursprünglich anvisierten Ziel von 10.000 USD.

[Fotos: Kickstarter]

Medizinische Roboter im Vormarsch

Schon im Januar 2007 hatte ich darüber berichtet, wie Roboter Ärzte unterstützen, nicht ersetzen.
Medizinische Roboter sind hauptsächlich dadurch bekannt geworden, dass man z.B. über eine in Deutschland durchgeführte Operation, bei welcher der Operateur auf einem anderen Kontinent sitzt, natürlich vortrefflich berichten kann. Sogar Versuche für Roboteroperationen im Weltraum wurden schon gemacht. Profaner ist jedoch der Klinikalltag, bei dem Roboter seit vielen Jahren bereits Operateure dort unterstützen, wo Roboter das kleinste Zittern menschlicher Hände ausgleichen können und wo es auf höchste Präzision bei kleinstem Raum ankommt. Heute werden speziell die amerikanischen daVinci-Roboter für Prostataoperationen bei Männern und Gebärmutterentfernungen bei Frauen eingesetzt. Solche Operationen sind zwar noch knapp 2.000 EUR teurer als die herkömmlichen minimal-invasiven, aber es lässt sich damit natürlich gut für die betreffende Klinik werben. Japanische Roboterfirmen dringen auch verstärkt in den Medizinbereich vor und bieten Roboter an, die in Laboren die Blutanalysen machen.

http://www.youtube.com/watch?v=vgg03SDy6Zs
[youtube vgg03SDy6Zs]

Was Techniker von der Natur lernen

Bionik (Biologie und Technik) beim Bauen ist ein spannendes Thema.Wurden früher bereits Erkenntnisse über den Aufbau von Grashalmen zur Verbesserung der Statik beim Bau von Hochhäusern eingesetzt, so dienen heute die Beispiele aus der Natur oft dazu, anfällige (mechanische) Teile einzusparen bzw. auch Gewicht oder Energie zu sparen. Wie folgendes Video zeigt, hat man sich die Strelitzie (Paradiesvogelblume) zum Vorbild genommen, um in bestimmten Fällen Gelenke einzusparen. Ein Teil der Blume öffnet sich, wenn ein Vogel sich auf den äußeren Teil des Blattes setzt und schließt sich wieder, wenn der Vogel die Blume verlässt (also das Gewicht des Vogels keinen Druck mehr auf das Blatt ausübt). Durch die heute verfügbaren Fibermaterialien lassen sich Vorgänge aus der Natur wesentlich besser nachbauen als bisher, wo man starre Teile durch Gelenke beweglich machte. Allerdings sind diese Gelenke auch anfällig, daher werden immer wieder Wege gesucht, anfällige Teile zu vermeiden.

http://www.youtube.com/watch?v=8Bg3mEDV01k
[youtube 8Bg3mEDV01k]

Regenerative Medizin

Alles, was im Körper vorhanden ist, kann auch außerhalb des Körpers gezüchtet werden! Damit löst man eines der größten Probleme in der Medizin, dass nämlich Organe anderer Menschen vom Körper abgestoßen werden. Und es gibt bei weitem nicht genügend davon, die überhaupt gespendet werden. Auch künstliche Organe und Körperteile nimmt der menschliche Körper nur unter bestimmten Bedingungen an. Das erste Organ, das jemals verpflanzt wurde, war (1954) die Niere. Aber selbst nach fast 60 Jahren sind die Fortschritte in der Nierentransplantation zwar vorhanden, aber das eigentliche Problem noch immer ungelöst: Die Zahl der benötigten Nieren steigt unaufhörlich, das Angebot nur minimal.


[youtube tyGQ4NLgqaE]

Daher entnimmt man immer öfter Zellen des betroffenen Organs und trägt sie außerhalb des Körpers auf Material auf, das sich besonders gut zum Zellwachstum eignet. Über einige Wochen hinweg vermehren sich diese Zellen auf dem Trägermaterial und können dann im Körper eingebaut werden. Ohne abgestoßen  zu werden! Und die künstlich hergestellten Körperteile können in beliebiger Menge erzeugt werden, teilweise schon mit 3D-Druckern! Allerdings werden noch viele Jahre vergehen, bis diese Methode für komplizierte Organe wie Herz oder Niere klaglos funktioniert.

Das fahrerlose Auto…

…gibt es zwar noch nicht, aber mehr und mehr elektronische Systeme nehmen dem Autofahrer bestimmte Aufgaben ab oder unterstützen ihn bei der Fahrt. Seit vielen Jahren gibt es bereits den Tempomat, der die Geschwindigkeit automatisch regelt. Seit einiger Zeit wird dieser auch mit Abstandhalter angeboten, allerdings bisher nur bei teureren Fahrzeugen. Kommt man dem Vordermann zu nahe, bremst das System sanft ab. Schert jemand aus der Nachbarkolonne aus, bremst das System schon etwas abrupter. Kolonnenfahren im Stadtverkehr (Stop an Go) erledigt das System ganz alleine, der Fahrer kann sogar die Hände vom Lenkrad nehmen.

Es ist übrigens toll, was es alles schon gibt: Müdigkeitswarner, Lichtassistent, Nachtsichtassistent, Notbremsassistent, Parkassistent, Spurhalteassistent, Spurwechselassistent und Verkehrszeichenassistent. Eine schöne Übersicht, welche Automarke was anbietet, gibt es bei www.bester-beifahrer.de.

Das kommt meinen Vorstellungen schon sehr nahe: Ich möchte mich z.B. nach der Autobahnauffahrt in Salzburg in eine Fahrzeugkolonne einreihen und 300Km bis Wien fahren, ohne dass ich selbst aktiv werden muss. Erst bei der Autobahnabfahrt greife ich wieder zum Lenkrad. Also etwas, das Flugzeuge schon seit Jahrzehnten beherrschen. Natürlich sind im Luftraum die Abstände zum Nachbarflugzeug viel größer, aber dafür sind auch die Geschwindigkeiten höher.

Aktualisierung Juli 2013: Mein Traum wird wahr: Die Briten experimentieren noch 2013 mit fahrerlosen Autos!
[Quelle: futurezone.at]

Es geht auch vertikal

windrad-vertikal.jpgInnovationszuträger Bernd Kahmann aus Kassel weist mich auf etwas hin, das er selbst in ähnlicher Form schon vor Jahren angedacht hatte: Windräder statt horizontal vertikal zu positionieren! Dadurch entfällt ein eigener Antriebsmotor, da vertikale Windwindradvertikal2.jpgräder auch bei wenig Wind anlaufen. Außerdem funktionieren sie ständig, egal aus welcher Richtung der Wind kommt, damit kommen sie auf wesentlich längere Laufzeiten als die großen Windräder. Ja, platzsparender sind sie auch und verschandeln nicht die Gegend. Die KD Stahl- und Maschinenbau GmbH aus Thüringen bietet das Amperius-Prinzip an.

Ist die geringe Bauhöhe an sich schon attraktiv, so können die Windräder auch nahe an Gebäuden stehen, da sie relativ geräuscharm sind. Im manchen deutschen Bundesländern sind sie sogar bewillungsfrei (nach Aussage von KD).

[Fotos: Amperius]

Spielen und Innovation

crossinno_inhalt.pngUm zu branchenübergreifenden Innovationsideen zu kommen, setzt das Zukunftsinstitut von Matthias Horx das Spiel ‚Cross Innovations‘ ein. Dabei werden auch aktuelle Trends und Zielgruppen eingebaut, um die Gedankenvielfalt anzuregen und ‚out of the box‘ zu denken.

„Spiele sind die Zukunft“ schreibt das Magazin FORMAT in seiner Printausgabe Nr. 49 und räumt gleich mit etlichen gängigen Vorurteilen auf. Einige davon hier:

Spielen ist nur für Kinder: Es gibt sehr viele erwachsene Spieler. Spiele werden auch in der Erwachsenen-Weiterbildung eingesetzt, z.B. in Seminaren. Verschämt werden sie allerdings ‚Übungen‘ genannt.

Computerspiele sind Zeitverschwendung: Es gibt viel mehr Belohnungen als im realen Leben. Und nebenbei profitiert die Wissenschaft von den Fähigkeiten bestimmter Spieler, die  komplexe Probleme besser als Computermodelle lösen.

Spielen macht krank:  Es kann auch das Gegenteil erreicht werden. Beispielsweise werden Schmerzpatienten durch Spielen abgelenkt und brauchen so weniger Medikamente. Oder die Sehschwäche von Kindern mit Amblyopie lässt sich 400x schneller durch ein spezielles Spiel verbessern.

Spiele machen einsam: Heute spielt man bei vielen Spielen nicht gegen den Computer, sondern menschliche Gegner. Diese schließen sich teilweise zu Mannschaften mit bestimmten Strukturen zusammen, was wieder das soziale Verhalten trainiert.

Spielen macht dumm: Es gibt Buchstaben- und Wortspiele, bei denen 4-5Jährige ihr Leseverständnis bereits üben können und nach kurzer Zeit sehr positiv abschneiden.

Hier ein Trailer zum Spiel BRAID, das mehrdimensionales Denken fördert und einem die Möglichkeit gibt, sofort aus seinen  Fehlern zu lernen.


[youtube TKPznIfI8gU]

[Foto: www.futureworks.eu]

3D-Drucker erobern die Gastronomie

Dass 3D-Drucker als das Mittel erster Wahl gelten, um für die Industrie Prototypen zu erstellen, war mir bekannt. Dass in den USA aber bereits 3D-Drucker für die Gastronomie und auch bald für jeden Haushalt existieren, wusste ich bis heute nicht. Es beginnt mit der Dekoration von Torten und endet mit dem Erstellen kompletter Desserts. Das Design dafür kann man kaufen, mit einigem Geschick auch selbst erstellen. Alles, was sich CAD-mäßig darstellen lässt, kann vom Drucker übernommen und ausgeführt werden. Auf größeren Druckern kann man ganze Schokoladen anfertigen lassen, man übermittelt nur per Internet sein eigenes Design oder sucht es in einer reichhaltigen Palette aus. Junge Forscher der amerikanischen Cornell University entwickeln bereits an Geräten, die ca. 1.000 USD kosten. Sie stellen ihre Software als Open Source zur Verfügung. Bei Massenfertigung soll dann der 3D-Drucker für jede Küche (so die Entwickler selbst) „in etwa soviel wie ein iPad kosten“.


[youtube XQni3wb0tyM]

Für den Haushalt gibt es computergesteuerte Schneidecomputer schon um 99 USD bei Amazon.com. Mit Versandkosten und Zoll nach Europa wahrscheinlich das Doppelte, aber immer noch günstiger als in D um € 290,00. Sehen Sie nun, wie man so ein Gerät zur Tortendekoration einsetzt:
http://www.youtube.com/watch?v=RmsbFMs4eW0&feature=endscreen
[youtube RmsbFMs4eW0&feature=endscreen]

Roboter für Klein- und Mittelbetriebe

Die amerikanische Firma Rethink Robotics hat einen Roboter namens Baxter vorgestellt, der ohne Softwareprogramm für spezielle Aufgaben in einer Firma eingeschult werden kann, nur indem man ihm vorzeigt, was er machen soll. Er ist sogar mit gesundem ‚Roboterverstand‘ ausgerüstet. Der befiehlt ihm, langsamer zu werden, wenn ein Mensch in seine Nähe kommt. Und er bleibt sofort stehen, wenn er mit einem Menschen in Berührung kommt. Kaum geliefert und ausgepackt, kann man ihm in weniger als einer Stunde beibringen, was er zu tun hat. Da er sehr schnell lernt, kann er auch verschiedene Tätigkeiten in unterschiedlichen Räumen an einem Tag ausführen. Er ist also universell einsetzbar. Und kostet nur ca. USD 22.000,00. Was für einen zweiarmigen Roboter nicht viel ist.

http://www.youtube.com/watch?v=rjPFqkFyrOY&feature=player_embedded
[youtube rjPFqkFyrOY&feature=player_embedded]

Für Roboterfreaks hier noch zwei Videos: Der Asimo von Sony kann schon erstaunlich viel, z.B. Geige spielen, er kann aber auch fallen . Ich finde ihn toll, das einzige was mich stört ist sein ‚bekackter‘ Gang. Die Halbhocke im Gehen und Stehen ist offenbar dem Gleichgewicht geschuldet. Möglicherweise würde er umfallen, wenn er aufrecht steht.

Das Telefon im Wandel der Zeit

Das Telefon, ursprünglich als sinnloses Spielzeug belächelt, später zum größten ‚Automaten’ der Welt mutiert, hat unsere Gesellschaft radikal verändert. Sich über Kontinente hinweg mit anderen Menschen in Verbindung setzen zu können, hat neben dem privaten Bedarf natürlich auch das Geschäftsleben erheblich beeinflusst. Und zur Globalisierung beigetragen. Informationen im Sekundentakt um die ganze Welt zu schicken, wirkt sich auf Geldgeschäfte, Kriegsschauplätze und Forschungsprojekte gleichermaßen aus.

Wurde das Festnetz früher noch manuell verbunden (durch das Fräulein vom Amt), konnte man diesen Luxus später nur mehr im Hotel, in der Firma oder in einem sehr rückständigen Land genießen.

Das Telefon hing zuerst an der Wand, stand dann am Tisch und ist heute größtenteils mobil (bei manchen hängt es nur mehr am Ohr oder in einer Halterung).

Einschneidende Veränderungen waren außerdem:

Vom Einzeltelefon zur Telefonanlage

Anrufbeantworter (Mensch oder Maschine)

Umstellung von der Wahlscheibe auf eine Nummerntastatur

Umstellung vom Analog- zum Digitaltelefon

Entwicklung des Schnurlostelefons

Entwicklung des Mobiltelefons

Entwicklung des Smartphones

Außerdem dient in vielen Fällen die Telefonleitung als Kontakt zum Internet. Mittlerweile auch die mobile Telefonleitung. Dieser verdanken wir auch die boomenden Smartphones, die sich zu Allzweckgeräten entwickeln.