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Ein Unterhemd kann Sonnenbrand mildern

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CyclodextrinAus der Serie ‘Deutsche Innovationen’ in der Wirtschaftswoche 43/2007 möchte ich heute die Cyclodextrine der Münchner Wacker Chemie hervorheben. Es sind dies ringförmige Zuckermoleküle, die beim Abbau des Naturproduktes Stärke mit Hilfe von Enzymen gewonnen werden. Sie sind biologisch abbaubar, völlig ungiftig und können dauerhaft auf Natur- und Kunstfasern verankert werden. Jedes Molekül bildet einen Hohlraum und kann darin Substanzen aufnehmen, die eine Abneigung gegen Wasser haben.

Sobald Sie nun zu schwitzen beginnen, nehmen diese Moleküle den Schweiß auf und geben im Gegenzug z.B. einen wohlriechenden Duft oder eine Medizin ab. Unterwäsche kann Sonnenbrand bekämpfen, ein Hemd Neurodermitis oder Strümpfe Orangenhaut (berichtet 3sat). BR-online berichtet noch weitergehend, nicht nur was alles mit Cyclodextrinen möglich ist, sondern was ‘intelligente’ Textilien bereits alles können. Sie schreiben z.B.

Das Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, kurz IZM, entwickelt ein komplettes T-Shirt zur Kontrolle der Vitaldaten des Trägers. Mit leitfähigen Fäden ist ein Chip auf ein T-Shirt genäht, außerdem eingearbeitet - metallene Fäden, die über die Brust führen. Das Ganze: voll waschbar. Solche Systeme könnten in Zukunft die Herzfrequenz, Blutdruck und Puls erfassen. Bei kritischen Werten schlagen sie Alarm und übertragen die Daten per Mobilfunk an einen überwachenden Arzt.

Wir werden also in absehbarer Zeit die Frage: “Kann Kleidung heilen oder vorsorgen?” mit “Ja” beantworten können.

[Foto: Wikipedia]

Mit Löchern Geld verdienen (3)

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Am 25. Oktober hatte ich über Mister ‘GEOX‘ Moretti Polegato berichtet. Gestern Abend hatte ich die Ehre, ihn persönlich bei einem Vortrag in Salzburg zu erleben. Er hat Mitte der 90er Jahre den ‘atmenden Schuh’ erfunden.

Hier einige zusätzliche Infos:
- Er hat 1995 mit 10 Mitarbeitern begonnen, heute beschäftigt er 30.000 Leute.
- In Norditalien hat er eine Forschungsabteilung mit über 700 Mitarbeitern. Die zerbrechen sich tagtäglich den Kopf, wie, wo, wann und warum der Mensch schwitzt und wo der Schweiß (auch durch Kleidungsstücke) abgeleitet werden kann.
- Da er einen enormen Bedarf an ‘manpower’ hat, bildet er die meisten seiner Mitarbeiter selbst aus, weil das was er braucht am Arbeitsmarkt nicht vorhanden ist.
- In nur 10 Jahren ist er zum zehntreichsten Mann Italiens geworden.
- Zusammen mit einem Berater des Papstes hat er einen einfachen Ethik-Code fuer sein Unternehmen entwickelt und setzt sich auch gegen Kinderarbeit ein.
- Er arbeitet sehr gerne mit Universitäten zusammen und fördert diese auch.

Seine Botschaft an die Zuhörer:

“Nur die Jungen können Europa mittels Innovationen wieder nach vorne bringen!”. Wenn du eine Idee hast, melde SOFORT ein Patent an und suche dir Partner, um Versuchsreihen (Experimente) zu fahren. Glaube an dich, auch wenn es lange dauert!”

BHs als Einkaufstüten

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Ich öffne heute die GMX-Homepage und entdecke sofort eine radikale Innovation: In Foto: Arlen Roche, USJapan soll es schon bald Büstenhalter geben, die mit wenigen Griffen zu Einkaufstüten umgewandelt werden können. D.h. es kann damit etwas gänzlich anderes transportiert werden als bisher. So will die Firma Triumph die Japaner unterstützen, die jährliche Flut von ca. 30 Millionen Plastiktüten einzudämmen. Angeblich werden 10 Millionen davon nicht wieder benutzt. Zu den BHs gibt es noch passende Slips mit der Aufschrift “Keine weiteren Plastiktüten!” Sollen sich Japanerinnen nun während des Einkaufens rasch den BH von der Brust ziehen, um die eingekauften Waren darin zu verstauen? Und BH-los bis ins traute Heim traben? Oder hat dann jede Japanerin ihren Tragtaschen-BH (in einer Plastiktüte?) dabei? Leider können wir noch nicht so bald überprüfen, ob mehr Männer oder mehr Frauen mit den neuen ‘Einkaufstüten’ unterwegs sein werden, da die Firma Triumph zwar ein Patent für ihren Öko-BH beantragt hat, aber vorerst noch keine Markteinführung plant.

Zumindest war das Thema für eine Präsentation in Tokio gut und konnte sicher mit vielen Pressemeldungen rechnen. Auch die übrige Dessous-Palette rückte damit ins Bewusstsein der VerbraucherInnen.

Mit Löchern Geld verdienen

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Foto: Daniel Wallace, TaiwanDas nenne ich radikal: Wo doch jeder von uns Löcher in Schuhen meidet wie der Teufel das Weihwasser, macht ein anderer Löcher absichtlich in die Schuhe rein. Nämlich Mister ‘GEOX‘ Moretti Polegato. Und ist damit laut Magazin NEWS Nr. 43 zum Milliardär geworden. Der erfolgreiche italienische Weinbauer schildert NEWS, was den Anstoß gab:

Es passierte bei einem Weinkongress in Nevada, USA: Polegato wollte zum Joggen in die Rocky Mountains gehen. Er nahm seine Sportschuhe aus dem Gepäck und fragte sich, warum er in den Schuhen mit Gummisohlen immer schwitzen sollte. Einer inneren Eingebung folgend, nahm er ein Taschenmesser zur Hand und bohrte Löcher in die Sohlen. “Und siehe da, das Tragegefühl war besser. Meine Füße konnten wieder atmen”, so der Visionär.

In Amerika fand er dann eine Membran, die das Eindringen von Wasser verhindert. Und erfand in Zusammenarbeit mit italienischen Universitäten den “atmenden Schuh”. Nebenbei erwähnt, musste er 1995 seine eigene Firma gründen, weil keine der großen Schuhfimen an ihn glaubte. Ein Schicksal, das er mit vielen anderen teilt. Es sind oft die Branchenfremden, die bei den ‘Experten’ einer Branche abblitzen. Heute, 11 Jahre später, ist er Nr. 3 am Weltmarkt im Freizeitschuhbereich. Und möchte in absehbarer Zeit die Nr. 1 werden!