Radikale Innovation » Elektronik

So macht kombinieren Spaß!

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Robert Basic schreibt gestern in seinem Blog ‘Basic Thinking’ über ein Multifunktionsgerät namens Modu. Er selbst hat es bei LunchoverIP gefunden. Eigentlich ist es ein Mobiltelefon. Der Clou ist aber, dass ein cooles Teil als Zentraleinheit wirkt, das durch Einschieben in unterschiedliche ‘Mäntel bzw. Jacken’ zu einer Spielkonsole, einem MP3-Player, einem Navi, einem Laufmessgerät, einem Bürotelefon, einem Kindertelefon usw. wird. Damit soll verhindert werden, dass man sich ein Telefon anschafft, dass nur in einem Lebensbereich optimal wirkt. Hier ein kurzes Video zu diesem Thema, in dem man sehr schön die unterschiedlichen ‘Jacken’ und Verwendungszwecke sehen kann.

Modu will vorerst die ‘Jacken’ selbst herstellen, später ist durchaus an Beteiligung Dritter gedacht.
Mehr über Modu auf deren Blog.

[TRIZ-Lösungsprinzip Nr. 5=Kopplung (Vereinen) und Nr. 6=Universalität]

Meine Bestellung (wird ge)funkt

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Seit einigen Jahren gibt es nun schon in der Gastronomie das Bestellsystem, bei dem die Servierkraft die Bestellung direkt vor dem Gast unmittelbar bei der Bestellaufnahme in einen kleinen PDA eingibt, der mit Funk ausgestattet ist. Sekundenbruchteile später werden die Getränke an der Theke, die Speisen in der Küche ausgedruckt. Damit wird wertvolle Zeit gewonnen und die Bedienung kann gebrauchtes Geschirr abräumen und Tische reinigen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Auch die Kundschaft hat ein gutes Gefühl, denn sie weiß ja, dass ihre Bestellung schon bearbeitet wird.

Auch beim Zahlen hilft dieses System, denn die Tischrechnungen werden sauber und vollständig ausgedruckt. Oder die Rechnung wird vorab mit den Gästen am Tisch besprochen, wenn getrennt abgerechnet werden soll. Es kann dabei nichts vergessen werden, denn die Bedienung hat ja die gesamte Bestellung auf ihrem Bildschirm. D.h. diese Funkbestellungen kürzen den Bestell- und den Bezahlvorgang beträchtlich ab. Gegenüber der früheren Zettelwirtschaft kann man das getrost als kleine Revolution sehen.

Noch mehr Zeit könnte man allerdings einsparen, wenn die Gäste ihre Wünsche gleich direkt an Küche und Theke funken könnten, ohne auf die Bedienung warten zu müssen!

SIT und Radikale Innovation

ASIT, Elektronik, TRIZ Keine Kommentare

Vor kurzem habe ich hier im Blog über TRIZ und seine Bedeutung für radikale Innovation berichtet. In einem Kommentar ist dann auch die Rede auf eine abgespeckte Version von TRIZ, nämlich SIT (Systematic Inventive Thinking) gekommen. Dieses ist wesentlich schneller zu lernen und führt auch sehr schnell zu brauchbaren Resultaten. Es ist allerdings sehr konsequent in der Verfolgung seiner Lösungsprinzipien. Eines davon ist zum Beispiel ‘Subtraction’, oftmals auch ‘Trimming’ genannt. Dabei werden wesentliche Funktionen (bis hin zur Hauptfunktion) eines Produktes entfernt, um dann nach neuen Verwendungszwecken oder Zielgruppen für dieses Produkt (oder diese Dienstleistung) zu suchen.

Ein gutes Beispiel dafür habe ich im CREAX Newsletter vom Februar gefunden: Ein Fotoapparat wird auf die Größe eines USB-Sticks verkleinert - und ist auch ein USB-Stick. Es gibt nur mehr 1 Linse, ein Loch zum Durchschauen, einen Knopf zum Abdrücken, 1 Schieber zum Ein- und Ausschalten. Die Fotos können nicht mehr angesehen werden (ja, ja, wie früher!) - erst wieder beim nächsten greifbaren PC. Sehen Sie selbst:

usb-fotoapparat.jpg

Alles, was wir bisher an Digitalkameras schätzen gelernt haben, gibt es nicht mehr! Allerdings gilt es jetzt noch auszuarbeiten, wofür und für wen diese Minikamera interessant sein könnte. yankodesign hat leider keinen Preis angegeben - ich hätte sofort eine bestellt! Auf der site von yankodesign finden Sie übrigens noch andere ‘Timeless Designs’.

[Foto: yankodesign]

Setzt sich Blu-ray disc nun endlich durch?

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Seit 2002 (lt. Wikipedia) gibt es Blu-ray bereits und wird stark von Panasonic und Sony unterstützt. Es soll die Nachfolge der DVD antreten und steht in Konkurrenz zu anderen Systemen wie HD-DVD oder VMD. Jetzt, 6 Jahre später, scheint der Formatkrieg in eine entscheidende Phase zu gehen. Anfang des Jahres 2008 hat der HD-DVD-Markt massive Einbrüche zugunsten der Blu-ray Disc erleiden müssen, nachdem der Medienkonzern Warner in Zukunft auf Blue-ray setzen will. Sony Österreich wird seine Produktion auf Blu-ray umstellen und sucht mindestens 100 neue Mitarbeiter.

Das Pendel könnte allerdings wieder umschlagen, wie vor kurzem ‘derstandard.at’ meldete. Denn Sony will verhindern, dass Sexfilme auf Blue-ray produziert werden. Nach Meinung von Experten ist jedoch der Markt für Erwachsene von erheblicher Bedeutung für die Entwicklung einer bestimmten Technologie. So könnte die Pornoindustrie einen entscheidenden Anteil daran haben, welches Format sich letztendlich durchsetzt. Zumal sich viele Regisseure und Produzenten schon für das HD-DVD-Format ausgesprochen haben.

Man sieht also, dass es sehr lange dauern kann und von unterschiedlichsten Faktoren abhängt, welches System sich letztendlich bei den Kunden durchsetzt. Und manche Entwicklungen setzen auch völlig unerwartet, fast über Nacht ein. Für Spannung ist also gesorgt! Sony muss Acht geben, um sich nicht wie seinerzeit zu verschätzen, als es um die Vormachtstellung bei den Videoformaten ging. Der Grad zwischen Top und Flop ist schmal!

Flops bei technischen Innovationen

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Durch B. Kahmann aus Kassel bin ich auf einen interessanten Bericht in sueddeutsche.de über die 10 größten Technik-Flops der letzten Jahre gestossen, die ich hier kurz aufzähle:

1. Iridium (Backsteinhandy mit Monstertarifen, aber weltweit überall erreichbar)
2. Tablet-PC (Abnehmbare und berührungsempfindliche Bildschirme)
3. UMTS (höhere Übertragungsraten beim Handy)
4. WAP/Wireless Application Protocol oder Wait and Pay (mit dem Handy ins Internet)
5. Nokia N-Gage (Gameboy und Handy kombiniert)
6. Xelibri (Telefon in Puderdosenform)
7. Bildtelefon
8. Apple PowerCD (für Audio- und FotoCDs)
9. Laserdisc (Speichermedium für Filme)
10. Bildschirmtext

Interessant finde ich, dass 6 Flops die Sparte Telefon (5 davon die Sparte Mobiltelefon) betreffen. Wenn man bedenkt, welche Unsummen bei diversen obenstehenden Projekten versenkt wurden, dann versteht man schon, warum man eher an Produktverbesserungen herangeht und das große Risiko radikaler Innovationen scheut. Gott sei Dank gibt es ja auch genügend positive Beispiele: Man muss daher viele Dinge auf lange Sicht betrachten. Auch noch soviel Marktforschung im Vorfeld nützt oft nichts. Allerdings sind gerade Techniker sehr anfällig dafür, Dinge (und Leistungsmerkmale) zu entwickeln, die kaum jemand verwendet. Das beste Beispiel dafür sind Telefonanlagen in Büros!

Salzburger Innovationspreis 2007

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SkidataGestern Abend ist die Grödiger Firma Skidata mit ihrem neuen System ‘Freemotion’ als Sieger aus zahreichen eingereichten Innovationen hervorgegangen. Was ist nun an diesem System anders als bisher? Wurde bisher der Zutritt - in diesem Fall zum Skilift - generell verwehrt und nur dann geöffnet, wenn man über ein gültiges Ticket verfügte, so dreht Skidata den Spieß um und lässt den Zugang oder die Durchfahrt durch das Zugangs-Gate nun offen. Nur wenn jemand keine gültige Karte besitzt, dann versperrt ein Dreharm die Durchfahrt. Das funktioniert deshalb, weil das System schon von weitem erkennt, ob jemand duchfahrtsberechtigt ist oder nicht.

Psychologisch gesehen ist eine barrierefreie Durchfahrt natürlich angenehmer als sich durch ein Drehkreuz (nach Freigabe) zu zwängen. Und bei großem Andrang wickelt das System natürlich mehr Durchfahrten ab als bisher. Intelligent wie es ist, kennt es gleich, ob ein Erwachsener mit Kinderkarte durchfährt. Mogeln geht also nicht.

Skidata ist gerade 30 Jahre alt geworden und setzt seinen Ehrgeiz immer in Richtung Innovationen ein. Deshalb werden auch 10% des Umsatzes jährlich in Forschung und Entwicklung investiert. Was jedoch ‘Otto Normalverbraucher’ nicht weiß: Obwohl Skidata seinerzeit mit Skiliftzugängen begonnen hat, macht die Firma seit Jahren bereits nur mehr einen Teil ihres Umsatzes damit. Viel größer ist bereits der Anteil im Parkwesen. Aber auch bei Stadienzutrittssystemen ist Skidata aktiv.

[Foto: Skidata]

Computer im Garten

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GardenaEs gibt Gegenden, da regnet es höchstens an 3-5 Tagen im Jahr. Daher müssen die Pflanzen im Garten künstlich bewässert werden. Was früher noch von Hand (z.B. mit dem Schlauch) geschah, kann heute radikal anders erledigt werden, ohne dass ein Mensch dabei in Aktion treten muss. Diese Arbeit verrichtet mittlerweile ein Gartencomputer, der zu einer bestimmten Zeit das Ventil zur Wasserzugabe für einen Bewässerungsschlauch öffnet. Wer also z.B. nur einmal pro Jahr seine Latifundien in einem südlichen Land besucht, kann sich trotzdem einen Garten halten. Die meiste Zeit im Jahr haben allerdings die Nachbarn etwas davon, die dort mehrere Monate oder das ganze Jahr leben.
Die Geräte verfügen über eine gute Lebensdauer (mein letzter Gardenacomputer hat erst nach 10 Jahren den Geist aufgegeben - trotz teilweiser großer Hitze und Meeresluft). Und die Investition rentiert sich allemal (man kommt schon mit ca. 45,00 EUR durch).

Was hatte ich früher für Schwierigkeiten: Der erste Gärtner kam einmal in der Woche, hielt den Schlauch 5 Minuten an jede Pflanze, legte sich aber manchmal wegen der großen Anstregung auch irgendwo hinters Haus, um eine Siesta zu halten. Der zweite Gärtner war ein ergrauter Fischersmann, der seine Rente etwas aufbessern wollte. Allerdings war Wasser von Alters her für ihn so ein wertvolles Gut, dass er damit äußerst sparsam umging und den Pflanzen nicht viel gönnte. Der Computer entledigte mich dann (fast) aller Sorgen. Wenn die Batterie des Computers durchhält (offiziell 1 Jahr), dann klappt die Wasserversorgung tadellos. Wenn nicht, bekommen die Pflanzen halt 2-3 Monate kein Wasser. Nach mehr als 20 Jahren Erfahrung weiß ich inzwischen: Tropische Pflanzen halten so etwas aus! Manchmal platzt eine Düse oder der Schlauch leckt irgendwo, dann wachsen dort die Pflanzen besonders gut, weil sie überproportional viel Wasser bekommen (auch das vertragen sie). Nachdem ich die Bewässerung auf 30 Minuten täglich eingestellt habe, schlägt sich das aber dann doch stark in der Wasserechnung nieder. Aber trotzdem finde ich es eine tolle Erfindung!
[Foto: Gardena]

Foto-Handy

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Foto-HandyWußten Sie schon, dass ich vor 10 Jahren das Foto-Handy erfunden habe? Könnte man fast meinen, so oft wird mein Familienname ‘Kaan’ falsch geschrieben, nämlich mit ‘h’ (Kahn). Häufig sagt man mir auch eine Verwandtschaft mit Bayerns Torhüter Oliver Kahn nach.

Aber der Vorname deckt es dann zusätzlich noch auf: Ich war es (leider) nicht, sondern Philippe Kahn, wie es der Spiegel-online gestern meldete. Und wie so oft, war es ein wichtiger Anlass, der zu der Bastelei führte. Kahn wollte nämlich unbedingt die Geburt seiner ersten Tochter Sophie aufnehmen.

Heute kann man sagen, dass diese Erfindung die Welt revolutionierte, im Guten wie im Schlechten. Denn was sich für feierliche Anlässe oder zufällige Schnappschüsse gut eignet, eröffnet auch Möglichkeiten, Personen oder Dinge eher unbeobachtet zu fotografieren. So wird jeder Handybesitzer zum Reporter. Was die BILD-Zeitung zum Anlass nahm, ihre Leser zu Fotoreportagen aufzurufen. Und den BILDblog wiederum bewog, mit seinen Lesern Jagd auf den Chefredakteur der BILD zu machen.

Da die Handyhersteller das Fenster dafür vergrößern mussten, haben sie damit den Navi-Systemen und dem Handy-TV den Weg geebnet. Selbst Philippe Kahn meint: “Wir stehen erst am Anfang…!”

[Foto: Pixelio.de]

Lebende Speichermedien

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BazillenDer Kurier berichtete am 18.5. online darüber: Japanische Forscher arbeiten daran, ein Speichermedium zu schaffen, das Millionen von Jahren ‘hält’. Nach Stein, Papier, Vinylplatten, Magnetspeichern und anderen Medien, die allesamt nicht sehr lange halten, ist man ständig auf der Suche, Wissen für die nächsten Generationen (oder den Besuch von Außerirdischen) zu speichern. Papier hat sich da bisher noch ganz gut gehalten, neue Medien speichern teilweise nur 5-10 Jahre.

Wie funktioniert das nun? In den DNS-Strängen der Bakterien werden Informationen durch Kombination von Basenpaaren angelegt. Angeblich könnten Musik, Videos und Dokumente so gespeichert werden. Und so unter Umständen über Jahrmillionen halten, wenn die Bakterien eine derart lange Lebensdauer haben. Um eine eventuelle Mutation zu überlisten, werden die Daten redundant an vier verschiedenen Stellen gespeichert. Einsteins Relativitätstheorie haben die Japaner bereits eingegeben.

Aber auch sonst scheint dieses Experiment sehr interessant, denn es sollen z.B. mit Bakterien auf Festplatten sehr große Speichermengen im Terrabytebereich möglich sein. Ich finde den Ansatz aus zweierlei Gründen toll:

1. Er liegt völlig außerhalb üblicher Denknormen.
2. Jahrelang haben uns ‘Viren’ im Computer gequält, jetzt könnten uns ‘Bakterien’ nützlich sein!

[Foto: Wikipedia]

Weg mit den Laptops!

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Student am LaptopÜber eine radikale Innovation der besonderen Art berichtete gestern spiegel-online: Die Liverpool High/New York, Paradeschule für den Einsatz neuer Medien, hat zur totalen Kehrtwende aufgerufen und die Laptops aus dem Klassenzimmer verbannt. Und es sind absolute Technikfreaks, die nach vielen Jahren zu dem Urteil kommen:”Es ist den Einsatz des vielen Geldes nicht wert!”. Denn die US-Regierung hatte Milliarden in diverse Projekte gepumpt. Auch die Eltern der Schüler wurden monatlich zur Kasse gebeten.

Aufgrund jahrelanger Erfahrung sind selbst Gutmeinende zu der Erkenntnis gelangt, dass der Einsatz von Laptops im Unterricht eher ablenkt als den Unterricht fördert.

Warum? Die Schüler verwendeten die Laptops hauptsächlich, um
- das Sicherheitssystem der Schule lahmzulegen,
- diverse Firmensites zu knacken,
- Pornos aus dem Netz zu laden,
- neue Computerspiele auszuprobieren und
- sich an Chats zu beteiligen.

Die Geräte würden also mehr ablenken als sie im Unterricht nützen. Natürlich wird alles nicht so heiß gegessen: In einem Teil der Schule können die Laptops weiterhin für mediennahe Unterrichtsfächer verwendet werden. Im anderen Teil, wo ‘klassische Fächer’ unterrichtet werden, bleiben sie außen vor. Es sei denn, bestimmte Lehrer möchten sie unbedingt einsetzen…

[Foto:pixelio.de]