Birne bleibt Birne
9. Januar 2010 Elektronik, Produkte, Verfahren 1 Kommentar
Mehrmals habe ich bereits erwähnt, dass (staatlicher) Zwang eine Triebfeder für radikale Innovationen darstellt. Und dass die Anpassung bis zu wirklich brauchbaren Ergebnissen oft lange dauert. Genau das trifft jetzt beim langsamen Sterben der Glühbirne zu. Was gibt es für hitzige Diskussionen über das Verbot der 100Watt-Birne und das sich in Haushalte ausbreitende Quecksilber, wenn Energiesparlampen zerplatzen. Dabei ist diese Diskussion doch eigentlich sinnlos, da die LED (Light Emitting Diode)-Lampe schon lange aus den Startlöchern gekommen ist. Nun liefern uns PHILIPS und OSRAM sogar eine LED-Birne, die in alle herkömmlichen (Edison-E 27)Gewinde passt!

Zugegeben, die Lichtausbeute könnte besser sein und Preise zwischen rund 10 Euro für eher schwache und rund 45 Euro für Leuchten, die herkömmliche 40W-Birnen ersetzen sollen, sind noch etwas happig. Auch das groß angepriesene ‘warmweiß’ ist sehr weiß, allerdings wenigstens nicht bläulich wie andere LEDs. Aber Lebensdauer und geringer Stromverbrauch wiegen vieles auf! Und sobald die Massenproduktion so richtig anläuft, werden auch die Preise nach unten rasseln!
Wenn diese neuen ‘Birnen’ noch 2010 richtig in Fahrt kommen, dann werden meines Erachtens im September 2010 beim Verbot der 75-Watt-Glühbirnen die Hamsterkäufe ausbleiben.
Bei
Und damit den Druckermarkt radikal verändert.
Radikale Innovationen setzen entweder ganz abrupt ein oder entwickeln sich schleichend über viele Jahre hinweg. Das Beispiel einer schleichenden Entwicklung findet gerade zwischen Briefpost auf Papier und elektronischen Post statt. Da auf der einen Seite durch Umstellung der Briefmonopole auf private Dienstleister die Leistungen eher schlechter als besser werden, entwickeln sich e-Mails als die wesentlich bessere Alternative. Sie kommen zwar auch nicht immer ganz sicher an, da sie in diversen Filtern oder Firewalls hängen bleiben können. Aber wenn sie ankommen, haben sie gegenüber dem herkömmlichen Brief unschlagbare Vorteile:
Jedes neue Gebäude trachtet danach, in seiner Energiegewinnung autark zu werden. Werner + Mertz (Erdal) in Mainz hat vor kurzem den Grundstein zu einem neuen Bürogebäude gelegt, das nicht nur seinen eigenen Energiebedarf deckt (Nullenergiebilanz), sondern sogar noch Energie ans öffentliche Netz (Plusenergiebilanz) abgeben wird.

