Radikale Innovation in der Fotografie

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lytro-kamera.jpgDie Firma Lytro bringt Anfang dieses Jahres eine Lichtfeldkamera heraus (ab ca. 400 USD), die ein Scharfstellen verschiedener Teile eines Fotos ermöglicht, nachdem das Foto geschossen wurde. Fotos enstehen somit auf völlig neue Art und Weise: Es werden unterschiedlichste Lichtdaten gespeichert und dann am besten in der Cloud (z.B. bei Lytro) abgelegt. Diese neue Technik ermöglicht die Anpassung an jeden anderen Computer, auf dem die Fotos anschließend geöffnet werden, eignet sich also ideal für die neuen Netzwerke, auf denen Millionen von Fotos hochgeladen werden, um sie mit anderen zu teilen. Auch auf Smartphones kann der Betrachter dann selbständig eine eigene Scharfstellung wählen.

Die Kamera ist relativ klein und vom Design sehr einfach gehalten. Das Verfahren ist seit vielen Jahren bekannt, aber erst jetzt ist es gelungen, eine entsprechende Kamera für den Normalverbraucher zu entwicklen.

[Quelle: Stern-online]  [Foto: Lytro]

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Gigantisch: Das kostenlose Übersetzungstool von Google!

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Es ist unglaublich, wie genau das Übersetzungsprogramm von Google bereits arbeitet! Vor einiger Zeit waren es noch völlig verstümmelte Sätze, heute ist der Text schon halbwegs verständlich. Es ergeben sich völlig neue Einsatzmöglichkeiten, wenn dieses Angebot weiter verbessert wird.

Die englische Version geht ganz gut:
It’s amazing how accurate the translation program of Google is already working! Some time ago there were still totally garbled sentences, the text is now even somewhat understandable. This results in completely new application possibilities, if this offer is further improved.

Die französische Version holpert am Beginn und hat zweimal einen Einzahl/Mehrzahl-Fehler. Aber der Text ist verständlich:
C’est incroyable comment
précise le programme de traduction de Google travaille déjà! Il ya quelque temps il y avait encore des phrases totalement déformé, le texte est encore peu compréhensible (falsch, denn das heißt, dass der Text immer noch schlecht verständlich ist. Es müsste eigentlich heißen: aujourd’hui le texte est plus ou moins compréhensible). Il en résulte des possibilités d’application totalement nouvelle, si cette offre est encore améliorée.

Die spanische Version gibt den Sinn da korrekter wieder:
Es increíble lo precisa el programa de traducción de Google ya está trabajando! Hace algún tiempo, todavía hay frases totalmente ilegibles, el texto es ahora incluso algo comprensible. Esto se traduce en posibilidades de aplicación completamente nueva, si esta oferta se mejora aún más.

Andererseits: Das Programm ist kostenlos! Sollte es also gelingen, dem Programm ‘translate’ von Google noch mehr Kontextverständnis einzuhauchen, könnte ich mir vorstellen, es in meinen Blog einzubauen, damit andere Internetnutzer weltweit auch meine Blogbeiträge lesen können.

Das/die E-Mail wird 40 Jahre alt!

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Ende 1971 schickte Ray Tomlinson an seine Kollegen eine Nachricht, dass ab nun Botschaften über das Netzwerk gesendet werden könnten. Die Adresse sollte jeweils lauten: Benutzername des Empfängers@Hostname des Computers: Das E-Mail war geboren! Und hat in den vergangenen 40 Jahren den Schriftverkehr wirklich revolutioniert. Egal wohin können Sie heute eine Botschaft rund um die Erde senden und sie ist wenige Sekunden oder Minuten später dort. Gerade in Ländern, wo die Zustellung oft ungewiss war, wurde diese Erfindung mit besonderer Erleichterung aufgenommen.

Schade dabei ist nur, dass heute angeblich 90% aller Mails SPAM - also unerwünscht - sind. Durch die Beschleunigung der Kommunikation ist allerdings auch eine gewisse Form auf der Strecke geblieben. Es herrscht das Saloppe, Unverbindliche vor, Rechtschreibung ist meist kein Thema mehr. Das vom Fernschreiber übernommene “MfG” hat sich erweitert auf “BG”, “LG” oder “GLG” (Ganz liebe Grüße). Die Anrede wurde zu “Hallo…” oder auf Englisch zu “Hi”. Dass dadurch aber heute Leute elektronische Briefe schreiben, die zuvor jahrelang nicht mehr zur Feder oder zum Kugelschreiber gegriffen hatten, ist eine interessante Wendung.

Die Post hat dadurch natürlich enorme Einbußen erlitten. Aber auch deren Serviceleistungen: Es ist heute nicht leicht, einen Briefkasten zu finden (früher hingen sie an jeder Ecke). Hat man endlich einen gefunden, wird man feststellen, dass die meisten nur mehr einmal pro Tag geleert werden! Deshalb sind auch schon viele kleine Postämter geschlossen worden. Seit man auch noch Bilder und andere Dateien an Mails anhängen kann, werden fleißig große Mengen durch die Leitungen gejagt. Blöd ist nur, wenn der Empfänger seine Mails per Handy abruft und Riesendateien in der Leitung hat. Früher war dann schon mal ein Handy eine halbe Stunde nicht mehr zu benützen, heute kann man so ein Mail Gott sei Dank unterdrücken.

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Von oben die Erde betrachten

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Die Erfindung der künstlichen Satelliten hat bedeutend dazu beigetragen, eine Reihe von neuen Dienstleistungen zu fördern. Ursprünglich für die Weltraumerforschung und Raumfahrt eingesetzt (der erste von den Sowjets 1957), wurden recht bald auch andere Verwendungszwecke in Angriff genommen. Neben den Möglichkeiten, Radio- und Fernsehsendungen weltweit zu übertragen (wir können heute im Ausland fernsehtechnisch so leben wie zu Hause) taten sich bald viele andere Einsatzgebiete speziell im Bereich Beobachtung auf.

Natürlich war die mehrheitlich elektronische Kriegsführung der Hauptantrieb zur Beobachtung der gesamten Erdkugel von oben. Und die schönen Bilder, die wir heute auf Google Earth oder Google Maps von unserem Garten am PC-Schirm empfangen, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie eine Momentaufnahme sind, die bereits Monate oder sogar Jahre alt ist. Denn tagesaktuelle Bilder können sich nur Geheimdienste leisten. Oder doch nicht? Deutsche Forscher arbeiten mit Laser-Datenfunk daran, die Datenübertragung 100 Mal schneller als bisher mit Mikrowellenfunk zu machen. Damit können Bilder von Naturkatastrophen wesentlich schneller als bisher zur Verfügung stehen, um auch Hilfskräften einen Überblick zu geben, was wo zu tun ist. Andererseits kann kein Staat der Erde mehr heute gröbere Störfälle verstecken (z.B. Unfall in einem Atomkraftwerk), ohne dass die Nachbarn sehr rasch davon Kenntnis erlangen.

Ein zusätzlich Einsatzgebiet für Private: Wenn ein Immobilienmakler im Internet ein Objekt halbwegs gut beschreibt und mit Fotos ausstattet, ist es per Google Maps nach intensiver Suche und guten Ortskenntnissen ohne weiteres möglich, das Objekt auch ohne Makler zu finden. Sollte er keinen Exklusivauftrag haben, ist er um seine Provision umgefallen!

Mit Glas sind viele Innovationen möglich

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Ich hatte ja schon einmal über den intelligenten Badezimmerspiegel berichtet. Beim innovativ-in-Blog bin ich nun auf das folgende Video gestoßen, in dem die Firma Corning noch eine Fülle anderer Einsatzmöglichkeiten von Glas für die Zukunft sieht. Der Badezimmerspiegel ist auch dabei.

http://www.youtube.com/watch?v=6Cf7IL_eZ38&feature=player_embedded#at=317

Glas soll in vielen Bereichen als Display verwendet werden: Im Haushalt, im Auto, im Büro, auf der Straße (Werbung und Verkehrsnachrichten, Pläne bei Busstationen) und im Unterhaltungsbereich. Speziell die Kombination von Glas und Elektronik bietet hier eine Fülle von Anwendungen. Besonders stark wird wahrscheinlich die Werbung diese Möglichkeit nutzen.

In Kombination mit dem Smartphone (natürlich wieder Glas) sind die Einsatzmöglichkeiten schier unerschöpflich.

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Die Stromboje aus der Wachau

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Der Österreicher Fritz Mondl hat eine stromerzeugende Boje erfunden, die in der Größe eines Haifisches in der Donau schwimmt und die Strömung des Flusses nutzt, um Energie zu erzeugen.

http://www.youtube.com/watch?v=C8Vay-es9FA

Als Wassersportler hatte er oft mit der starken Strömung der Donau zu kämpfen und fragte sich schließlich, ob man diese nicht noch anders nutzen könnte. Noch dazu, wo in der Wachau weder Windräder, noch Solarpaneele und schon gar keine Wasserkraftwerke erlaubt sind. Sein schwimmendes Wasserkraftwerk greift nicht in die Natur des Gewässers ein und ist ungefährlich für Schiffe, Fische und andere Wassertiere. Auch erfolgen keine großen baulichen Eingriffe. Mondl hat den ersten Prototyp bereits 2006 in die Donau gehängt, der zweite hat seit 2009 weitere wertvolle Erfahrung geliefert und sein Projekt hat 2010 den Klimaschutzpreis gewonnen. Ein größerer Prototyp wird 2011 folgen, 2012 ist eine Serie in der Wachau geplant, 2013 soll die Serienfertigung beider Typen anlaufen. Auch um diese radikale Innovation umzusetzen, mussten viele Jahre und Tests ins Land gehen…

[TRIZ-Prinzip Nr. 22: Schädliches in Nützliches umwandeln]

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Sind Navis bald tot?

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Hier ist wieder ein aktuelles Beispiel von disruptiver Innovation. Auf leisen Sohlen schleicht ein vorerst unterlegenes System heran, das allmählich immer besser wird und dann das bestehende System verdrängt, weil es irgendwann gleichwertig wird, zu wesentlich günstigeren oder gar keinen Kosten:

1. Im Auto fix eingebaute Navigationssysteme sind sauteuer, weil sie mit der Elektronik abgestimmt und in Österreich auch noch in die Nova (Normverbrauchsabgabe) eingerechnet werden müssen.

2. Mobile Navigationsgeräte kosten heute zwar viel weniger als früher, sind jedoch meist auf das Auto beschränkt und eignen sich schlecht oder gar nicht für die Fußgänger-Navigation.

3. Auf Smartphones gibt es für wesentlich weniger Geld (unter 100 Euro) die Navi-Software der großen Anbieter als App zum Download. Eine entsprechende Halterung mit Ladestation, GPS-Verstärker und Extra-Lautsprecher kostet bei TomTom allerdings 99 Euro. Angenehmer Nebeneffekt: Man gibt zu Hause seine Fahrziele ins Handy ein, speichert sie als Favoriten und braucht sie im Auto nur mehr aufzurufen.

4. Man kann jedoch nur die Halterung kaufen und ganz auf die Navi-Software verzichten, weil Smartphones heute schon Gratiskartenmaterial anbieten und nicht nur Standortbestimmungen, sondern auch Routenauswahl ermöglichen. Außerdem kann man die Zeit berechnen lassen, die man zu Fuß oder mit einem öffentlichen Verkehrsmittel bräuchte.

[http://www.youtube.com/watch?v=MOhfxQmUq8M&feature=related]

Die Smartphones sind sowieso Killer unterschiedlichster Produkte:

1. Man hat seine eigene Musik mit.
2. Man braucht keinen extra Wecker auf Reisen mehr.
3. Auch die Termine sind immer und überall parat.
4. Bei regelmäßiger Synchronisation hat man alle Kontakte und Dokumente dabei.
5. Fotoapparat, Taschenrechner, Wasserwaage und was es sonst noch an nützlichen Applikationen gibt.
6. Nebenbei erspart Google am Handy, dass man sich aus dem Stuhl erhebt und zum Lexikon greift, das schon veraltet ist, wenn es das Licht der Welt erblickt. Auch im Lokal vermeidet man ermüdende Diskussionen, denn es lässt sich sofort feststellen, wer Recht hat.

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Feuer mit Hilfe von Elektrizität löschen

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Über more inspiration und Welt der Physik bin ich auf diese interessante Meldung gestoßen, die auf der Frühjahrstagung der American Chemical Society in Kalifornien vor kurzem vorgestellt wurde. Ludovico Cademartiri von der Harvard University in Cambridge, Massachusetts präsentierte dort die Ergebnisse seiner Experimente. Wieder einmal zeigt sich, dass ‘Radikale Innovation’ oft auf Erkenntnissen basiert, die schon sehr lange bekannt sind. Wie in diesem Fall (O-Ton ‘Welt der Physik’):

Cademartiri und sein Team hatten ein schon seit 200 Jahren bekanntes Prinzip aufgegriffen: Elektrizität kann die Form von Flammen beeinflussen. Sie kann sie zum Verbiegen, Flackern und gar zum Verlöschen bringen.

Eine große Rolle scheinen dabei Rußpartikel bilden, die sich elektrisch aufladen. Obwohl der Prozess noch nicht ganz klar ist, arbeiten die Wissenschaftler emsig daran, dem Phänomen auf die Spur zu kommen.

Mittlerweile ist ja bekannt, dass gerade Löschwasser oder Schaum noch wesentlich mehr Schaden anrichten als bereits durch das Feuer entstanden ist. Diese neue Methode (die vorerst nur innerhalb von Gebäuden angewendet werden kann), verspricht großes Potenzial: Wenn es nämlich stimmt, dass man damit auch Flammen lenken kann, dann sind nicht nur ‘Löschkorridore’ bei Bränden möglich, sondern es eröffnen sich wunderbare Möglichkeiten für die Steuerung von gezielten Verbrennungsprozessen in der Industrie.

Da diese Meldungen vom 28. und 31. März stammen, ist das offensichtlich KEIN Aprilscherz!

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Becher von unten (!) befüllen

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Ein interessantes neues Getränkefüllsystem habe ich bei CREAX entdeckt:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=wiu_IX14wLI

Mit diesem System ist es möglich, 56 (!) Becher Bier in 1 Minute zu befüllen. Den Videobeweis hat die amerikanische Firma GrinOn Industries angetreten - allerdings mit 3 Personen. Der Rekord, wenn nur 1 Person die Becher befüllt, liegt derzeit bei 44 Bechern.

Wie funktioniert nun das System? Die Becher haben an der Unterseite einen Magnetring und einen (mit Werbung) bedruckten Magneten. Sobald das Bier einschießt, hebt sich der Magnet und senkt sich, sobald die entsprechende Menge im Becher eingefüllt ist.
Diese lebensmittelechten Magneten werden mittlerweile unter Sammlern gehandelt. Viele nehmen die Magneten nach Hause und heften sie an den Kühlschrank, was die Werbewirksamkeit erhöht.

Das System ist ideal für große Veranstaltungen und kann ohne besondere Einschulung auch von Hilfskräften bedient werden. GrinOn wirbt damit, dass Bier neunmal schneller als bisher eingefüllt werden kann. Und es gibt keine Beschwerden mehr, dass zuviel Schaum dabei ist. Das Radikale daran ist, dass kein normaler Mensch einen Becher VON UNTEN befüllen würde!

Das Strom erzeugende Fenster ist nicht mehr weit

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Eine neue Generation von Solarzellen ist dünn, biegsam und bunt (siehe Wirtschaftwoche Nr. 46/2010). Sie sind preisgünstig in der Herstellung und produzieren noch Strom selbst wenn sie im Schatten liegen. Diese neuen Farbstoff-Solarzellen können in die Kleidung eingearbeitet werden und laden während des Tragens Handys oder MP3-Player auf.

Anders als bisher mit teurem Silizium erzeugen die Farbstoff-Solarzellen Strom durch Fotosynthese. Sobald diese Solarzellen einen ähnlichen Wirkunggrad wie die Siliziumzellen aufweisen, wird es für die Industrie kein Halten mehr geben: Auf Dachziegeln , Autodächern, Elektrogeräten und Straßenlaternen können die biegsamen Folien montiert werden. Das bedeutet, dass auch Gebäude in unterschiedlichster Form bestückt werden können: Fassaden würden dann in allen Himmelsrichtungen damit ausgestattet werden. Auch an durchsichtigen Solarstrom-Fenstern wird bereits gearbeitet.

Wie gesagt: Wirkungsgrad und Haltbarkeit sind die Punkte, an denen noch gearbeitet werden muss. Doch der Erfinder der Farbstoff-Solarzelle, Michael Grätzel, ist zuversichtlich.  Und dann könnten bald alle Strom fressenden Teile des Alltags zumindest einen Teil ihrer benötigten Energie selbst produzieren. Somit könnten kleine, wenig verbrauchende Geräte wahrscheinlich überhaupt ohne das lästige Aufladen an der Steckdose auskommen!

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