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Mission Eternity…

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…handelt von existentiellen Themen wie der Bewahrung und dem Verlust von Erinnerung, der Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit sowie vom Leben und Tod. Diese Themen werden mit einer provozierenden Unverfrorenheit ins Zeitalter digitaler Kommunikations- und Informationstechnologien transferiert.

Das ebenso ambitiöse wie innovative Projekt bietet umfangreiche und vielfältige Mechanismen, um Erinnerungen an Personen zu speichern und nach deren Tod zugänglich zu halten: In digitalen Kapseln werden Bilder, Sprachnachrichten, Tondokumente, Texte usw. für zukünftige Generationen aufbewahrt. Dabei begleiten die ‘Mission Eternity Angels’ (die lebenden Projektbeteiligten) die ‘Mission Eternity Piloten’ (die verstorbenen Teilnehmer) auf ihrer Reise durch Raum, Zeit und Ewigkeit.

Das Konzept baut nicht auf Hochtechnologie, sondern verteilt das Risiko des Datenverlustes auf tausende von privaten Computern. Sogenannte ‘Storage Angels’ stellen ein paar MBs ihrer Festplatte zur Speicherung der digitalen Kapseln zur Verfügung.

Eine Jury beurteilte das Projekt als avantgardistisch, schockierend und faszinierend - als aussergewöhnlich sowohl künstlerisch wie technologisch und gesellschaftlich. Geschätzt wird insbesondere auch der höflich anarchische Unterton des Projektes und die kühne Art und Weise, wie es sich um etablierte Diskurse und Methoden schert - und dennoch emotional tief bewegt. http://www.missioneternity.org/

Aber auch ohne ‘Mission Eternity’ ist es interessant, dass elektronische Spuren von schon verstorbenen Personen sich noch jahrelang durch das Internet ziehen.

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Das Herz schlägt weiter…

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Körper…auch wenn es den Körper des Spenders/der Spenderin verlässt. Die Salzburger Nachrichten berichten:

 

Am Wiener AKH erlebte eine neue Methode der Herztransplantation ihre erfolgreiche Premiere: Anfang Februar wurde im Rahmen einer klinischen Studie der MedUni Wien im Wiener AKH als eines von sechs europäischen Spitälern erstmals in Österreich ein Herz in schlagendem Zustand transplantiert.

Die 30-jährige Kärntnerin, die in den Genuss dieser neuen Methode gekommen ist, war bald nach der Operation wieder auf den Beinen und hat mit Stufen auf- und abgehen ein Trainingsprogramm absolviert. Sie kann wieder tief einatmen und hat sofort neuen Lebensmut gewonnen. Das Spenderherz wurde mit einer in den Vereinigten Staaten entwickelten Methode (Organ Care System) mit Blut versorgt und kann in seinem Behälter auch länger als die bisher üblichen 4 Stunden gelagert werden. Die Ärzte sehen außerdem von außen genau, in welchem Zustand sich das Spenderherz befindet.
Auch die Anfälligkeit für Schäden während des Transports hat sich erheblich verringert. Und das neue Organ wird im neuen Körper viel weniger abgestoßen.

Leber, Nieren und Lunge sind schon Kandidaten für das neue OCS (Organ Care System). Hoffentlich nicht für die junge Kärntnerin!

[Foto: Pixelio.de ]

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In Spanien sind die Pioniere… (3)

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… aber auch in Großbritannien gibt es Vorreiter. Vor kurzem hatte ich versprochen, noch jemandFoto: Heston Blumenthal aus der Kategorie der Molekulargastronomie zu präsentieren: Es ist dies Heston Blumenthal, der in Bray/Berkshire das Lokal ‘The Fat Duck’ betreibt. Er verlangt jetzt 80 Pfund für ein Menü à la carte. Was einem 3-Sterne-Lokal (Michelin) auch zusteht. Wie viele Dinge im Leben, die man als geniale Marketing-Idee wahrnimmt, entstand auch sein Zugang zur Molekulargastronomie durch eine mittlere Katastrophe gleich zu Beginn seiner Laufbahn als Gastwirt. Weil sein (vom Vorgänger übernommener) Gasherd explodiert war, musste er auf kleiner Flamme kochen und hatte (mangels Gasdruck) keine Möglichkeit, größere Mengen von z.B. Gemüse über längere Zeit am Kochen zu halten. Aus der Not eine Tugend machend, begann er sich für Physik und Chemie in der Küche zu interessieren und stieß gleich mehrere Regeln, die bisher in der Gastronomie gegolten hatten, über den Haufen. Am bekanntesten ist seine ‘bacon and egg ice cream’ als Nachspeise. Wer dazu mehr wissen möchte, finden Genaueres etwas versteckt in der Mitte des Unterpunktes ‘Philosophy’ auf der Webstite von ‘The Fat Duck’.

Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch jemand, der nicht eine bestimmte Ausbildung genossen hat oder Jahre in einem bestimmten Metier verbracht hat, durch eigene Initiative und Weiterbildung sowie eigenes Experimentieren zu Spitzenleistungen kommen kann. Wahrscheinlich eher als jemand, der sich auskennt und daher bestimmte Experimente von vornherein ausschließt.

Foto: The Fat Duck

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In Spanien sind die Pioniere… (2)

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Foto: Marcus Klaus, PixelquelleSie schießen mit Laserkanonen und backen mit flüssigem Stickstoff. Sie versuchen, die Gesetze der Physik auf den Kopf zu stellen. Wie bereits im letzten Beitrag angekündigt, hat mich ein Artikel aus der deutschen Wirtschaftswoche fasziniert. Die Molekularküche ist in der Spitzengastronomie immer stärker im Kommen. Ausprobiert wird, was noch nie da war! Dabei wird auch mit wissenschaftlichen Instituten zusammengearbeitet.

Herausragend dabei ist Ferran Adrià Acosta mit seinem Restaurant ‘El Bulli’. Ich zitiere Wikipedia: “Adrià bietet keine klassischen Menüs an, seine “Menüs” sind ausdifferenzierte, ausgefeilte, höchst komplizierte 25 bis 30 kleine Gänge: Rohes Gemüse wird mit Hightech aus der Medizintechnik bearbeitet, Salzstreuer mit duftendem Kunstnebel befüllt, er würzt Gemüse-Gelatine-Streifen mit Holzkohlenöl, erschafft heißes Eis, formt Olivenöl zu Bonbons, füllt Tintenfisch mit einer Mischung aus Ingwer und Kokosnuss, serviert eine Mousse aus Muschelfleisch in einem Mantel von hauchdünnem Schweinefett und injiziert Eiern vor dem Kochen Kaviarpaste. Der minutiöse Aufwand ist dafür so hoch, dass er pro Saison stets nur diese eine Menüfolge anbietet. Im Jahr 2006 kostete ein Menü mit 30 Gängen 175 Euro. Mit seinen Kochbüchern verdiente er schon im Jahr 2004 mehr als mit seinem Restaurant.”

Das er übrigens nur 6 Monate im Jahr geöffnet hält, in der übrigen Zeit experimentiert er in seinem Labor in Barcelona.

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In Spanien sind die Pioniere…

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…des neuen Kochens zu Hause. Sie arbeiten mit Gasflaschen, Loetkolben und allerhand anderen Geraetschaften, die es bisher nie in Kuechen zu sehen gab. (Wundern Sie sich nicht ueber die fehlenden Umlaute - aber auf der spanischen Tastatur gibt es keine). Sie arbeiten mit Stickstoff und experimentieren mit voellig neuen Zubereitungsarten von Essen. Die Wirtschaftswoche der vergangenen Woche hat mich (im Flugzeug) darauf gebracht.

Leider halten sich diese experimentierfreudigen Koeche auf dem Festland auf. In Fuerteventura ist man noch mehr der traditionellen Kueche verhaftet.

Somit kann ich leider im Moment selbst nichts testen. Sobald ich wieder nach Hause zurueckgekehrt bin, werde ich mich weiter schlau machen und Ihnen ueber einige der ausgefallenen Speisen berichten (z.B. sehr seltsame Spiegeleier).

Einige wenige Tage Urlaub sind mir noch vergoennt. Und ich kann sagen: Ein Traumwetter!

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Der Sonne entgegen…

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Foto: innokaan…geht es für mich für die nächsten 2 Wochen. Sollten mir auf Fuerteventura ‘radikale Innovationen’ unterkommen, so werde ich möglicherweise direkt von der Insel berichten. Fest steht jedenfalls, dass es schon am Flughafen erst jüngst wieder zu ‘radikalen Innovationen’ der besonderen Art gekommen ist.

Ich kaufte mir am Frankfurter Flughafen eine Ritter Sport (Rum/Trauben), um sie während der Wartezeit bis zum Abflug zu verzehren. Die Dame an der Kasse:”Gut, dass Sie keine Marzipan-Schokolade genommen haben, die hätte ich Ihnen nämlich einschweißen müssen!” Ich:”Wieso das denn?” Sie:”Ja, weil die ist pastös (wegen der Füllung). Und was pastös ist, könnte Sprengstoff sein.” Sie bot mir dann auch noch an, meine Wasserflasche einzuschweißen, damit ich problemlos durch die Sicherheitskontrollen kommen würde. Ich verzichtete dankend:”Ich trinke die Flasche sicher vorher leer, wenn ich meine Schokolade auf einen Sitz essen muss!”

Auch Gummibärchen, Likörbohnen (Achtung: Nitroglyzerin!), Schokolade mit Erdbeerfüllung: Alles, alles wird eingeschweißt! Wenn sich da nicht jemand eine goldene Nase mit durchsichtigen Kunststofftüten verdient!?!

Foto: innokaan 

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Mensch kontra Roboter

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Eigentlich stimmt die Überschrift so nicht, denn der Mensch kann (in der Chirurgie) noch nicht durch den Roboter ersetzt werden. Daher müsste es ‘Mensch mit Roboter’ heißen. Vergangenen Freitag fand in Hannover ein Urologenkongress statt. Natürlich wurde hauptsächlich über den rasanten Fortschritt bei der minimal-invasiven Chirurgie berichtet. Gegenüber den konventionellen Operationsmethoden ergeben sich für den Patienten große Vorteile, was die Heilung und den kosmetischen Bereich betrifft. Die Narben sind sehr klein (ca. 1 cm), der Patient kann nach kurzer Zeit das Spital wieder verlassen.

Interessant ist, dass die Chirurgen immer öfter Operationsroboter zu Hilfe nehmen, die ihnen Routineeingriffe größtenteils abnehmen. Außerdem kann das sog. Muskelzittern des Operateurs heute bereits komplett weggefiltert werden, was die Präzision wesentlich erhöht.

Haben die minimal-invasiven (auch konventionellen) Operationsmethoden in erster Linie dem Wohl des Patienten gedient, bietet die roboter-assistierte Chirurgie nun auch Vorteile für die Chirurgen, da sie ihre körperliche Belastung senkt und so unter Umständen berufsbedingten Krankheiten vorbeugt.

Noch sind die roboter-assistierten Methoden teurer als die konventionellen, trotzdem werden in den Vereinigten Staaten an manchen Krankenhäusern bereits fast die Hälfte aller Prostataentfernungen mit Hilfe des Roboters gemacht. Und der Trend zeigt auf: Überall dort, wo ein Roboter vorhanden ist, löst er nach und nach die konventionelle Chirurgie ab!

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Einführen statt einfrieren

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Foto: WikipediaFür medizinische Neuerungen sind offensichtlich die ‘Salzburger Nachrichten’ meine Fundgrube. Das Wiener AKH (Allgemeines Krankenhaus und Unikliniken) hat sich in der Herzchirurgie erstmals zu einem minimalinvasiven Eingriff an einer Hauptschlagader (Aorta) entschlossen, um einen Einriss zu behandeln.

Die Ärzte nützten dazu die Zusammenarbeit von Herzchirurgen und Radiologen, weil gerade ein internationales Symposium stattfand. Musste bisher in ähnlichen Fällen immer der Brustkorb geöffnet werden (grauenhafte Vorstellung!), so wurde jetzt über die Schlagader in der Leiste eine Gefäßprothese eingeführt und solange vorgeschoben bis die beschädigte Stelle erreicht war. Dann wurde die Prothese zur Entfaltung gebracht und schiente die erkrankte Stelle. Dabei kamen die Radiologen ins Spiel, weil der Vorgang natürlich mittels Röntgendurchleuchtung überwacht werden musste. Der Eingriff erfolgte bei leichter Narkose!

Und jetzt kommt der Hammer: Bisher war es in so einem Fall nötig, den Patienten auf 18 Grad Celsius abzukühlen und in praktisch klinisch totem Zustand zu operieren! Was allerdings auch schon eine ‘radikale Innovation’ gegenüber dem innerlichen Verbluten darstellte. Ein sehr schmaler Grad, auf dem sich die Medizin bewegt!

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Organempfänger atmen auf

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Niere.jpgEine ‘Radikale Innovation’ ist Medizinern an der Uniklinik Tübingen gelungen. Dies berichten heute die ‘Salzburger Nachrichten’. Einem 18-jährigen Patienten wurde eine Niere seiner Mutter eingepflanzt, obwohl beide eine unterschiedliche Blutgruppe haben und der Sohn starke Antikörper gegen die Gewebsmerkmale seiner Mutter entwickelt hatte. Wie ist das nun gelungen?

Vor der Operation entfernten die Ärzte beim Patienten mit einer speziellen Blutwäsche die Antikörper gegen die Blutgruppe und gegen die mütterlichen Gewebsmerkmale. Seit Juli dieses Jahres funktioniert die gespendete Niere tadellos im Körper des jungen Mannes.

Viele nahe Angehörige können nun für einen kranken Angehörigen eine Niere spenden, was bisher oft wegen der falschen Blutgruppe oder Antikörperreaktionen nicht möglich war. Das eröffnet für die betroffenen Patienten ungeahnte Perspektiven, da sie bis dato meist auf einer langen Warteliste mehrere Jahre bei neutralen Spenderdatenbanken auf ein passendes Organ warten mussten.

Dieser Versuch kam auch deshalb zustande, weil der 18-jährige Patient bereits die erste Spenderniere abgestossen hatte und seine Chancen auf eine zweite Niere wieder jahrelanges Warten bedeutet hätte. D.h. es braucht schon einen hohen Leidensdruck, um ein solches Experiment zu wagen!

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Telefonieren ohne Telefon

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Das kann man wirklich als ‘Radikale Innovation’ bezeichnen! Inzwischen hat sich VoIP (Voice over IP - Telefonieren über das Internet) allerorten durchgesetzt. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, ist er (meist) vom Headset wieder zum Telefon zurückgekehrt. Nur diejenigen, die das bequeme Arbeiten am Bildschirm während des Telefonierens nicht mehr missen möchten, wollen heute keine Muschel mehr ans Ohr klemmen.

In vielen Firmen wird nur mehr über das Internet telefoniert, denn es ermöglicht zu sehr geringen Kosten auch die Vernetzung mit verschiedenen Standorten. Das Revolutionäre an VoIP ist auch die Möglichkeit, z.B. über Skype gratis zu telefonieren, wenn der Andere auch die kostenlose Software Skype geladen hat. Oder um rund 2 Cent ins Festnetz vieler Länder. Da verwundert es nicht, wenn die Massen dem Festnetz den Rücken kehren.

Nun kommt die nächste Revolution auf uns zu: Hutchison Telecoms (Drei) hat einen Vertrag mit Skype geschlossen und bietet seinen Mobilnetzkunden an, auf Wunsch auch Hutchisonüber Skype zu telefonieren! Auf die Frage, woran sie dann noch verdienen wollen, wenn die Kunden das eigene Netz nicht mehr nutzen, geben Sie die Antwort:”Wir verdienen bei den Werbeeinnahmen unseres Partners Skype mit, wenn die Gespräche über uns kommen!” Damit bewahrheitet sich wieder einmal: Wen du nicht erfolgreich bekämpfen kannst, mit dem verbünde dich!