Ein neues Gastronomiekonzept: Das Wanderrestaurant

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brandtner_63_logo_small.jpgIn Salzburg hat sich Spitzengastronom Brandtner (bis August Chef der ‘Plainlinde’) nach mehrmonatiger Auszeit ein neues Projekt einfallen lassen: Er will künftig alle 3 Monate seine Gäste in einer anderen Location verwöhnen. Der Haubengastronomie hat er abgeschworen, dafür aber 2 Spitzenkräfte aus dem Ikarus (Hangar 7) abgeworben. Am 1. Dezember soll es im alten ‘Gusswerk’ losgehen! Lassen wir Stefan Brandtner selbst sprechen:

“Wir haben nur 63 Tage geöffnet, also werden wir jeden einzelnen Tag zu etwas Besonderem machen: unter dem Motto eines täglich wechselnden Zitats berühmter Schriftsteller, das uns inspiriert und zum Gespräch anregt. Wir werden eine moderne und geschmacksintensive Küche bieten, die der heutigen Zeit entspricht und sich dem Mainstream sowie jedem überflüssigen Schnick-Schnack verweigert. Unsere Weltoffenheit wird sich genauso widerspiegeln, wie das Wissen um die Traditionen der österreichischen Küche – beeinflusst vom wunderbaren französischen Bistro, wobei es mehr um die Atmosphäre als um klassische Gerichte oder Zubereitungsarten geht.Ich bin schon gespannt, wie viele leer stehende spannende Locations es im Salzburger Raum gibt, denn Stefan Brandtner wird noch weitere 3 davon im Jahr 2012 brauchen! Ich höre auch schon die kritischen Stimmen: “Wie soll das gehen? Der kann ja nicht alle 3 Monate irgendwo ein Lokal neu einrichten - nur für kurze Zeit!” Gerade weil es so unmöglich scheint, bin ich schon sehr gespannt, wie er es lösen wird und wünsche ihm alles Gute! Auch wenn vielleicht letztendlich (nach einigen Erfahrungen) Ende 2012 ein etwas abgewandeltes Konzept steht. Da er noch nirgends im Internet zu finden ist und als Geheimtipp gilt: 0664-16 16 191.

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Gigantisch: Das kostenlose Übersetzungstool von Google!

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Es ist unglaublich, wie genau das Übersetzungsprogramm von Google bereits arbeitet! Vor einiger Zeit waren es noch völlig verstümmelte Sätze, heute ist der Text schon halbwegs verständlich. Es ergeben sich völlig neue Einsatzmöglichkeiten, wenn dieses Angebot weiter verbessert wird.

Die englische Version geht ganz gut:
It’s amazing how accurate the translation program of Google is already working! Some time ago there were still totally garbled sentences, the text is now even somewhat understandable. This results in completely new application possibilities, if this offer is further improved.

Die französische Version holpert am Beginn und hat zweimal einen Einzahl/Mehrzahl-Fehler. Aber der Text ist verständlich:
C’est incroyable comment
précise le programme de traduction de Google travaille déjà! Il ya quelque temps il y avait encore des phrases totalement déformé, le texte est encore peu compréhensible (falsch, denn das heißt, dass der Text immer noch schlecht verständlich ist. Es müsste eigentlich heißen: aujourd’hui le texte est plus ou moins compréhensible). Il en résulte des possibilités d’application totalement nouvelle, si cette offre est encore améliorée.

Die spanische Version gibt den Sinn da korrekter wieder:
Es increíble lo precisa el programa de traducción de Google ya está trabajando! Hace algún tiempo, todavía hay frases totalmente ilegibles, el texto es ahora incluso algo comprensible. Esto se traduce en posibilidades de aplicación completamente nueva, si esta oferta se mejora aún más.

Andererseits: Das Programm ist kostenlos! Sollte es also gelingen, dem Programm ‘translate’ von Google noch mehr Kontextverständnis einzuhauchen, könnte ich mir vorstellen, es in meinen Blog einzubauen, damit andere Internetnutzer weltweit auch meine Blogbeiträge lesen können.

Von oben die Erde betrachten

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Die Erfindung der künstlichen Satelliten hat bedeutend dazu beigetragen, eine Reihe von neuen Dienstleistungen zu fördern. Ursprünglich für die Weltraumerforschung und Raumfahrt eingesetzt (der erste von den Sowjets 1957), wurden recht bald auch andere Verwendungszwecke in Angriff genommen. Neben den Möglichkeiten, Radio- und Fernsehsendungen weltweit zu übertragen (wir können heute im Ausland fernsehtechnisch so leben wie zu Hause) taten sich bald viele andere Einsatzgebiete speziell im Bereich Beobachtung auf.

Natürlich war die mehrheitlich elektronische Kriegsführung der Hauptantrieb zur Beobachtung der gesamten Erdkugel von oben. Und die schönen Bilder, die wir heute auf Google Earth oder Google Maps von unserem Garten am PC-Schirm empfangen, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie eine Momentaufnahme sind, die bereits Monate oder sogar Jahre alt ist. Denn tagesaktuelle Bilder können sich nur Geheimdienste leisten. Oder doch nicht? Deutsche Forscher arbeiten mit Laser-Datenfunk daran, die Datenübertragung 100 Mal schneller als bisher mit Mikrowellenfunk zu machen. Damit können Bilder von Naturkatastrophen wesentlich schneller als bisher zur Verfügung stehen, um auch Hilfskräften einen Überblick zu geben, was wo zu tun ist. Andererseits kann kein Staat der Erde mehr heute gröbere Störfälle verstecken (z.B. Unfall in einem Atomkraftwerk), ohne dass die Nachbarn sehr rasch davon Kenntnis erlangen.

Ein zusätzlich Einsatzgebiet für Private: Wenn ein Immobilienmakler im Internet ein Objekt halbwegs gut beschreibt und mit Fotos ausstattet, ist es per Google Maps nach intensiver Suche und guten Ortskenntnissen ohne weiteres möglich, das Objekt auch ohne Makler zu finden. Sollte er keinen Exklusivauftrag haben, ist er um seine Provision umgefallen!

Brustkrebs radikal (an der Wurzel) bekämpfen

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In der Wirtschaftswoche gelesen: Die Techniker der Carl Zeiss Meditec haben ein Verfahren gefunden, das die wochenlange Bestrahlung nach einer Brust-OP zumindest teilweise ersetzt, in sehr günstigen Fällen möglicherweise ganz entfallen lässt: Sie haben ein Bestrahlungsgerät Intrabeam entwickelt, das mobil in jeder Klinik ohne großen Sicherheitsaufwand eingesetzt werden kann. Der Clou: Noch während der Operation - nachdem der Tumor entfernt wurde, wird das kugelförmige Bestrahlungsgerät in die Wunde eingeführt und die Stelle, an der der Tumor vorher saß, direkt von innen bestrahlt (ca. 20-30 Minuten). Dies verlängert zwar die Operationszeit, schont aber die umliegenden Organe und verkürzt nachfolgende Bestrahlungen erheblich. Auch die Anschaffungskosten stehen in keinem Vergleich zu den großen Linearbeschleunigern, wo manchmal ‘mit Kanonen auf Spatzen’ geschossen wird.

http://www.youtube.com/watch?v=Fb4P2abNmcI

Wenn auch vorerst nur für Tumore bis zu einer Größe von 2cm geeignet, werden bereits andere Einsatzgebiete getestet. Am weitesten soll die Anwendung bei Tumoren in der Wirbelsäule sein. Neben den erheblichen Erleichterungen für die Patienten ergibt sich mit der neuen Methode auch eine radikale Kostensenkung in der Krebsbehandlung.

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Das weltweit 1. Stadthotel mit Null-Energie-Bilanz

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Michaela Reitterer ist gerne ‘Vorreiterin’! Deshalb hat sie auch beim Zubau ihres Hotels ‘Stadthalle’ in Wien ein Konzept umgesetzt, bei dem sie sämtliche Energiekosten einspart. Wodurch?

Durch die Grundwasserwärmepumpe, Photovoltaikanlage, Solaranlage und drei Windräder (sind die jetzt endlich durch die Gemeinde Wien genehmigt?). Außerdem räumt sie Hotelgästen, die mit öffentlichem Verkehrsmittel anreisen, einen Rabatt von 10% ein. Warum allerdings Stammgäste ebenfalls den ‘Grünen Bonus’ von 10% erhalten (egal mit welchem Fahrzeug sie anreisen!) ist mir nicht ganz klar. Ich persönlich hätte hier zumindest irgendeine Unterscheidung vorgezogen, weil es nach außen so wirkt wie: Bei unseren Stammkunden ist es uns egal, ob sie die Luft verpesten!

http://www.youtube.com/watch?v=s5Ys46U8Wfk&feature=related

Durch geschickte Planung bei der Hotelrenovierung und Hartnäckigkeit in den Verhandlungen mit den Behörden hat sie etwas umgesetzt, was angesichts des mittlerweile rundum beschlossenen Ausstiegs aus der Atomenergie ein Eckpfeiler in der Energiepolitik werden könnte: Jeder produziert seine Energie selbst, spart durch geschicktes Bauen sogar Energie ein und gibt etwas an die umliegenden Gebäude ab, die das (aus welchen Gründen auch immer) nicht können.

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Feuer mit Hilfe von Elektrizität löschen

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Über more inspiration und Welt der Physik bin ich auf diese interessante Meldung gestoßen, die auf der Frühjahrstagung der American Chemical Society in Kalifornien vor kurzem vorgestellt wurde. Ludovico Cademartiri von der Harvard University in Cambridge, Massachusetts präsentierte dort die Ergebnisse seiner Experimente. Wieder einmal zeigt sich, dass ‘Radikale Innovation’ oft auf Erkenntnissen basiert, die schon sehr lange bekannt sind. Wie in diesem Fall (O-Ton ‘Welt der Physik’):

Cademartiri und sein Team hatten ein schon seit 200 Jahren bekanntes Prinzip aufgegriffen: Elektrizität kann die Form von Flammen beeinflussen. Sie kann sie zum Verbiegen, Flackern und gar zum Verlöschen bringen.

Eine große Rolle scheinen dabei Rußpartikel bilden, die sich elektrisch aufladen. Obwohl der Prozess noch nicht ganz klar ist, arbeiten die Wissenschaftler emsig daran, dem Phänomen auf die Spur zu kommen.

Mittlerweile ist ja bekannt, dass gerade Löschwasser oder Schaum noch wesentlich mehr Schaden anrichten als bereits durch das Feuer entstanden ist. Diese neue Methode (die vorerst nur innerhalb von Gebäuden angewendet werden kann), verspricht großes Potenzial: Wenn es nämlich stimmt, dass man damit auch Flammen lenken kann, dann sind nicht nur ‘Löschkorridore’ bei Bränden möglich, sondern es eröffnen sich wunderbare Möglichkeiten für die Steuerung von gezielten Verbrennungsprozessen in der Industrie.

Da diese Meldungen vom 28. und 31. März stammen, ist das offensichtlich KEIN Aprilscherz!

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Daimler startet Carsharing weltweit

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Über den Umweg der Marke “smart” ist Daimler  vor einiger Zeit ins Carsharing eingestiegen. Unter der Tochtergesellschaft ‘car2go’ sollen weltweit Autos der Marke ’smart’ verliehen werden. Ein Pilotprojekt in der Stadt Ulm ist sehr zufriedenstellend verlaufen, nachdem sich wesentlich mehr Interessenten angemeldet hatten als ursprünglich erwartet. Was unterscheidet nun dieses Modell von anderen Carsharing-Modellen? In Zukunft soll man die kleinen Flitzer überall im Stadtgebiet abstellen können. Über GPS kann der jeweilige Standort überprüft werden. Die Fahrzeuge können dann gereinigt und betankt werden.

Es ist dies der Versuch mit einer sehr jungen Zielgruppe ins Geschäft zu kommen, die mit Mercedes normalerweise nichts am Hut hat. Nachdem das Ulmer Projekt gut gelaufen ist, stehen angeblich schon etliche Stadtverwaltungen Schlange, um mit Daimler (bzw. deren Tochtergesellschaft) einen Vertrag abzuschließen und Carsharing für jedermann zu öffnen. Da für dieses Projekt die sparsamsten Dieselmodelle von smart ausgesucht wurden, geht konsequenterweise der nächste Schritt zum Hybrid- oder zum Elektroauto. In Paris soll die Elektroversion des smart anlaufen.

Um diesen Geschäftszweig anzutreiben, hat Daimler eine Kooperation mit Europcar abgeschlossen, um in Hamburg ab dem Frühjahr 2011 300 smart im Carsharing anzubieten. In Hamburg müssen car2go-Kunden für die Registrierung einmalig 29 Euro bezahlen.

Pro Minute kostet das Carsharing in Hamburg 29 Cent oder maximal 14,90 Euro pro Stunde. Darin enthalten sind Kraftstoff, Versicherung, gefahrene Kilometer sowie Steuern und Parkgebühren. Weitere Kosten fallen nicht an. Wer sich bei car2go registriert, profitiert überdies von speziellen Vorteilen beim Autovermieter Europcar.


http://www.youtube.com/watch?v=7yHhNZg-Zmk

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Becher von unten (!) befüllen

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Ein interessantes neues Getränkefüllsystem habe ich bei CREAX entdeckt:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=wiu_IX14wLI

Mit diesem System ist es möglich, 56 (!) Becher Bier in 1 Minute zu befüllen. Den Videobeweis hat die amerikanische Firma GrinOn Industries angetreten - allerdings mit 3 Personen. Der Rekord, wenn nur 1 Person die Becher befüllt, liegt derzeit bei 44 Bechern.

Wie funktioniert nun das System? Die Becher haben an der Unterseite einen Magnetring und einen (mit Werbung) bedruckten Magneten. Sobald das Bier einschießt, hebt sich der Magnet und senkt sich, sobald die entsprechende Menge im Becher eingefüllt ist.
Diese lebensmittelechten Magneten werden mittlerweile unter Sammlern gehandelt. Viele nehmen die Magneten nach Hause und heften sie an den Kühlschrank, was die Werbewirksamkeit erhöht.

Das System ist ideal für große Veranstaltungen und kann ohne besondere Einschulung auch von Hilfskräften bedient werden. GrinOn wirbt damit, dass Bier neunmal schneller als bisher eingefüllt werden kann. Und es gibt keine Beschwerden mehr, dass zuviel Schaum dabei ist. Das Radikale daran ist, dass kein normaler Mensch einen Becher VON UNTEN befüllen würde!

Die Verkaufsfläche für nur kurze Zeit verdoppeln

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In der deutschen Wirtschaftswoche habe ich eine interessante Notiz gefunden: Die amerikanische Spielzeugkette Toys”R”us hat ihr Geschäftsmodell um eine überraschende Variante erweitert: Da im Spielzeugmarkt die meisten Umsätze im letzten Jahresdrittel gemacht werden, möchte Toys”R”us dieses Jahr seine Verkaufsflächen radikal ausweiten (verdoppeln!), in dem es die Immobilienkrise im Land nützt.

Original Pressetext vom 9.September 2010: Toys“R”Us® today announced plans to operate approximately 600 Toys“R”Us Express stores in malls and shopping centers nationwide during the 2010 Christmas season, in addition to its 587 full-size Toys“R”Us stores in the United States.  This major expansion will double the number of Toys“R”Us locations available for holiday shopping needs as the company asserts its authority position by making itself even more convenient for customers.  This sizeable rollout of pop-up stores represents an additional 2.4 million square feet of toy-selling space for the holiday season.

Da es sehr viele Leerstände in Shopping Centers zu vermelden gibt, wird sich der Spielzeugkonzern dort (allerdings nur für eine begrenzte Zeit bis nach Weihnachten) einmieten, um so die stärkste ‘Saison’ besser zu nutzen. Bekanntlich ist die Verkaufsfläche ein wesentlicher  Motor für mehr Umsätze, daher dürfte der Erfolg vorprogrammiert sein. Und in der ’schwachen’ Zeit kehrt Toys”R”us wieder zu seinen Stammgeschäften zurück. Sicher wird es eines logistischen Kraftaktes bedürfen, um die vorübergehend angemieteten Outlets zu bestücken, aber gerade das ist ein Zeichen dafür, dass die Konkurrenz dieses Konzept nicht so schnell kopieren wird!

Im folgenden Video sehen Sie wie die Ausstattung für die kurze Saison aussehen könnte:

http://www.youtube.com/watch?v=x3WKOR4QPvc

[ASIT-Prinzip: Multiplication]
[TRIZ-Lösungsprinzipien Nr. 26: Kopieren, Nr. 19: Periodische Wirkung]

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Radikal Zeit sparen

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Ein Beitrag im Blog von Burkhard Schneider über das Thema ‘Zeit’ hat mich darauf gebracht, dass es durchaus möglich ist, auch in diesem Bereich radikale Innovationen anzubieten. Die von ihm in seinem Beitrag erwähnte Firma Dobotec hat einen OVERNIGHT-Service entwickelt, bei dem sie z.B. den Austausch von Bodenbelägen über Nacht anbietet. Sie renovieren Büroräume über Nacht bei voller Möblierung ohne Betriebsunterbrechung. Für dieses Konzept ist eine ganz spezielle Spachtelmasse und zeitsparendes Arbeitsmaterial nötig. Auch sind die Mitarbeiter besonders ausgebildet, um Computer, Telefone und Möbel zu bewegen. Sämtliche Abläufe müssen miteinander optimal abgestimmt sein, damit um 4.00 Uhr morgens alles wieder an seinem Platz steht.

Noch radikaler ist das Konzept der ‘Fraktalen Fabrik’ nach Hans-Jürgen Warnecke. Die Fraktale agieren nach dem Prinzip der Selbstorganisation und der Selbstoptimierung als eigenständige Unternehmenseinheiten. Sie können dadurch auch Zeitabläufe extrem optimieren. Der Unternehmensberater Ernst Weichselbaum aus Waidhofen/Ybbs half 1996 schon der oberösterreichischen Firma Peneder Brandschutztore, ihre Lieferzeiten von ca. 4 Wochen auf 30 (!) Stunden umzustellen. In einem Artikel aus 2009 schreibt Weichselbaum, dass bei guten Firmen die Durchlaufzeit zur Bearbeitungszeit im Verhältnis 93:7 steht. Hier schlummern also noch tolle Reserven. Weichselbaum verzichtet auf jede Analyse des IST-Zustandes, denn er sagt: “Aus der Sicht des Bisherigen ist das Neue immer falsch”. Statt der Frage: “Geht es nicht besser?” stellt er lieber die Frage: “Geht es nicht anders viel besser?” Allerdings braucht es für die Zusammenarbeit mit ihm risikofreudige und willensstarke Unternehmer, denn die nötigen Umstellungen sind eine Revolution gegenüber den bisher angewandten Prozessen!

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