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Ein Haus als Schaumrolle

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beetlehaus.jpgDer Salzburger Stadtbaumeister Markus Voglreiter (schon sattsam bekannt als Erbauer des ersten VW-Beetle-Hauses), hat sich jetzt selbst übertroffen:

Wie der Salzburger ORF auf seiner Homepage heute meldet, wird er für einen Salzburger Piloten ein Schaumrollenhaus bauen.

Voglreiter im O-Ton ebendort: “Ich habe nach einem Kontrast zu dem bestehenden, konventionellen Gebäude gesucht. Wir sind mit dem Berufspiloten zusammengesessen, haben Schaumrollen gegessen und eine Gaudi gehabt”, schildert der Baumeister. “Da habe ich mir gedacht: Warum nicht ein Schaumrollenhaus bauen, das sieht sicher witzig aus.”

Da sich dieses Haus in Sichtweite der Höheren Technischen Lehranstalt Itzling befinden wird, kann es sicher den einen oder anderen Schüler kreativ inspirieren.schaumrollenhaus-gross.jpg Dazu wird Voglreiter aber noch einige Anpassungen durchführen müssen, denn derzeit (22.3. 10.54 Uhr) meinen in einer vom ORF inszenierten Abstimmung mehr als 70%, dass der bisherige Entwurf noch nicht wirklich an Schaumrollen erinnert. Selbst wenn man sich das runde Milchglas vorstellt, dass jeweils am Ende der Schaumrollenstockwerke angebracht werden soll.

Erfrischend sind jedenfalls Voglreiters kreative Entwürfe, von denen einige bereits weltweit für Interesse gesorgt haben. Und dass sich auch noch Bauherren finden, die diese nicht ganz billigen ‘Spinnereien’ finanzieren, ist ebenfalls ein gutes Zeichen.

[Fotos: APA und Voglreiter]

Für viele Situationen offen bleiben

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Solarhaus.jpgEin gutes Beispiel für das TRIZ-Lösungsprinzip Nr. 3 (Örtliche Qualität=Jeder Teil eines Objektes soll seine Funktion optimal erfüllen) hat mir Blog-Zuträger Bernward Kahmann aus Kassel geliefert. Es ist dies ein interessantes ‘Haus der Zukunft’, das die TU Darmstadt im Herbst 2007 beim internationalen Bauwettbewerb „Solar Decathlon“ des U.S.-Energieministeriums im Maßstab 1:1 vor dem Weißen Haus ausstellen wird. Für den Wettbewerb mussten einige sehr strenge Regeln erfüllt werden. Unter anderem ist die Grundfläche des Hauses auf 75m² begrenzt. Um hier größtmöglichen Komfort zu gewährleisten, schreibt dafacto
“entwickelten die Wissenschaftler ein kluges Wohnkonzept: Alle Möbel sind in die Bodenplattform integriert und lassen sich bei Bedarf vollständig verstauen, um ein pures Raumerlebnis und Platz für Feste zu machen. Der geschlossene Kern mit Küche und Bad ist auf ein Mindestmaß reduziert, bei Bedarf kann er ausfahren und zum Duschen oder für Koch-Events vergrößert werden. Bei der Wahl der Materialen stehen nachwachsende, naturnahe oder recyclebare Stoffe im Vordergrund.”

Radikal an diesem Konzept finde ich, dass ansonsten fixe Raumgrößen wie Küche oder Bad beliebig verändert werden können und die Möbel bei Bedarf im Boden verschwinden. Auch das Energiekonzept ist interessant, wird doch die benötigte Energie in der Bodenplattform gespeichert, verarbeitet und verteilt.