Archiv der Kategorie: Auto

Ein Auto für junge Leute: Renault KWID

Das neue Konzeptauto von Renault wurde von einer internationalen Mannschaft hautsächlich in Indien entwickelt und ganz auf die zukünftige Kundschaft abgestimmt. Die Jugend von heute steht dem Elektroauto viel positiver gegenüber als ihre Eltern und fotografiert gerne. Sie liebt technisches Spielzeug. Renault hat deshalb seinem KWID eine Drohne mitgegeben, die aus dem Dach aufsteigt und den Fahrtweg aus der Luft abbildet (dort muss sie in Zukunft allerdings achtgeben, nicht mit einer Drohne von DHL oder Amazon zusammen zu stoßen). Interessant ist auch eine weitere Neuerung: Vorne gibt es eine Sitzbank, bei der der Fahrer in der Mitte ‚trohnt‘! Dadurch fasst das Auto 5 Personen. Auch das Türkonzept geht neue Wege. Das von Renault bezweckte Resultat: Ein Auto zum Träumen!


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Ultraschall reinigt Windschutzscheiben

Seit langem werden schon Zähne oder Brillen mit Ultraschall gereinigt. Nun soll es auch einem Teil an den Kragen gehen, das sich über viele Jahre und Jahrzehnte nicht sehr verändert hat: Dem Scheibenwischer beim Auto. Früher zwei, manchmal nur mehr einer, früher gleich groß, heute verschieden groß oder von ganz unterschiedlicher Form, möglicherweise sogar mit unterschiedlichen Wischrhythmen – immer noch sind es Wischer, die unsere Autoscheiben frei halten. Auch wenn sie im Winter anfrieren oder mit Schnee verkleben und Schlieren machen. Dies soll in Zukunft alles nicht mehr nötig sein, wenn die Windschutzscheiben bei Autos mit Ultraschall gereinigt werden. Noch größer sehe ich den Nutzen im Sommer, wenn hunderte von Insekten bei jeder Ausfahrt gegen die Scheiben klatschen. Die sollen nun durch Ultraschall von vornherein von der Windschutzscheibe fern gehalten werden. Durch eine Art Schutzschild würden Wasser und Insekten über das Dach abgeleitet werden.

Auch wenn die technische Seite lösbar scheint, wird es doch schwierig sein, die Behörden vom Verzicht auf die Scheibenwischer zu überzeugen. Aber schließlich haben heutige Autos auch kein Reserverad mehr im Kofferraum – vor einigen Jahren noch undenkbar!

Trauen wir uns 2014 mehr als bisher?

Man braucht sich nur im Alltag umzusehen und findet überall Dinge, die irgendwie noch besser funktionieren könnten. Aber auch solche, wo man sich fragt, warum es dafür noch gar keine wesentlich bessere Lösung oder überhaupt eine Lösung gibt. Manche Ideen entstehen erst, wenn sich ein Trend durchsetzt.

Wenn es z.B. immer mehr Leute gibt, die sich weiterbilden möchten, um im Beruf weiter zu kommen, dann ist es klar, dass viele davon aus unterschiedlichsten Gründen dafür nicht irgendwohin fahren können. Oder nur nachts für Weiterbildung Zeit haben. Daher wird ‚Online-Education‘ immer bedeutender und es braucht dafür wirklich gute Lösungen, die das Lernen am Computer (am Tablet, am Telefon) erleichtern.

Wenn unüberschaubare Mengen von Daten gesammelt werden, dann entsteht auch hier ein Bedarf, aus den gesammelten Daten etwas zu machen. Wer hier interessante Lösungen anbietet, kann damit sicher viel Geld verdienen.

Auch beim Thema ‚Mobility‘ verschmilzt z.B. das Auto mit elektronischen Dingen, die den Fahrer unterstützen. Das Auto selbst nützt auch das Internet und Satelliten, um im Notfall rasch Hilfe herbeiholen zu können. Oder auch, um mit Nachbarautos zu kommunizieren.

Offline und Online wachsen immer stärker zusammen: Der Online-Handel steigt rasant an. Da die online gekauften Waren zugestellt werden müssen, sind ganz neue Logistikkonzepte gefragt. Nicht umsonst experimentiert Amazon mit Drohnen.


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Trauen wir uns wirklich zu, unseren ersten Reflex („So ein Blödsinn!“) in die Schranken zu verweisen und zu überlegen, was passieren müsste, um so eine Idee zu verwirklichen? Mehr Mut, mehr Optimismus und mehr Vertrauen, es doch noch zu schaffen, wünsche ich uns allen für 2014.

Das fahrerlose Auto…

…gibt es zwar noch nicht, aber mehr und mehr elektronische Systeme nehmen dem Autofahrer bestimmte Aufgaben ab oder unterstützen ihn bei der Fahrt. Seit vielen Jahren gibt es bereits den Tempomat, der die Geschwindigkeit automatisch regelt. Seit einiger Zeit wird dieser auch mit Abstandhalter angeboten, allerdings bisher nur bei teureren Fahrzeugen. Kommt man dem Vordermann zu nahe, bremst das System sanft ab. Schert jemand aus der Nachbarkolonne aus, bremst das System schon etwas abrupter. Kolonnenfahren im Stadtverkehr (Stop an Go) erledigt das System ganz alleine, der Fahrer kann sogar die Hände vom Lenkrad nehmen.

Es ist übrigens toll, was es alles schon gibt: Müdigkeitswarner, Lichtassistent, Nachtsichtassistent, Notbremsassistent, Parkassistent, Spurhalteassistent, Spurwechselassistent und Verkehrszeichenassistent. Eine schöne Übersicht, welche Automarke was anbietet, gibt es bei www.bester-beifahrer.de.

Das kommt meinen Vorstellungen schon sehr nahe: Ich möchte mich z.B. nach der Autobahnauffahrt in Salzburg in eine Fahrzeugkolonne einreihen und 300Km bis Wien fahren, ohne dass ich selbst aktiv werden muss. Erst bei der Autobahnabfahrt greife ich wieder zum Lenkrad. Also etwas, das Flugzeuge schon seit Jahrzehnten beherrschen. Natürlich sind im Luftraum die Abstände zum Nachbarflugzeug viel größer, aber dafür sind auch die Geschwindigkeiten höher.

Aktualisierung Juli 2013: Mein Traum wird wahr: Die Briten experimentieren noch 2013 mit fahrerlosen Autos!
[Quelle: futurezone.at]

Das faltbare Elektroauto Hiriko Fold

Schon 2010 hatte ich über ein Mobilitätskonzept des MIT (Massachusetts Institute of Technology) berichtet, in dem von stapelbaren Elektrofahrzeugen die Rede war, die bei geringem Platzverbrauch in Städten nahe von U-Bahn-Stationen aufgestellt werden sollten. In Fortführung dieses Projekts ‚City Car‘ wurde nun im Baskenland tatsächlich ein faltbares Auto entwickelt, das genau diese Bedingungen erfüllt und 2013 in den Verkauf gehen soll. Da es im Carsharing verwendet werden soll, besteht die vordergründige Zielgruppe aus Stadtverwaltungen.

Dieses Auto weist aber noch andere interessante Dinge auf, um auf engstem Raum zu operieren: z.B. Räder, die sich unabhängig voneinander in jede Richtung drehen lassen und damit ein Drehen des kompletten Fahrzeuges im Stand ermöglichen. Ein und aus steigt man in diesen Zweisitzer durch die einzige Tür in der Front (das hatte doch schon die Isetta von BMW!). Der Wagen ist 2,5 Meter lang, in gefaltetem Zustand nur mehr 1,5 Meter. Er erregt überall große Aufmerksamkeit. Hiriko heißt auf baskisch ’städtisch‘.


[youtube MONIa4zdLdY]

BMW riskiert viel

bmw-i3.jpgDes öfteren habe ich schon darüber berichtet, dass Großkonzerne ihre Schwierigkeiten damit haben, riskante Projekte unter dem Titel ‚Radikale Innovation‘ anzugehen. BMW bildet hier in zweierlei Hinsicht eine Ausnahme:
1. Es treibt die Entwicklung eines Elektroautos (i3) voran, wobei man sich hier auch schon die Kosten mit anderen teilt. Allerdings hat der CEO von BMW grünes Licht gegeben, dieses Projekt unabhängig von allen eventuellen Sparmaßnahmen, mit einem hohen Budget vorrangig zu forcieren.
2. Bei diesem Projekt sollen erstmals zwei Teile zum Einsatz kommen: Ein Unterboden aus Stahl und eine Fahrgastzelle aus Carbon. Damit ist BMW in der Entwicklung von Carbon als Werkstoff im Automobilbau ganz weit vorne, den anderen angeblich um Jahre voraus. Allerdings ist noch sehr viel Forschungsarbeit nötig, um Carbon (leicht und doch sehr robust) zu einem Preis verarbeiten zu können, der das Elektroauto noch ‚verkaufbar‘ macht. Denn auch die hohen Kosten für die Batterie beeinflussen den Verkaufspreis stark. Und wenn sich dann Carbon doch nicht durchsetzt, hat BMW enormes Geld in den Sand gesetzt. An diesem Wettlauf beteiligt sich jetzt auch schon VW, das in einigen Jahren die Nr. 1 im Automobilbau anstrebt. Also kann die Strategie von BMW so falsch nicht sein.

[Foto: BMW]

Mit Glas sind viele Innovationen möglich

Ich hatte ja schon einmal über den intelligenten Badezimmerspiegel berichtet. Beim innovativ-in-Blog bin ich nun auf das folgende Video gestoßen, in dem die Firma Corning noch eine Fülle anderer Einsatzmöglichkeiten von Glas für die Zukunft sieht. Der Badezimmerspiegel ist auch dabei.


[youtube 6Cf7IL_eZ38&feature=player_embedded#at=317]

Glas soll in vielen Bereichen als Display verwendet werden: Im Haushalt, im Auto, im Büro, auf der Straße (Werbung und Verkehrsnachrichten, Pläne bei Busstationen) und im Unterhaltungsbereich. Speziell die Kombination von Glas und Elektronik bietet hier eine Fülle von Anwendungen. Besonders stark wird wahrscheinlich die Werbung diese Möglichkeit nutzen.

In Kombination mit dem Smartphone (natürlich wieder Glas) sind die Einsatzmöglichkeiten schier unerschöpflich.

Die Batterie von morgen (DBM)

Eigentlich hat er es ja ‚Die Basis von Morgen‘ genannt: Ein junger Erfinder namens Mirko Hannemann entwickelt einen Super-Akku und stößt damit bei der Autoindustrie (in Deutschland) auf totales Desinteresse. Aber er findet andere Förderer und andere Zielgruppen, z.B. betreibt er mit seinem Akku Schubmaststapler der Firma Papstar. Die Batterie ist leichter als die bisher verwendeten und muss nicht schon nach 12, sonden erst nach 26 Stunden aufgeladen werden. Aufgeladen ist sie nach 2 Stunden, bisher waren 8 Stunden nötig.

In einem von ihm umgerüsteten Audi A2 fährt er die gut 600 Km von München nach Berlin mit einer Akku-Ladung. Seine Lithium-Metall-Polymer-Batterie (von 3M gebaut) wird als Fake abgetan, die Rekordfahrt von Automobilherstellern und -zulieferern sowie dem ADAC ins Reich der Fabel verwiesen. Warum? Hannemann ist noch keine 30 Jahre alt und es kann doch nicht sein, dass ein so junger Spund die Lösung für etwas findet, an dem weltweit Millionen schwere Großkonzerne seit etlicher Zeit herumdoktern.

http://www.spiegel.de/video/video-1090969.html

Hochinteressant ist auch ein mehrteiliges Video mit dem Titel „Warum das Elektroauto sterben musste“

http://www.youtube.com/watch?v=RF8ajdgdHck&NR=1

[youtube RF8ajdgdHck&NR=1]

Hier ist Teil 2

Hier Teil 3

Die weiteren Folgen (bis 9) finden Sie direkt bei YouTube. Kommentar überflüssig – aber bezeichnend, welche Widerstände ‚Radikale Innovationen‘ überwinden müssen.

Sind Navis bald tot?

Hier ist wieder ein aktuelles Beispiel von disruptiver Innovation. Auf leisen Sohlen schleicht ein vorerst unterlegenes System heran, das allmählich immer besser wird und dann das bestehende System verdrängt, weil es irgendwann gleichwertig wird, zu wesentlich günstigeren oder gar keinen Kosten:

1. Im Auto fix eingebaute Navigationssysteme sind sauteuer, weil sie mit der Elektronik abgestimmt und in Österreich auch noch in die Nova (Normverbrauchsabgabe) eingerechnet werden müssen.

2. Mobile Navigationsgeräte kosten heute zwar viel weniger als früher, sind jedoch meist auf das Auto beschränkt und eignen sich schlecht oder gar nicht für die Fußgänger-Navigation.

3. Auf Smartphones gibt es für wesentlich weniger Geld (unter 100 Euro) die Navi-Software der großen Anbieter als App zum Download. Eine entsprechende Halterung mit Ladestation, GPS-Verstärker und Extra-Lautsprecher kostet bei TomTom allerdings 99 Euro. Angenehmer Nebeneffekt: Man gibt zu Hause seine Fahrziele ins Handy ein, speichert sie als Favoriten und braucht sie im Auto nur mehr aufzurufen.

4. Man kann jedoch nur die Halterung kaufen und ganz auf die Navi-Software verzichten, weil Smartphones heute schon Gratiskartenmaterial anbieten und nicht nur Standortbestimmungen, sondern auch Routenauswahl ermöglichen. Außerdem kann man die Zeit berechnen lassen, die man zu Fuß oder mit einem öffentlichen Verkehrsmittel bräuchte.

Die Smartphones sind sowieso Killer unterschiedlichster Produkte:

1. Man hat seine eigene Musik mit.
2. Man braucht keinen extra Wecker auf Reisen mehr.
3. Auch die Termine sind immer und überall parat.
4. Bei regelmäßiger Synchronisation hat man alle Kontakte und Dokumente dabei.
5. Fotoapparat, Taschenrechner, Wasserwaage und was es sonst noch an nützlichen Applikationen gibt.
6. Nebenbei erspart Google am Handy, dass man sich aus dem Stuhl erhebt und zum Lexikon greift, das schon veraltet ist, wenn es das Licht der Welt erblickt. Auch im Lokal vermeidet man ermüdende Diskussionen, denn es lässt sich sofort feststellen, wer Recht hat.

Daimler startet Carsharing weltweit

Über den Umweg der Marke “smart” ist Daimler  vor einiger Zeit ins Carsharing eingestiegen. Unter der Tochtergesellschaft ‘car2go’ sollen weltweit Autos der Marke ’smart’ verliehen werden. Ein Pilotprojekt in der Stadt Ulm ist sehr zufriedenstellend verlaufen, nachdem sich wesentlich mehr Interessenten angemeldet hatten als ursprünglich erwartet. Was unterscheidet nun dieses Modell von anderen Carsharing-Modellen? In Zukunft soll man die kleinen Flitzer überall im Stadtgebiet abstellen können. Über GPS kann der jeweilige Standort überprüft werden. Die Fahrzeuge können dann gereinigt und betankt werden.

Es ist dies der Versuch mit einer sehr jungen Zielgruppe ins Geschäft zu kommen, die mit Mercedes normalerweise nichts am Hut hat. Nachdem das Ulmer Projekt gut gelaufen ist, stehen angeblich schon etliche Stadtverwaltungen Schlange, um mit Daimler (bzw. deren Tochtergesellschaft) einen Vertrag abzuschließen und Carsharing für jedermann zu öffnen. Da für dieses Projekt die sparsamsten Dieselmodelle von smart ausgesucht wurden, geht konsequenterweise der nächste Schritt zum Hybrid- oder zum Elektroauto. In Paris soll die Elektroversion des smart anlaufen.

Um diesen Geschäftszweig anzutreiben, hat Daimler eine Kooperation mit Europcar abgeschlossen, um in Hamburg ab dem Frühjahr 2011 300 smart im Carsharing anzubieten. In Hamburg müssen car2go-Kunden für die Registrierung einmalig 29 Euro bezahlen (aktualisiert 6/2012 nur mehr 19 Euro).

Pro Minute kostet das Carsharing in Hamburg 29 Cent oder maximal 12,90 Euro pro Stunde. Darin enthalten sind Kraftstoff, Versicherung, gefahrene Kilometer sowie Steuern und Parkgebühren. Weitere Kosten fallen nicht an. Wer sich bei car2go registriert, profitiert überdies von speziellen Vorteilen beim Autovermieter Europcar.

[youtube 7yHhNZg-Zmk]