Archiv der Kategorie: Auto

Bus rollt über Stau hinweg

In China wird nach einer 300 Meter langen Demo-Probefahrt nun schon fleißig an einer längeren Versuchsstrecke gearbeitet: Ein elektrisch betriebener Schienenbus soll über zweispurige Staus hinwegschweben können. Wenn er bei einer Einsteigstelle hält, können die PKWs natürlich auch unter ihm weiterfahren. Das erinnert mich stark an ein von meinen FH-Studenten erarbeitetes Konzept, in dem diese bei Staus schon an eine Lösung in der dritten Dimension gedacht hatten. China ist natürlich hier prädestiniert, weil in den großen Städten einerseits sehr viele Staus entstehen, die natürlich den Smog weiter verstärken. Durch diese elektrisch betriebene Lösung wird die Umwelt geschont, auch dadurch, dass eventuell wieder mehr Menschen öffentlich fahren, wenn sie dadurch nicht im Stau stehen. Und gegenüber einer U-Bahn, die Tunnels benötigt, sind hier die Errichtungskosten für die Gleise an der Oberfläche minimal.

Von Tür zu Tür fahren und fliegen

Es ist schon erstaunlich, was es alles an kombinierten Innovationen gibt! Angeblich (laut YouTube) gibt es bereits 6 Versionen von fliegenden Autos. Erfinder lassen sich auch durch Abstürze (wie Stefan Klein mit seinem Aeromobil) nicht abschrecken. Allerdings wird auch bezweifelt, ob es dafür jemals einen Markt geben wird. Denn die Entwicklungskosten und die staatlichen Vorschriften treiben den Preis für solche Erzeugnisse stark nach oben.

www.youtube.com/watch?v=wSvGSnOQms8

Künstliche Stadt auf Uni-Gelände

mcity-autonomous-cars.jpgWozu braucht man soetwas? Um selbstfahrende Autos zu testen. Die Universität in Michigan/USA hat MCity gebaut und bekommt eine Reihe von Testautos, um diese im Realbetrieb zu testen. Allerdings wesentlich einfacher und kostengünstiger als auf echten Straßen. Eines dieser Testautos ist mittels 3D-Drucker entstanden und der Elektromotor entstammt einem Golfcart. Das Auto kann auch um wenig Geld im 3D-Drucker mit neuen Teilen versorgt werden. Erfahrung mit dem Verhalten mehrerer selbstfahrender Autos möchte man auf eher privaten Geländen wie einer Universität sammeln. Dort sollen Studenten von einem Ende des Campus zum anderen befördert werden.

 (Credit: University of Michigan)

Ein interessantes Mobilitätskonzept

Dieses Video erinnert mich an einen Beitrag, den ich bereits im Jahr 2010 über ein MIT-Konzept (Massachusetts Institute of Technology) geschrieben habe. Damals haben sich die Kleinfahrzeuge aneinander gekettet, um möglichst wenig Parkplatz zu verbrauchen. Heute hängen sie sich zusammen, um gemeinsam eine gewisse Strecke zurückzulegen. Außerdem bilden alle aneinanderhängenden Autos eine Ansammlung von Batteriekapazität, die möglicherweise einen sparsameren Verbrauch bewirkt. Und außer dem Fahrer des ersten Fahrzeuges braucht sich keiner mehr auf den Verkehr zu konzentrieren. Die um 90 Grad schwenkbaren Räder ermöglichen optimales Einparken.

Die langen Schlangen bieten sich allerdings eher nur für Autobahnen an, denn in der Stadt wären sie absolut kontraproduktiv und wahrscheinlich auch verboten!

https://www.youtube.com/watch?v=f-R7ORqtTtg
[youtube f-R7ORqtTtg]

Das fliegende Auto

Erst vor wenigen Wochen fiel in einer Diskussion der Satz: „Natürlich können Autos nicht fliegen!“ Ein paar Tage später sah ich das Video vom AeroMobil 3.0 aus der Slowakei. Ja, warum eigentlich nicht? Autos können ja auch schwimmen und seit kurzem selbst fahren. Natürlich ist das fliegende Auto eher ein Spleen (es ist dafür auch ein Pilotenschein nötig), das selbst fahrende aber durchaus für einen großen Personenkreis gedacht.

Angeblich hatte schon Henry Ford vorausgesagt, dass Autos eines Tages auch fliegen könnten. Es ist dies nur ein Beispiel mehr, wofür vielen Menschen die Fantasie fehlt. Genausowenig hätten wir uns vor einigen Jahren vorstellen können, dass wir Mobiltelefone besitzen, die uns das Wetter anzeigen, unsere Mails und ob das Restaurant ums Eck heute geöffnet hat. Meist können wir damit auch schon die Speisekarte ansehen. Und in manchen Restaurants auch das Essen bereits elektronisch vorbestellen.


Auto folgt Briefträger

Wie ein braver Packesel folgt der neue Volkswagen eT seinem Herrn, dem Briefträger. Der wandert am Gehsteig entlang und wirft Briefe ein, sein elektrisch betriebener Helfer fährt ihm einfach nach. Das Auto kann auch vom Beifahrersitz aus gesteuert werden, sodass der Fahrer nicht auf die Straße muss, d.h. immer vom Gehsteig aus- und einsteigt. Die Deutsche Post und VW haben hier gemeinsam einen Prototypen entwickelt, der genau auf die Bedürfnisse der Brief- und Paketzustellung ausgerichtet ist. Ein ausfahrbares Dach an der Hinterseite verhindert, dass es in den Wagen hineinregnet.


[youtube yVwIrwyaFMg]

Natürlich ist diese FollowMe-Funktion für viele andere Berufsgruppen ebenfalls interessant. Auch der geringe Wendekreis von 8,5 Metern besticht. Und dieser Lieferwagen ist umweltfreundlich!

Automatisch ans Ziel

Wer wird schneller die Zulassung durch die Behörden erhalten, das fahrerlose Auto oder das fahrerlose Schiff? Google hat es in einigen amerikanischen Staaten schon geschafft, ist aber kein richtiges Auto mehr. Der Ansatz von Google ist recht radikal, denn sie lassen gleich das Lenkrad und einige andere Dinge weg, die wir von einem Automobil gewohnt sind. Wenn auch Google mit seinem Fahrzeug schon seit längerer Zeit durch die Gegend tourt, so tippe ich doch eher auf Containerschiffe. Angeblich sollen diese völlig ohne Mannschaft an Bord von einem Ort zum anderen gelotst werden. D.h. eigentlich selbständig fahren bzw. alles den Computer entscheiden lassen. Erst wenn außergewöhnliche Umstände eintreten, soll ein Mensch als Lotse per Fernsteuerung die Verantwortung übernehmen.


[youtube CqSDWoAhvLU]

Einige Automobilhersteller fahren schon mit Versuchs-Autos durch die Lande. Trotzdem: Nach etlichen Gesprächen im Bekanntenkreis weiß ich: Die meisten haben arge Bedenken, das Lenkrad aus der Hand zu geben. Auch Autotester berichten vom mulmigen Gefühl, wenn sie tatenlos zusehen müssen, wie das Auto selbständig blinkt und anschließend ausschert, um einen LKW zu überholen. 

Ein Auto für junge Leute: Renault KWID

Das neue Konzeptauto von Renault wurde von einer internationalen Mannschaft hautsächlich in Indien entwickelt und ganz auf die zukünftige Kundschaft abgestimmt. Die Jugend von heute steht dem Elektroauto viel positiver gegenüber als ihre Eltern und fotografiert gerne. Sie liebt technisches Spielzeug. Renault hat deshalb seinem KWID eine Drohne mitgegeben, die aus dem Dach aufsteigt und den Fahrtweg aus der Luft abbildet (dort muss sie in Zukunft allerdings achtgeben, nicht mit einer Drohne von DHL oder Amazon zusammen zu stoßen). Interessant ist auch eine weitere Neuerung: Vorne gibt es eine Sitzbank, bei der der Fahrer in der Mitte ‚trohnt‘! Dadurch fasst das Auto 5 Personen. Auch das Türkonzept geht neue Wege. Das von Renault bezweckte Resultat: Ein Auto zum Träumen!


[youtube SF7it6_2j7Q]

Ultraschall reinigt Windschutzscheiben

Seit langem werden schon Zähne oder Brillen mit Ultraschall gereinigt. Nun soll es auch einem Teil an den Kragen gehen, das sich über viele Jahre und Jahrzehnte nicht sehr verändert hat: Dem Scheibenwischer beim Auto. Früher zwei, manchmal nur mehr einer, früher gleich groß, heute verschieden groß oder von ganz unterschiedlicher Form, möglicherweise sogar mit unterschiedlichen Wischrhythmen – immer noch sind es Wischer, die unsere Autoscheiben frei halten. Auch wenn sie im Winter anfrieren oder mit Schnee verkleben und Schlieren machen. Dies soll in Zukunft alles nicht mehr nötig sein, wenn die Windschutzscheiben bei Autos mit Ultraschall gereinigt werden. Noch größer sehe ich den Nutzen im Sommer, wenn hunderte von Insekten bei jeder Ausfahrt gegen die Scheiben klatschen. Die sollen nun durch Ultraschall von vornherein von der Windschutzscheibe fern gehalten werden. Durch eine Art Schutzschild würden Wasser und Insekten über das Dach abgeleitet werden.

Auch wenn die technische Seite lösbar scheint, wird es doch schwierig sein, die Behörden vom Verzicht auf die Scheibenwischer zu überzeugen. Aber schließlich haben heutige Autos auch kein Reserverad mehr im Kofferraum – vor einigen Jahren noch undenkbar!

Trauen wir uns 2014 mehr als bisher?

Man braucht sich nur im Alltag umzusehen und findet überall Dinge, die irgendwie noch besser funktionieren könnten. Aber auch solche, wo man sich fragt, warum es dafür noch gar keine wesentlich bessere Lösung oder überhaupt eine Lösung gibt. Manche Ideen entstehen erst, wenn sich ein Trend durchsetzt.

Wenn es z.B. immer mehr Leute gibt, die sich weiterbilden möchten, um im Beruf weiter zu kommen, dann ist es klar, dass viele davon aus unterschiedlichsten Gründen dafür nicht irgendwohin fahren können. Oder nur nachts für Weiterbildung Zeit haben. Daher wird ‚Online-Education‘ immer bedeutender und es braucht dafür wirklich gute Lösungen, die das Lernen am Computer (am Tablet, am Telefon) erleichtern.

Wenn unüberschaubare Mengen von Daten gesammelt werden, dann entsteht auch hier ein Bedarf, aus den gesammelten Daten etwas zu machen. Wer hier interessante Lösungen anbietet, kann damit sicher viel Geld verdienen.

Auch beim Thema ‚Mobility‘ verschmilzt z.B. das Auto mit elektronischen Dingen, die den Fahrer unterstützen. Das Auto selbst nützt auch das Internet und Satelliten, um im Notfall rasch Hilfe herbeiholen zu können. Oder auch, um mit Nachbarautos zu kommunizieren.

Offline und Online wachsen immer stärker zusammen: Der Online-Handel steigt rasant an. Da die online gekauften Waren zugestellt werden müssen, sind ganz neue Logistikkonzepte gefragt. Nicht umsonst experimentiert Amazon mit Drohnen.


[youtube 98BIu9dpwHU]

Trauen wir uns wirklich zu, unseren ersten Reflex („So ein Blödsinn!“) in die Schranken zu verweisen und zu überlegen, was passieren müsste, um so eine Idee zu verwirklichen? Mehr Mut, mehr Optimismus und mehr Vertrauen, es doch noch zu schaffen, wünsche ich uns allen für 2014.