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Lebensretter immer dabei

Eine tolle Idee hat ein Grazer StartUp: Einen Mini-Defibrillator für Rucksack oder Handtasche. Das Gerät, das mich im ersten Moment an einen etwas größeren Selbststempler erinnert, ist handlich und leicht zu bedienen.

Es gibt zwar heute schon jede Menge Defibrillatoren an öffentlichen Plätzen, aber sehr oft wissen Passanten nicht, wo sich der nächste Defi befindet. Menschen mit Herzrhythmus-Störungen leben daher in der ständigen Angst, vom plötzlichen Herztod dahingerafft zu werden. Es geht dabei meist um Sekunden oder Minuten! Wenn sie deshalb ihren eigenen Mini-Defibrillator in der Tasche haben, kann ein aufmerksamer Passant damit erste Hilfe leisten. Dafür sammelt das junge Grazer Team Geld auf der Crowdfunding-Plattform indiegogo: Innerhalb weniger Tage haben sie ihr Ziel von 100.000 € bereits um 50% überschritten. Ein weiteres ehrgeiziges Ziel: eine App am Smartphone erkennt, wer aller in der Umgebung ein PocketDefi besitzt und sofort angesprochen werden kann.

[TRIZ Evolutionsprinzip Miniaturisierung]

Ein gutes Beispiel für „Cross Innovation“

Warum nicht eine beliebte Methode aus der Baubranche zur Schuttentsorgung auf Baustellen dazu verwenden, um Menschenleben zu retten? Man tausche die ineinander verschachtelten konischen Röhren (TRIZ-Lösungsprinzip Nr. 7: Matrjoschka -Verschachtelung) einfach gegen eine relativ enge aber nachgiebige Folienröhre aus und ab geht die Post! Bei Todesgefahr durch ein großes Feuer würden sich wahrscheinlich selbst Menschen mit Klaustrophobie (Platzangst) überwinden können, diese „Rettungsgasse“ zu durchqueren.

[Quelle: Viral in USA]

Akkus in Sekundenschnelle aufladen

In fast jedem Artikel über Elektroautos wird immer wieder auf die mühsame und lange andauernde Aufladezeit der Batterie verwiesen.

Superkondensatoren lassen sich sehr schnell laden und entladen, eignen sich aber nicht zur Energiespeicherung, die für Akkus nötig ist. Ideal wäre es deshalb, beide Eigenschaften, nämlich Speicherfähigkeit und Geschwindigkeit zu kombinieren. Ein Forscherteam der Drexel University in Philadelphia hat sich nun dieser Sache angenommen und mit Hilfe des sehr leitfähigen Materials Mxene gute Ergebnisse im Millisekundenbereich erzielt. Allerdings ist dabei auch die Struktur der Elektroden ganz entscheidend.

Die Aufladezeit ist bei Smartphones sicher nicht kaufentscheidend, würde aber den Kauf von Elektroautos stark fördern, da neben der Reichweite die Aufladezeit auch immer mit konventionellen Autos mit Verbrennungsmotoren verglichen wird.

[Foto: Drexel University, Quelle: Trends der Zukunft]

Radikale Innovation mittels Science Fiction

Studenten der Fachhochschule Salzburg haben zusammen mit der Medien-Agentur LOOP am 10.7.2017 die Ergebnisse aus einem tollen Projekt, nämlich dem „Speculative Design Lab TOPIA“ präsentiert. Als ein Denkansatz wurde vorausgesetzt, dass die Erde inzwischen unbewohnbar wäre und wir Menschen uns hauptsächlich im Weltraum (oder unter der Erdoberfläche) aufhalten. Daraus entwickelten sich Ideen für „geteilte“ und „private“ Zonen. Eine kreisrunde Arbeits- oder Schlafeinheit könnte z.B. in Elon Musks „Reiseröhre HYPERLOOP“ andocken, um auch am Zielort zur Verfügung zu stehen.

Ein zweiter Denkansatz war die Verbindung von realer und virtueller Realität, ein dritter die Reduktion der Sinne. Unter der Annahme, dass wir Menschen kein Augenlicht haben, werden die übrigen Sinne stärker aktiviert und bringen interessante Ansätze für neue Produkte.

Die geistige Reise in eine mehrere hundert Jahre entfernte Welt zwang die Teammitglieder, ihr Vorstellungsvermögen über alle Maßen zu strapazieren und führte genau zu dem Verhalten, das für radikale Innovationen benötigt wird. Für einige der daraus entstandenen Produkt- oder Dienstleistungsideen gab es Prototypen, mit denen auch probiert werden konnte. Ein alles in allem sehr gelungenes Experiment, das unbedingt fortgesetzt bzw. wiederholt werden sollte, vor allem weil es auch Studiengang übergreifend stattfand.

Formschönes Rundhaus aus dem 3D-Drucker in 24 Stunden

Natürlich sind die russischen Erbauer dieses Hauses stolz auf ihren tollen 3D-Drucker, der aus Beton ein Haus innerhalb von 24 Stunden erstellt. Die Ersten sind sie damit allerdings nicht: Die Chinesen haben 2014 bereits zehn Häuser auf einmal in einem Tag „gedruckt“! Allerdings in einer Halle, die russische Firma Apis Cor druckt das Haus direkt auf der Baustelle – auch bei -35 Grad!

Man könnte diese Häuser sehr schnell nach Katastrophen drucken, wenn viele Menschen obdachlos werden. Oder bei größer werdenden Flüchtlingswellen. Trotzdem glaube ich, dass vorerst eher betuchtere Leute auf diese Art von Häusern zugreifen werden, die eine bestimmte „Vorreiterrolle“ dokumentieren möchten.

[Quelle: Trends der Zukunft]

Ist Elektroantrieb die Zukunft der Luftfahrt?

Elektrisch betriebene Flugzeuge kommen immer mehr in Mode, um die Treibhausgase zu senken. Das amerikanische Unternehmen Zunum Aero hat vor Kurzem den Bau eines Flugzeugs mit Hybridantrieb angekündigt. Sie wollen so auf kurzen Flügen die Abgase unter 80% drücken. Zuerst wird es kleine Flugzeuge für 10 Passagiere geben. Wenn die Technologie sich bewährt, wollen sie die Maschinen Zug um Zug vergrößern.
Boeing und JetBlue haben sich an diesem Start-up beteiligt. „Diese Technologie und Kundenansprache hat das Potential, den Markt für kleine und Kurzstreckenflugzeuge, die regionale Flughäfen ansteuern können, radikal zu verändern“, erklärt beispielsweise Steve Nordlund, Vizepräsident Strategie bei Boeing, das Investment seiner Firma.

Das könnte jedenfalls dazu führen, Regionalflughäfen in vielen Ländern wieder attraktiver zu machen. Und nachdem Tesla – Dank Elektroantrieb – im Firmenwert bereits Ford überholt hat, könnte vielleicht Zunum aero auch eines Tages seinen Investor Boeing „überholen“!

[Foto: Zunum aero]

Keine Angst mehr vor Spritzen!

Eine interessante neue Möglichkeit, wie bestimmte Medikamente in den Körper kommen, wurde von Medizinern an der University of Berkeley entwickelt. Diese neue Methode nennt sich MucoJet und presst mittels Hochdruckstrahl (so ähnlich wie eine Munddusche) das flüssige Medikament in die Wangenmuskulatur. Das geht sehr einfach (siehe Video) und tut nicht weh! Sobald die medizinischen Erprobungen abgeschlossen sind – was allerdings wahrscheinlich noch 5-10 Jahre dauern wird – könnten auch Diabetiker aufatmen, denn möglicherweise sparen sie sich damit den täglichen Stich in den Bauch. Hier wird allerdings die „Pille“ geschluckt und schießt erst im Magen ihre Ration Insulin ab!

[Quelle: Trends der Zukunft]

Künstliche Intelligenz kann jetzt auch bluffen!

Es ist unglaublich, was Forscher alles schon mittels künstlicher Intelligenz (KI) probieren. Computerprogramme, die lernfähig sind, programmieren bereits weitere Computerprogramme. Und das teilweise in besserer Qualität als von Menschen erarbeitete. Schwerer tut sich KI noch mit dem Verfassen von Romanen, leichter geht es bei der Erstellung von Zeichnungen oder anderen Kunstwerken. IBMs Großcomputer Watson gewinnt im Schach, bei Jeopardy und beim asiatischen Go. Bis vor Kurzem waren Menschen beim Pokern noch überlegen. Jetzt hat der Poker-Algorithmus aber auch gelernt zu „Bluffen“ und gegen vier menschliche Profis gewonnen. [Quelle: www.trendsderzukunft.de]

Die „Libratus“ genannte Software könnte vielleicht auch lernen, in der Sprache versteckte Informationen wie z.B. Ironie zu verstehen. Was wiederum Spracherkennungsprogramme wesentlich verbessern würde. Die Möglichkeiten der KI spielen in derart viele Bereichen unseres Lebens eine immer größer werdende Rolle, dass sich auch Google mit seiner Firma DeepMind damit beschäftigt. Das Online-Magazin WIRED meldet im November 2016, dass Googles selbstlernende KI bereits wesentlich besser Lippenlesen kann als die menschliche Konkurrenz.

In Wien enstehen interessante Dinge beim neuen Hauptbahnhof

Es wird ab 2018 dort z.B. einen „Grünen Markt“ geben, d.h. eine Markthalle, die ganz neue Maßstäbe setzt. Unter anderem wird eine ganzjährig bertriebene Aquaponic-Anlage errichtet, in der Fische und Pflanzen gegenseitig voneinander profitieren. Im Keller des Gebäudes werden die Fischtanks stehen, in zwei Obergeschossen wachsen die Pflanzen (Gemüse). Die Ausscheidungen der Fische werden gefiltert den Pflanzen als Nahrung zugeführt, die Pflanzen wiederum halten das Wasser für die Fische frisch: Ein geschlossener Kreislauf, der ohne chemische Beigaben von außen auskommt. Fische und Pflanzen werden dann natürlich in der Markhalle verkauft.

Quelle: http://aquaponic-austria.at/

Schule ohne Lehrer, ohne Klassen und ohne Noten!

Das ist die radikale Lösung für unser Bildungssystem! Aus den Lehrern werden Lernbegleiter, die wissbegierigen Kindern helfen, Informationen zu sammeln. In jahrgangsübergreifenden Gruppen lernen die Jüngeren von Älteren, aber oft auch Ältere von den Jüngeren. Und alle werden immer wieder von den Interessen Anderer mitgerissen. Kinder lernen ganz automatisch und am besten von anderen Kindern, aber auch durch Abschauen und Zuhören von ihrer unmittebaren Umgebung. Wussten Sie übrigens, dass es auch Lehrmethoden gibt, die sensationelle Ergebnisse liefern, die aber oft mit dem Tod ihrer Erfinder gleich mitsterben? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf! Seit einiger Zeit erprobt z.B. ein Team der LAIS.Weis-Schule Klagenfurt das sogenannte Native Lernen, bei dem Kinder in fantastisch kurzer Zeit Lesen und Schreiben lernen. Dies wird bereits in verschiedenen LAIS.Lernzentren im In- und Ausland übernommen und auch da und dort an Regelschulen ausprobiert.

Finnland, immer wieder für sein Bildungssystem gelobt, geht jetzt noch einen Schritt weiter und möchte bis 2020 den Fächerunterricht abschaffen. In sogenannten „Phänomenen“ sollen verschiedene Fächer zusammengefasst werden: Wird z.B. das „Phänomen Salzburg“ untersucht, so tauchen die Themen Kultur, Politik, Geschichte, Geographie auf, welche Sprache dort gesprochen wird, was dort erzeugt wird und Vieles mehr. Durch eine umfassende Beschäftigung mit diesem „Phänomen“ bleibt offenbar viel mehr im Geiste hängen als wenn es in Fächern aufgesplittet ist.  So kann z.B. auch durch ein Projekt „Hausbau“ eine Unzahl von Gegenständen abgearbeitet werden, die im Gehirn zusammenhängend besser gespeichert werden als einzeln. Und jeder Schüler kann sich vorstellen, dass er so etwas im Leben einmal gut brauchen kann. Dadurch entsteht auch so etwas wie „Lernen aus Faszination!“