Knochenschraube spart zweite Operation

Die vom oberösterreichischen Orthopäden Dr. Klaus Pastl erfundene Schraube besteht aus menschlichem Knochenmaterial, nämlich aus Oberschenkelknochen. Diese werden von einer deutschen Firma geliefert, die sich auf Organspenden spezialisiert hat. Pastl kann aus einem Oberschenkelknochen 20-40 Schrauben gewinnen, die nach einem von ihm erfundenen Verfahren hergestellt werden. Auch das von Deutschland gelieferte Material wird nach einer von ihm patentierten Lösung sterilisiert.

Seit 2010 werden bereits erfolgreich diese Schrauben im klinischen Bereich getestet, seit April 2016 darf die Shark Screw® als zugelassenes Knochentransplantat eingesetzt werden. Seit November 2016 ist das Produkt der surgebright GmbH auch in der Schweiz zugelassen.

Die Schraube wird innerhalb weniger Wochen von körpereigenen Zellen durchdrungen und vom Körper des Patienten angenommen. Dadurch entfallen Abstoßungserscheinungen und die bei Metallschrauben nötige zweite Operation, um diese wieder zu entfernen. In Österreich verwenden bereits 14 Kliniken das Material von surgebright. Sollte dieses Produkt jetzt weltweit Furore machen, so ist mit heftigem Gegenwind von Erzeugern der Metallschrauben zu rechnen. Oder kommt ein tolles Buyout?