Flexible Wohnmaschine vervierfacht Wohnfläche

Immer wieder enstehen radikale Innovationen beim Bauen z.B. indem man 2 Themenbereiche vereint, die an sich nichts miteinander zu tun haben. So hat sich der italienische Architekt Angelo Roventa für den Bau einer platzsparenden Wohnung einen Bücherspeicher als Beispiel genommen, da dieser eine große Menge Bücher auf einer kleinen Fläche unterbringt, ohne für jede Bücherreihe einen neuen Gang zu benötigen. So wie in einem Bücherspeicher nur die Fläche für einen einzelnen Gang benötigt wird – der Gang entsteht jedes Mal neu, wenn Bücherreihen verschoben werden – so kann man in seiner ‚Livig Unit‘ die meisten Wohnmodule bewegen und verwendet den jeweils neu entstehenden Zusatzraum ohne dass in der übrigen Zeit anderer Raum nutzlos leer steht. Dadurch kann ein 1-2-Personenhaushalt aus einer Fläche von rund 60m² eine Wohnlandschaft machen, für die sonst über 200m² notwendig wären. Sein Konzept ist in Vorarlberg zu besichtigen und auch schon in einem Wohnprojekt der Vogewosi (Vorarlberger Wohnbaugenossenschaft) eingeplant. Ein Hotelier/Architekt hat eine Luxusausführung in seinem Appartmenthaus in Oberlech installiert, wo es von den Gästen begeistert aufgenommen wird.


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Natürlich erfordert dieses Konzept eine neue Art des Wohnens, an die man sich erst gewöhnen muss. Interessanterweise hatte Roventa sein Konzept für Single-Männer vorgesehen, es findet aber bei Frauen und Kindern ebenfalls großen Anklang. Unaufgeräumtes ist schnell weg gekurbelt, gegen Aufzahlung auch per iPhone vollautomatisch gesteuert! Oder die ‚angepatzte‘ Küche ist im Handumdrehen verschwunden, wenn Gäste kommen.

Angeblich hat sogar die Finanz schon eine Modellkalkulation akzeptiert, die eine teilweise berufliche Abschreibung gestattet!

[Quelle: Salzburger Nachrichten]

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