Die Gefahr rechtzeitig erkennen

6:10 pm Bauen, Elektronik, Produkte, Verfahren

theben-co2-sensor.jpgDen Beweis, dass aus Innovations-Workshops sogar manchmal radikale Innovationen entstehen, liefert mir ein Kollege, Innovationsberater Götz Schaude aus Rastatt. In einem Workshop unter seiner Leitung für die Firma Theben wurde ein CO2-Sensor entwickelt, der zu große Kohlendioxid-Belastung wie auf einer Ampel anzeigt (siehe nebenstehendes Bild)  bzw. bei Bedarf dem Raum Frischluft zuführt. Was besonders in Krankenhäusern und Schulen wichtig ist, denn dort wird auf Luftgüte besonderer Wert gelegt.

Das Messverfahren war prinzipiell schon bekannt, jedoch gab es noch keine marktgerechten und preislich für breitere Einsatzfelder attraktiven Serienprodukte. Anstelle der Verwendung von speziellen und daher sehr teuren Infrarotquellen wurde im Gerät die Messung unter Verwendung von einfachen Glühlampen so optimiert, dass „bezahlbare“ Serienprodukte entstanden sind. Dadurch kam eine neue Technologie zum Einsatz. Und diese Innovation hat der Firma Theben geholfen, ihre Position als Lieferant von intelligenten Systemen für die Gebäudeautomation zu festigen.

[Foto: Theben]

Ebenfalls interessant

2 Kommentare
  1. Dirk :

    Datum: 27. Oktober 2013 um 08:52

    Innovativworkshops sind sicherlich wertvolle Impulsgeber zur Kreativitätsförderung im Unternehmen.

    Probleme entstehen aus meiner Sicht allerdings häufig darin, die Eigentumsverhältnisse für den Inhaber der daraus entstehenden Schutzrechte zu ermitteln.

    Erfinder ist jeder, der Beiträge zur Erfindung geleistet hat. Bei einem Workshop können dies unter Umständen auch mal größere Personengruppen werden. Wenn eine Person dann nicht zum Unternehmen gehört, muss die Erfindung dann notfalls zwischen dem Unternehmen und dem Einzelerfinder aufgeteilt werden - keine schöne Situation für das Unternehmen.

  2. innokaan :

    Datum: 27. Oktober 2013 um 09:58

    @Dirk: Sind alle Workshopteilnehmer Firmenangestellte, dann gehört die Erfindung der Firma. Nimmt der externe Workshop-Moderator seinen Job ernst, dann ist er nur dazu da, die Beiträge der Teilnehmer in geordnete Bahnen zu lenken und zu dokumentieren. Der Moderator sollte jedoch selbst keine Beiträge liefern. Damit ergibt sich dann auch keine Problematik, ob er beim Patent mitnascht.
    Schwieriger wird es bei Open Innovation, wenn die Workshopteilnehmer aus unterschiedlichen Firmen kommen. Oder bei Co-Creation, wo zwei Firmen an einem Projekt arbeiten, das beiden nützen soll. Das ist jedoch meist im Vorfeld bereits durch einen Vertrag geklärt, wem bei Erfolg was zusteht.

Hinterlasse einen Kommentar

Dein Kommentar

Diese Tags kannst du benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>