Die Stromboje aus der Wachau

5:31 pm Einrichtung, Elektronik, Energie, Produkte, TRIZ, Verfahren

Der Österreicher Fritz Mondl hat eine stromerzeugende Boje erfunden, die in der Größe eines Haifisches in der Donau schwimmt und die Strömung des Flusses nutzt, um Energie zu erzeugen.

http://www.youtube.com/watch?v=C8Vay-es9FA

Als Wassersportler hatte er oft mit der starken Strömung der Donau zu kämpfen und fragte sich schließlich, ob man diese nicht noch anders nutzen könnte. Noch dazu, wo in der Wachau weder Windräder, noch Solarpaneele und schon gar keine Wasserkraftwerke erlaubt sind. Sein schwimmendes Wasserkraftwerk greift nicht in die Natur des Gewässers ein und ist ungefährlich für Schiffe, Fische und andere Wassertiere. Auch erfolgen keine großen baulichen Eingriffe. Mondl hat den ersten Prototyp bereits 2006 in die Donau gehängt, der zweite hat seit 2009 weitere wertvolle Erfahrung geliefert und sein Projekt hat 2010 den Klimaschutzpreis gewonnen. Ein größerer Prototyp wird 2011 folgen, 2012 ist eine Serie in der Wachau geplant, 2013 soll die Serienfertigung beider Typen anlaufen. Auch um diese radikale Innovation umzusetzen, mussten viele Jahre und Tests ins Land gehen…

Aktualisierung 2.11.2014: Gerade meldet der ORF- die Strom erzeugenden Bojen von Fritz Mondl gehen endlich in Serie! Neun Bojen werden in der Donau eingesetzt, jede Boje kann 70 Haushalte mit Strom versorgen. An der Finanzierung wird noch gearbeitet, aber das Interesse ist groß!

[TRIZ-Prinzip Nr. 22: Schädliches in Nützliches umwandeln]

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