Disruptive Innovation

Fachleute unterscheiden oft zwischen der ‚inkrementellen‘ und der ‚radikalen‘ Innovation. Während bei der inkrementellen bestehende Produkte, Verfahren, Prozesse oder Dienstleistungen verfeinert und verbessert werden, setzt die radikale Innovation auf gänzlich neue Wege, d.h. sie wendet sich radikal vom Bisherigen ab.

Gerade im amerikanischen Raum haben sich noch andere Kategorisierungen entwickelt. Hier spricht man von ‚Sustaining Innovation‘, wenn es sich um Innovationen handelt, die das Bestehende erhalten helfen. Sie sind mit dem Begriff ‚inkrementelle Innovation‘ gleich zu setzen.

Einen Schritt weiter sehen die Amerikaner ‚Breakout oder Breakthrough Innovation‘. Sie meinen damit oft die Kombination zweier Konzepte, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben (z.B. Kochen und Chemie=molekulare Küche oder aus dem Blog von Burkhard Schneider ‚Gartenpralinen im Kaugummiautomaten‘).

Als ‚Disruptive Innovation‘ wird angesehen, was z.B. ein völlig neues Marktsegment öffnet, eine Industrie verändert und Mitbewerber zwingt, sich völlig neu zu orientieren. Neue Firmen starten disruptive Innovationen in unteren Marktsegmenten, die etablierten Firmen weichen nach oben aus. Die ‚Neuen‘ drücken so lange nach oben bis sie selbst oben sind. Die anderen Firmen haben sie dann aus dem Markt gedrängt. Allerdings werden sie selbst dann wieder anfällig verdrängt zu werden.

Das folgende Video demonstriert recht anschaulich, wie Unternehmen mit disruptiven Innovationen (einfacher als das Bisherige) zu einem geringeren Preis neue Verbraucher in ein Marktsegment locken.

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