Radikale Denkmodelle angesagt

11:34 am Auto, Produkte, Verfahren, Verkehr

Die deutsche ‘Wirtschaftswoche’ vom 2.3.2009 meldet es: Die deutschen Automobilfirmen sind aufgewacht. Damit zeigt sich einmal mehr, dass schmerzliche Krisen nötig sind, um sich von liebgewonnenen Traditionen zu trennen. So arbeitet beispielsweise ein Team von BMW am Projekt “i”, das für ein völlig neues Fahrzeug- und Mobiltätskonzept steht. Ich zitiere die Wirtschaftswoche:

“Die Beteiligten (an diesem Projekt)… dürfen mit allem brechen was BMW bisher entwarf - vom Fahrzeugdesign bis zum Antrieb, von der Produktion bis zur Vermarktung. Steht am Ende des Projekts ein Konzept, das sich mit keiner der Konzernmarken realisieren lässt,…ist Konzernchef Norbert Reithofer sogar bereit, eine vierte Marke aufzubauen.”

Das Tolle an diesem Projekt ist außerdem, dass auch in Zeiten der Krise an diesem Projekt nichts verschoben oder gekürzt werden darf, egal wieviel der Konzern sonstwo sparen muss!

Aber auch bei Volkswagen beschäftigt sich eine Abteilung “Zukunftsforschung” damit, das Auto neu zu erfinden. Daimler hingegen arbeitet an Mobilitätskonzepten für die ‘Generation Obama’.

Dramatisch ist der Absatz der spritfressenden SUVs (Sports Utility Vehicles) eingebrochen. Das weist laut Wirtschaftswoche auf einen Megatrend hin: Neo-Ökologie. Und der Konsumententyp dazu heißt: “Greenovator”, was soviel wie “Grüner Innovator” bedeutet.

Die Lust auf PS geht nach und nach verloren, Komfort, Sicherheit und Qualität gewinnen an Bedeutung. Das erfordert aber auch ein generelles Umdenken der deutschen Automobilindustrie, weil gerade Modelle mit stärkeren Motoren viel höhere Gewinne abwerfen als die PS-schwächeren Modelle. Was Ford und Opel ja schmerzlich miterleben.

Wir dürfen also gespannt sein, was die nächsten Jahre an ‘intelligenten’ Mobilitätskonzepten bringen werden!

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