40 Jahre Fosbury Flop im Hochsprung

fosbury.jpgDer Präsident der deutschen Gesellschaft für Kreativität e.V. Dr. Jörg Mehlhorn aus Mainz berichtet in einem Schreiben an seine Mitglieder, dass 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexico-City der Fosbury Flop seine erste große Demonstration erlebte. Fosbury erzielte damit die Goldmedaille im Hochsprung. Es dauerte dann aber noch weitere 12 (!) Jahre bis diese Hochsprungtechnik zum Standard wurde.

Gegenüber dem vorher verwendeten ‚Straddle‘ war der ‚Fosbury Flop‘ (mit dem Rücken zur Sprunglatte) wirklich eine radikale Innovation in der Sprungtechnik. Und auch so unlogisch: Wer dreht einem Hindernis, das er überspringen soll, schon freiwillig den Rücken zu? Laut Wikipedia ist das Geheimnis dabei, dass der Schwerpunkt des Springers unter der Latte durchgeht.

Dieses Beispiel zeigt recht gut, dass radikale Innovationen oft sehr lange Zeit brauchen, um sich durchzusetzen. Viele Widerstände müssen überwunden, viele Anfangsfehler ausgemerzt werden. Ähnlich ist es auch den Skispringern ergangen, die lange Jahre im Parallel-Stil von der Sprungschanze segelten. Als im Jahr 1986 der schwedische Skispringer Jan Boklöv bei einem Trainingssprung die Ski auseinanderriss, um einen Sturz zu vermeiden, bemerkte er, dass er danach noch einige Meter weit flog. Er begann diesen Stil zu perfektionieren, der schließlich als V-Stil (nachdem er lange mit schlechten Haltungsnoten belegt wurde) weltweit seinen Durchbruch fand.

[Foto: Wikipedia]

Ein Gedanke zu „40 Jahre Fosbury Flop im Hochsprung

  1. […]Denn kreative Lösungen sind immer nötig. Nicht nur wenn man eine Goldmedaille an den Olympischen Spielen gewinnen will, sondern auch in alltäglicheren Situationen: Wenn man versucht, Beruf und Familie zu vereinbaren, oder aus dem „Arbeitsplatz für Familienmitglieder“ ein echtes Unternehmen zu gestalten.[…]

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