Bionik: Wo uns die Natur hilft
Oktober 6, 2008 8:17 pm Auto, Produkte
Der Reifenhersteller Continental hat sich zur Herstellung seines Reifens ContiPremiumContact in der Natur umgesehen. Der Reifen ist im normalen Lauf schmal, macht sich beim Bremsen jedoch breit und bremst daher besser. Diese Eigenschaften hat sich Conti beim Studieren von Katzenpfoten abgeschaut. Auch Eisbären und Baumfrösche wurden in die Entwicklung mit einbezogen. Aber auch Spinnennetze mussten herhalten. Originaltext Conti:
Das Spinnennetz ist eine der flexibelsten Konstruktionen in der Natur. Die von außen ins Zentrum führenden Strukturfäden sorgen für hohe Stabilität, während die rundum laufenden Fangfäden für die notwendige Flexibilität sorgen.
Unsere Reifenentwickler haben dieses Prinzip auf den Reifen übertragen. Die Laufflächenmischung besteht aus zwei präzise aufeinander abgestimmten Netzwerken, die auch verschiedene Aufgaben haben. Das flexible Netzwerk sorgt für eine hohe Verzahnung mit der Fahrbahn, das feste Netzwerk bietet die notwendige Steifigkeit für das Reifenprofil.
Bionik ist ein Kunstwort, das sich aus den beiden Begriffen ‘Biologie’ und ‘Technik’ zusammensetzt. Die Natur bietet für viele technischen Herausforderungen eine Fülle von Möglichkeiten an. In Europa ist Deutschland in der Bionik führend, speziell Automobilerzeuger (samt Umfeld) lernen von der Natur.
[Quelle: Format, Conti - Foto: Conti]



Nicola :
Datum: 6. Oktober 2008 um 22:39
Bionik ist wirklich ein sehr spannendes Thema. Wir hatten in unserem Blog http://www.die-ostwestfalen.de/wirtschaft/von-riesenseerosen-und-haifischflossen-die-natur-als-vorbild/ z.B. auch über Beispiele geschrieben wie der Waschmaschinenhersteller Miele die Wabenform für seine Waschmaschinentrommeln nutzt oder Claas Knochen für besonders stabile Formen. Da wird doch ein Spaziergang durch den Teutoburger Wald gleich zum Bildungsurlaub…
innokaan :
Datum: 7. Oktober 2008 um 09:10
Der österreichische Ziegelhersteller Leitl nützt die Bienenwabenform bei seinem ‘Vitalziegel’, der außerdem eine besonders isolierende Wirkung hat. Wabenmuster werden auch in anderen Branchen immer wieder verwendet, wenn einerseits hohe Tragkraft und andererseits geringes Gewicht gefordert ist.
Matthias Strobel :
Datum: 6. November 2008 um 10:30
Hat nicht auch Gustave Eifel bei der Erbauung des nach ihm benannten Turms sich am menschlichen Oberschenkelknochen orientiert? Oder der Klettverschluss. Gibts es mittlerweile schon einen geräuschlosen Klettverschluss?? Wir haben uns zwar schon einiges von Mutter Natur abgeschaut, können aber noch eine Menge lernen…