Ultraschall statt Röntgen
Dezember 17, 2007 8:33 pm Medizin
Aus der bewährten Serie der Wirtschaftswoche greife ich wieder einmal das Beispiel eines deutschen Erfinders heraus: Der Siemens-Techniker Richard Soldner entwickelte 1961 das Ultraschallverfahren in Echtzeit. Dadurch konnten damit erstmals Föten im Mutterleib viel ungefährlicher als mit Röntgen dargestellt werden. Im Jahr 1967 erprobte dann der Arzt Gerhard Rettenmeier den Ultraschall außerhalb der Geburtsmedizin. Was wir in der Umgangssprache als Ultraschalluntersuchung bezeichnen, wird in der Medizin ‘Sonografie’ genannt. Heute werden diverse Organe des menschlichen Körpers ‘geschallt’, angeblich auch das Herz. Ein zusätzlicher Vorteil gegenüber dem Röntgen ist noch, dass sämtlichen weichen Organe samt Gewebestruktur dargestellt werden können. War seinerzeit Röntgen eine Revolution, um in das Innere des Menschen zu sehen, stellte Ultraschall eine weitere Revolution dar. Die Aussagekraft der Sonografie kann erheblich durch die Anwendung des Dopplereffekts erhöht werden (z.B. zur Messung der Blutflussgeschwindigkeit). Damit kommt wieder der Österreicher Christian Doppler ins Spiel.
Laut Wikipedia wird Ultraschall seit 1980 in Deutschland in Zusammenarbeit mit Dornier Systems auch zum Zertrümmern von Nierensteinen verwendet. Früher noch aufwändig mit Vollnarkose, erhält der Patient heute nur mehr ein schmerzstillendes Mittel und die Behandlung wird oftmals auch ambulant durchgeführt.
[Foto: Wikipedia]


