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Stempel und Kissen

7:43 pm Produkte, Verfahren

StempelEine Revolution hat seinerzeit die Firma Walter Just aus Österreich (trodat) mit dem sogenannten ‘Selbstfärber’ eingeläutet. Musste man damals seine Stempel am besten hängend aufbewahren, um ein Abfärben auf jeglichen Untergrund zu vermeiden, war der Stempel bei Bedarf mit einer Hand aus der Hängevorrichtung zu nehmen, mit der anderen Hand wurde der Deckel des Stempelkissens geöffnet. Dann mit ruhiger Hand der Stempel auf das Kissen gedrückt und anschließend mit sanftem Druck gegen die zu bestempelnde Unterlage gepresst.

Der Selbstfärber vereinfachte den Vorgang radikal: Der Stempel kann stehend aufbewahrt werden, die Stempelplatte mit dem Schriftbild bleibt ständig gegen das Stempelkissen gedrückt und wird nur für den Stempelvorgang durch Druck nach unten um 180 Grad gedreht und auf die Unterlage gedrückt. Dann kehrt sie selbständig in die ursprüngliche Lage zurück und wird durch den Anpressdruck an das Stempelkissen wieder frisch eingefärbt.

Waren die ersten Modelle aus Metall und sehr stabil, war deshalb auch der Preis dementsprechend hoch. Als aber eine Lösung gefunden wurde, die fast nur aus Kunststoff bestand, konnte der Preis stark gesenkt und die kleineren Stempel (auch für den privaten Gebrauch) millionenfach verkauft werden.

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