Lebende Speichermedien
Mai 20, 2007 5:04 pm Elektronik, Produkte
Der Kurier berichtete am 18.5. online darüber: Japanische Forscher arbeiten daran, ein Speichermedium zu schaffen, das Millionen von Jahren ‘hält’. Nach Stein, Papier, Vinylplatten, Magnetspeichern und anderen Medien, die allesamt nicht sehr lange halten, ist man ständig auf der Suche, Wissen für die nächsten Generationen (oder den Besuch von Außerirdischen) zu speichern. Papier hat sich da bisher noch ganz gut gehalten, neue Medien speichern teilweise nur 5-10 Jahre.
Wie funktioniert das nun? In den DNS-Strängen der Bakterien werden Informationen durch Kombination von Basenpaaren angelegt. Angeblich könnten Musik, Videos und Dokumente so gespeichert werden. Und so unter Umständen über Jahrmillionen halten, wenn die Bakterien eine derart lange Lebensdauer haben. Um eine eventuelle Mutation zu überlisten, werden die Daten redundant an vier verschiedenen Stellen gespeichert. Einsteins Relativitätstheorie haben die Japaner bereits eingegeben.
Aber auch sonst scheint dieses Experiment sehr interessant, denn es sollen z.B. mit Bakterien auf Festplatten sehr große Speichermengen im Terrabytebereich möglich sein. Ich finde den Ansatz aus zweierlei Gründen toll:
1. Er liegt völlig außerhalb üblicher Denknormen.
2. Jahrelang haben uns ‘Viren’ im Computer gequält, jetzt könnten uns ‘Bakterien’ nützlich sein!
[Foto: Wikipedia]


