Neuer Beton mit Stahlfasern

Der deutsche Bauingenieur Gregor Zimmermann hat eine neue Betonart namens UHPC (Ultra High Performance Concrete) bekannt gemacht (nicht erfunden!). Er selbst hat sich hauptsächlich mit der Entwicklung von Membranschalungen in seiner Dissertation beschäftigt. An der Uni Kassel haben aber die Professoren M. Schmidt und E. Fehling sowie weitere Mitarbeiter UHPC entwickelt. Sie geben kleine Kiespartikel und Stahlfasern ein und können daher extrem dünne Betonwände ‚backen‘ (dünnste bisher 7 Millimeter!). Und sparen damit auch viel Zeit für die herkömmliche Bewehrung mit Stahlmatten. Das war zwar bisher auch schon möglich (beispielsweise mit Steelcrete von Heidelberger Zement), nur konnten bisher nicht derart dünne Platten gegossen werden. Nun möchten sie in einem Spinn-off der Universität an die weltweite Vermarktung gehen.

Zimmermann denkt hier sehr radikal: Für seine dünnen Betonplatten sieht er die Chance auf eine Vermarktung im Bereich der Sanitär- und Küchenmöbel. Da passt es gut, dass durch Gießen der Platten in Glasschalungen, die fertigen Platten ebenfalls glänzen und so glatt sind, dass man sich darin spiegelt. Noch nicht ganz durchschaut habe ich, was das an Vorteilen gegenüber denjenigen Materialien ergeben soll, aus denen bisher solche Möbel erzeugt werden. Jedenfalls eröffnet Zimmermanns Erfindung ganz neue Dimensionen für Architekten! Seine Membranschalungen können nach Fertigstellung der Betonwände bleiben, aber auch entfernt werden.

[Gefunden bei heise]

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