Dinge auf den Kopf stellen

ZahnpastaVielfach wird eine radikale Innovation damit erreicht, indem man etwas „auf den Kopf stellt“, also ganz anders macht als zuvor. Natürlich ist das oft bildlich gemeint, manchmal entspricht es aber auch genau den Tatsachen. So geschehen bei Zahnpasta-Tuben, die schon manches Ehepaar auseinander gebracht haben. Wenn die Metalltube einfach irgendwo in der Mitte eingedrückt, nicht sauber eingerollt und teilweise auch nicht zugeschraubt wurde. All diese Dinge wurden mit der auf dem Kopf stehenden Kunststofftube wunderbar gelöste. Und die Tuben nehmen auch weniger Platz weg.

Mittlerweile werden z.B. auch Honig und Ketchup auf den Kopf gestellt. Allerdings auch, damit sich das Fließverhalten verbessert. Es können aber auch Prozesse auf den Kopf gestellt werden: Schienenfahrzeuge haben die Schienen meist unter sich, aber manche hängen auch an einer Schiene oberhalb des Fahrzeugs. Wurden früher in jeder Bar Flaschen im Regal gelagert und mit der Hand in Gläser geleert, so lässt sich das Verfahren unter Ausnutzung der Schwerkraft umkehren, in dem die Flaschen hängend gelagert werden und die Dosiereinheit durch Andrücken eine vorgesehene Menge abgibt (und außerdem noch zählt).

Vielen Firmen würde es guttun, von Zeit zu Zeit alle Abläufe im Unternehmen „unter die Lupe zu nehmen“ oder eben „auf den Kopf zu stellen“. Machen diese noch Sinn, dann beibehalten. Wenn nicht, dann Neues andenken. Sie haben vielleicht schon erraten, wer ihnen dabei Hilfe anbietet?

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