Stangenei

Passend zum Osterfest möchte ich heute etwas vorstellen, dass mich schon seit Jahren fasziniert, nämlich das bis zu einem Meter lange Stangenei. Vor vielen Jahren bereits in die Sendung „Wer dreimal lügt,…“ aufgenommen, musste erraten werden, ob es sich um einen Bluff handelt oder ob Hühner wirklich so lange Eier legen können. Bluff war es keiner, aber diese ‚Radikale Innovation‘ geht nicht direkt von speziell dafür gezüchteten Hennen aus.

Wikipedia beschreibt die Herstellungsart folgendermaßen:
Zur Herstellung werden Eier in großer Zahl aufgeschlagen und getrennt, die verschlagenen Dotter in einem gefetteten Rohr von etwa drei Zentimeter Durchmesser vorgegart, entnommen, in einem größeren, runden oder ovalen Rohr mit dem Eiweiß umgossen und alles zu Ende gegart.

Wer-weiss-was kennt aus der ‚Sendung mit der Maus‘ eine etwas andere Herstellungsart:
Dort wurde das Stangenei hergestellt, indem in die Form ein teflonummantelter Stab eingeführt wurde, der Zwischenraum mit Eiweiss gefüllt und gekocht wurde, dann der zentrale Stab entfernt, Eigelb nachgefüllt und endgültig gegart wurde.

Ich kenne noch eine dritte Art, um zum Stangenei zu kommen:
In ein rotierendes und beheiztes Rohr wird Eiklar (Eiweiss) eingefüllt. Durch die Fliehkraft wird das Eiklar nach aussen gedrückt, in der Mitte des Rohres entsteht ein Loch. Die gewünschte Lochgröße kann exakt durch die Rotationsgeschwindigkeit erzielt werden. Nach kurzer Zeit beginnt die Eiklarmasse zu erstarren. Dann wird Eidotter in das Loch nachgefüllt und das Rohr weiter erhitzt bis auch der Dotter fest ist.

Und wozu braucht man so etwas? Zur Dekoration von Brötchen oder zum Einarbeiten in Braten oder Wurst. Übrigens werden angeblich Wurstsorten, die aus zwei verschiedenen Sorten bestehen (Wurst in der Wurst) ganz ähnlich hergestellt.

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