Der Autogurt
März 15, 2007 9:28 am Allgemein, Auto, Produkte
Ruth Pink vom Kreativblog hat mich darauf gebracht: 1957 sollen Porsche und Mercedes die ersten Sicherheitsgurte eingebaut haben. Allerdings nur als Sonderausstattung für Serienfahrzeuge. Was war das für eine Aufregung als das Anlegen dann auch noch Pflicht wurde! Gegenüber der früheren Bewegungsfreiheit im Auto war das schon eine radikale Veränderung.
Bei Wikipedia entnehme ich, dass Volvo 1959 mit der serienmäßigen Ausstattung des Modells 544 folgte. Volvo hatte allerdings bereits lange vorher einen Dreipunktgurt aus dem Fünfpunktgurt entwickelt, den Louis Renault 1903 erfunden hatte.
Wikipedia berichtet weiters: “Diese Erfindung wurde 1985 vom Deutschen Patentamt als eine der acht Erfindungen ausgewählt, die der Menschheit in den letzten 100 Jahren den größten Nutzen brachten.”
Was sich allerdings nicht durchgesetzt hat, ist das Messer zum Durchtrennen des Gurts, falls dieser nach einem Unfall blockiert und im Gurtschloss hängen bleibt. Warum eigentlich nicht?
Foto: Wikipedia


Sebastian Ulbert :
Datum: 15. März 2007 um 11:31
Leider verzichten zu viele Österreicher auf diese wichtige Sicherheitseinrichtung im Auto: 31 Prozent der Autolenker und Beifahrer sind Gurtmuffel. Im Fond verzichten sogar 68 Prozent auf den Sicherheitsgurt. Besonders besorgniserregend ist, dass auf Österreichs Straßen 26 Prozent der Kinder von ihren Eltern im Auto nicht gesichert mitgeführt werden.
Damit liegen wir im europäischen Vergleich an der Spitze. In den Niederlanden schnallen sich fast 98 Prozent der Autofahrer an. Auch in England ist die Anschallmoral nach intensiven Aufklärungskampagnen (bes. für die zweite Sitzreihe) sehr hoch.
Die physikalischen Kräfte bei einem Aufprall mit dem Fahrzeug wirken auch bei den kräftigsten Autofahrern. So entsprechen die Aufprallgewichte bei einem Unfall mit 50 km/h dem 25-fachen des Eigengewichts. Bei 70 km/h sogar dem 50-fachen.
Anders gesagt: ein Aufprall bei 50 km/h hat die gleiche Wirkung wie wenn man vom 10. Stock eines Hochhauses springt.
innokaan :
Datum: 18. März 2007 um 14:22
Ich bin beim Mitnehmen anderer Menschen sehr rigoros, was das Anschnallen betrifft. Auch im Fond. Bin auch schon stehen geblieben und habe das Aussteigen angeboten. Mein Satz: “Im Unglücksfall zahlt meine Versicherung nicht…!” hat noch immer geholfen.