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Radikal in Ital…

8:59 pm Allgemein, Medizin, Tourismus

Rauchen_Verboten.png…ien: Das hätte ich den Italienern nicht zugetraut! Die doch sonst alles nicht so eng sehen und viele Dinge ‘mit Augenzwinkern’ übergehen. Aber dass die wirklich gleich rigoros seit 2005 in allen Bars, Gaststätten und Restaurants das Rauchen verbieten und dann auch tatsächlich bei Zuwiderhandeln mit drakonischen Strafen bis zum Lizenzentzug aufwarten…? Naja, ganz radikal sind sie auch wieder nicht, weil ja doch noch eine Abtrennung von Raucherzonen mit getrennter Lüftung erlaubt ist. Allerdings sollen die Vorschriften so streng sein, dass sich das angeblich nicht rechnet. Deshalb gehen die meisten Italiener vor das Lokal und rauchen im Freien.

Noch viel rigoroser ist Irland, das bereits sein generelles Rauchverbot noch vor den Italienern (2004) eingeführt hat und es als Schutz am ‘Arbeitsplatz ‘verkauft. Und außerdem mit massiven Werbekampagnen unterstützt. Vorbild war dazu das Rauchverbot in New York. Obwohl von der Tabaklobby durch Unterstützung dubioser Restaurantverbände (angeblich ohne Mitglieder) massiv von Einbußen der Gastronomie berichtet wurde, haben staatliche Stellen bekanntgegeben, dass 1 Jahr nach Einführung des generellen Rauchverbots der Umsatz in Restaurants und Bars sogar gestiegen war. Das berichten übrigens mittlerweile auch andere Länder. Und 2/3 aller New Yorker sollen inzwischen das generelle Rauchverbot befürworten.

Auch in Irland haben die Politiker durch Einführung des Rauchverbots Profil gewonnen. Und selbst in Italien hat sich das Nichtrauchergesetz zum beliebtesten Gesetz der Berlusconi-Ära gemausert. Ganz zu schweigen von der zurückgegangenen Zahl der Herzinfarkte in all diesen Ländern.
Und die Moral aus der Geschichte: Beschließe ein Gesetz ohne Hintertürchen und mit drastischen Strafen bei Zuwiderhandeln und gib’ damit allen Betroffenen die Möglichkeit sich auf dieses Gesetz zu berufen. Die Vergangenheit lehrt uns, dass Menschen in vielen Fällen offensichtlich zu ihrem Glück ‘gezwungen’ werden müssen.

Foto: Klaus Rupp, Pixelquelle

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