Mensch kontra Roboter

Eigentlich stimmt die Überschrift so nicht, denn der Mensch kann (in der Chirurgie) noch nicht durch den Roboter ersetzt werden. Daher müsste es ‚Mensch mit Roboter‘ heißen. Vergangenen Freitag fand in Hannover ein Urologenkongress statt. Natürlich wurde hauptsächlich über den rasanten Fortschritt bei der minimal-invasiven Chirurgie berichtet. Gegenüber den konventionellen Operationsmethoden ergeben sich für den Patienten große Vorteile, was die Heilung und den kosmetischen Bereich betrifft. Die Narben sind sehr klein (ca. 1 cm), der Patient kann nach kurzer Zeit das Spital wieder verlassen.

Interessant ist, dass die Chirurgen immer öfter Operationsroboter zu Hilfe nehmen, die ihnen Routineeingriffe größtenteils abnehmen. Außerdem kann das sog. Muskelzittern des Operateurs heute bereits komplett weggefiltert werden, was die Präzision wesentlich erhöht.

Haben die minimal-invasiven (auch konventionellen) Operationsmethoden in erster Linie dem Wohl des Patienten gedient, bietet die roboter-assistierte Chirurgie nun auch Vorteile für die Chirurgen, da sie ihre körperliche Belastung senkt und so unter Umständen berufsbedingten Krankheiten vorbeugt.

Noch sind die roboter-assistierten Methoden teurer als die konventionellen, trotzdem werden in den Vereinigten Staaten an manchen Krankenhäusern bereits fast die Hälfte aller Prostataentfernungen mit Hilfe des Roboters gemacht. Und der Trend zeigt auf: Überall dort, wo ein Roboter vorhanden ist, löst er nach und nach die konventionelle Chirurgie ab!

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